Am kommenden Wochenende ist schon der 1. Advent, und die Theater und Orchester GmbH startet pünktlich in die Weihnachtsmärchenzeit. Begonnen wird mit der Premiere von Charles Dickens Eine Weihnachtsgeschichte im Schauspielhaus Neubrandenburg – am Sonnabend, 25. November, um 15 Uhr. Und im Landestheater Neustrelitz steht ab Freitag, dem 9. Dezember, Die kleine Hexe nach Otfried Preußler auf dem Programm.
Gespielt werden sehr viele Vormittagsvorstellungen in der Woche für die Schulen und Kitas des Landkreises, die schon fast alle ausverkauft sind, und an den Wochenenden natürlich auch am Nachmittag für das Theater-Publikum. In der gesamten Advents- und Weihnachtszeit sind das 19 Aufführungen der „Weihnachtsgeschichte“ und 14 Aufführungen von „Die kleine Hexe“, insgesamt also 33 Vorstellungen der Weihnachtsmärchen. Natürlich warten auf die ganz kleinen Besucher auch zahlreiche zauberhafte Puppenspiele in der Vorweihnachtszeit.
Pünktlich zur Neustrelitz-Premiere am 18. November des neuesten Tanzmärchens SCHNEEWEISSCHEN UND ROSENROT der Deutschen Tanzkompanie (Strelitzius berichtete) ist der Trailer erschienen. Er bietet schon einmal einen kleinen Einblick in die Aufführung. Gern teile ich das Video mit meinen Lesern.
Außerdem finden Sie auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Deutschen Tanzkompanie neben Trailern weitere, exklusiv produzierte, sehr persönliche kurze Tanzfilme der Ensemblemitglieder. Es lohnt sich also hineinzuschauen.
Sie war lange erwartet und das Neubrandenburger Schauspielhaus seit geraumer Zeit ausverkauft: die erste Premiere der Deutschen Tanzkompanie in der Spielzeit 2022/23. Mit „Schneeweißchen und Rosenrot“ erlebte am Sonnabend ein Tanzmärchen in der Choreographie und Inszenierung von Jutta Ebnother in großer Ensembleleistung seine begeisternde Uraufführung.
„Und es wurde wahrlich märchenhaft“, schreibt mir der Geschäftsführer der Kompanie, Marco Zabel, ich selbst war leider verhindert. „Die im Grunde Jung und Alt gut bekannte Geschichte wird vor allem tänzerisch und – getragen von Bartok und dem Danish String Quartett – musikalisch erzählt, obwohl die Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles einmal mehr unterstreichen, wie wichtig auch die darstellerischen Qualitäten bei der Deutschen Tanzkompanie sind.“ Und in dem Generationen übergreifenden Stück, ausdrücklich so konzipiert, komme auch der Spaß nicht zu kurz.
„Natürlich ist es eine Freude, Zuschauer ganz poetisch angerührt zu sehen. Ebenso rührt es mich aber, wie das Ensemble die eigene Freude aus dem Probensaal mit auf die Bühne brachte“, fährt mein Blogfreund fort. „Daran konnte auch manche bange Corona-Frage in den letzten Wochen nichts ändern. So gilt der Dank allen Beteiligten.“ Und ich danke meinem langjährigen Blogfreund für seine Einschätzung.
Gretel (Sophie Bareis) und Hänsel (Martha Sotiriou). Foto: Uwe Hauth
Eigentlich wollten über 1.000 Kinder die neue „Hänsel und Gretel“-Produktion der Kammeroper Schloss Rheinsberg erleben, doch aufgrund von Corona mussten einige Schulklassen ihren Besuch im Schlosstheater absagen. Daher gibt es eine Videoaufzeichnung, die über Weihnachten und den Jahreswechsel, vom 24. Dezember bis zum 2. Januar; kostenfrei auf Vimeo abrufbar sein wird.
Bei der Premiere am 11. Dezember reagierten Kinder wie Erwachsene begeistert auf die romantische Produktion mit jungen Sängerinnen und Sängern, allesamt ausgewählt beim Internationalen Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Dr. Benedikt Poensgen, Geschäftsführer der Musikkultur gGmH: „Wir freuen uns, so kurzfristig eine im Klassikbereich renommierte Produktionsfirma für die Videoaufzeichnung gewonnen zu haben.“ Dem Regisseur und Künstlerischen Direktor der Kammeroper Prof. Georg Quander liegt am Herzen, dass viele Kinder auf diese Weise auch über die Region hinaus die Produktion erleben können.
So kann die kammermusikalisch besetzte, familienfreundlich gekürzte Rheinsberger Fassung von Humperdincks spätromantischer Märchenoper mit Sophie Bareis (Gretel), Martha Sotiriou (Hänsel), Mathilda Bryngelsson (Mutter), Christian Noel Bauer (Vater), Maria-Eunju Park (Sandmännchen/Taumännchen) und Holden Madagame (Hexe) unter der musikalischen Leitung von Christian van den Berg auch später wieder gezeigt werden.
Lange verschoben, feiert die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz nun endlich die Premiere von „Dornröschen“. Der in Neustrelitz vor 100 Jahren verstorbene Komponist Engelbert Humperdinck hat es 1902 vertont – die TOG bringt die selten gespielte Märchenoper voller Bühnenzauber und Poesie zur Aufführung. Premiere ist am Sonnabend, den 25. September, um 18 Uhr, im Landestheater Neustrelitz. Es gibt noch wenige Restkarten.
Und wer schon einen Einblick in die Inszenierung erhalten möchte, ist herzlich zur Matinee am kommenden Sonntag, 12. September, um 11 Uhr im Landestheater Neustrelitz eingeladen, der Eintritt ist frei. Intendant Sven Müller wird dabei sein, Regisseurin Jasmin Solfaghari, Ausstattter Walter Schütze, der musikalische Leiter Daniel Klein und Dramaturg Lür Jaenike. Natürlich gibt es auch einige musikalische Kostproben: Mit dabei sind u.a. Marina Medvedeva (Dornröschen) und Andrés Felipe Orozco (der Prinz) sowie Mitglieder des Opernchores. Der Eintritt ist frei! Gern können im Vorfeld Freikarten im Theater-Service abgeholt oder telefonisch reserviert werden.
Es ist wieder so weit, das Sonnentor Theaterfestival öffnet vom 26. bis zum 29. August in Babke seine Pforten! Seit 2007 verzaubert das Festival alljährlich im August die Zuschauer von nah und fern mit extravaganten Theateraufführungen unter freiem Himmel auf dem malerischen Sonnentor Hof. In diesem Jahr gibt es eine ganz besondere Inszenierung: „Das kalte Herz“, eine musikalische Zauberposse nach dem Märchen von Wilhelm Hauff. Das Sonnentor Theaterfestival inszeniert die bekannte, märchenhafte Geschichte als großen Theaterabend im historischen Ambiente, der nicht nur verzaubert und erstklassig unterhält, sondern auch berührt und zum Nachdenken anregen wird.
Passend zum sagenhaften Charakter des Märchens „Das kalte Herz“, wird der komplette Hof wieder in die Inszenierung mit einbezogen. Scheune, Bauernhaus, Bäume und das Sonnentor werden zauberhaft illuminiert und versprühen ein einzigartigen Charme. Ausführliche Informationen unter: www.sonnentor-theaterfestival.de
Zum Geschichtenkonzert für Kinder im Alter von drei bis elf Jahren „Die Blumenprinzessin und der Drache“ mit Falk Zenker wird am kommenden Sonnabend, den 14. August, um 15.30 Uhr in die Fabrik.Scheune der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz eingeladen. Eine abenteuerliche Geschichte von der in einer Blume wohnenden Prinzessin Annabella, ihren drei Wiesenfreunden und dem pupsenden Drachen aus dem Wald nebenan erwartet die kleinen und großen Zuhörer. Der Gitarrist und Klangkünstler Falk Zenker verwebt und illustriert seine lebendig erzählte Geschichte mit fantasievollen Klängen und Musikstücken auf Gitarre und ungewöhnlichen Geräuscherzeugern. Ein musikalisches Erlebnis, das den Kindern die Welt der Musik und die Faszination des Lauschens ein Stück weiter öffnet.
Die Karten sind im VVK und an der Abendkasse für 5 Euro für Kinder und 8 Euro für Erwachsene erhältlich. Es wird um eine telefonische Anmeldung unter 03981 203145 gebeten. Die jeweils aktuellen Hygieneregeln sind einzuhalten.
Das vielfältige Kulturprogramm mit weiteren Konzerten, Kabarettvorstellungen und Theateraufführungen wird bis September fortgesetzt. Weitere Informationen unter www.basiskulturfabrik.de/sonderveranstaltungen und hier im Blog auf der Außenspalte.
Eingang zum Kulturpark. Foto: Stadt Neubrandenburg
Neugestaltung des Kulturparkeingangs beginnt
In Neubrandenburg beginnt die Neugestaltung des Kulturparkeingangs am Friedrich-Engels-Ring/Neustrelitzer Straße. Die Bauarbeiten starten mit einem feierlichen Akt am Mittwoch, 20. November, um 10.30 Uhr, im Kulturpark. Der Kulturparkeingang wird im Rahmen des Projektes „Event- und Kulturpark Neubrandenburg und Koszalin“ neu gestaltet (Strelitzius berichtete). Neubrandenburg und die polnische Partnerstadt Koszalin können dabei im Rahmen des Interreg Va Kooperationsprogramms Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polska auf Fördermittel zurückgreifen. Während die Vier-Tore-Stadt ihr Hauptaugenmerk auf den Kulturpark richtet, revitalisiert Koszalin seinen Park der Pommerschen Herzöge und die dortige Freilichtbühne.
Insgesamt stehen für beide Städte Fördergelder von 2,78 Millionen Euro zur Verfügung. Mit einem städtischen Eigenanteil von etwa 400 000 Euro werden rund 1,5 Millionen Euro in Neubrandenburg investiert.
Ausstellung widmet sich dem architektonischen Erbe
Das Projekt „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“ am Regionalmuseum Neubrandenburg widmet sich seit September 2018 dem architektonischen Erbe der (Ost-Moderne) in Neubrandenburg und eben der Frage: „Nur Beton?“ Den Höhepunkt der Veranstaltungsreihe bildet die Sonderausstellung, die am Dienstag, den 12. November, um 18 Uhr, im Regionalmuseum eröffnet wird. Bis zum 16. Februar 2020 zeigt das Museum eine Auswahl an Objekten zum Neubrandenburger Wirken des Vertreters des evangelischen Kirchenbaus Otto Bartning (1883-1959), der ehemaligen Stadtarchitektin Iris Dullin-Grund, des Bauingenieurs Ulrich Müther (1934-2007) und des Reform- und Gartenstadtarchitekten Heinrich Tessenow (1876-1950).
Die Ausstellung bietet die Gelegenheit, sich über deren verschiedene Bauten in Neubrandenburg anhand von Modellen, Entwurfszeichnungen, Fotografien oder Objekten zu informieren. Originalmöbel aus dem Familienbesitz und eine digitale Rekonstruktion ermöglichen so einen Einblick in Tessenows Wohnhaus wie zu seinen Lebzeiten. Ein Modell der verschwundenen Beleuchtungsanlage der Stadthalle – vom Architekten der Halle für die Ausstellung extra angefertigt – ist ebenso zu erleben wie verschiedene Entwurfszeichnungen für den Neubau der katholischen Kirche, die die Entstehung eines Mütherbaus deutlich machen.
Märchentag startet in der Regionalbibliothek
Hänsel und Gretel aus dem bekannten Märchen der Gebrüder Grimm stehen im Mittelpunkt des Neubrandenburger Märchentages am 16. November. Um 11 Uhr beginnt dieser Tag voller märchenhafter Aktionen in der Regionalbibliothek. Von dort geht es weiter zum Regionalmuseum. Entlang der historischen Wallmauer können die kleinen und großen Besucher sich auf Vorlese- und Mitmachaktionen freuen. Vereine, wie die Fraueneinfälle, die Jugendkunstschule, die Gesellschaft der Liebhaber des Theaters, die Bibliothek und ihre Lesepaten, das Museum und das Soziokulturelle Bildungszentrum als Veranstalter sorgen für eine originelle achte Auflage dieses Märchentages.
Die Autorin Regina Raderschall, der Märchenerzähler „Jeromino“ sowie das Musik-Duo „El-Ki“ aus Berlin sind ebenfalls mit von der Partie. Für das leibliche Wohl sorgt die „Hexenküche“ und beim Märchenquiz gibt es Preise zu gewinnen. Die Neubrandenburger Stadtwerke, Logo Media und die Stadt Neubrandenburg unterstützen die Veranstaltung.
Räuber Hotzenplotz, der berüchtigte Mann mit den sieben Messern und der Pfefferpistole, stiehlt am kommenden Sonntag, den 17. Februar, Großmutters Kaffeemühle ein letztes Mal. Nach vielen ausverkauften Vorstellungen im Dezember ist der Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler am letzten Tag der Winterferien noch einmal auf der Bühne des Landestheaters Neustrelitz zu erleben. Ein Abenteuer für die ganze Familie.
Ansehenswert: Schneeweißchen und Rosenrot auf Schloss Kummerow
Meine Blogfreundin Angelika Groh hat sich mit einem TV-Tipp bei mir gemeldet, den ich gern weitergebe. Am morgigen Sonntag um 20.15 Uhr läuft im ZDF in der Reihe „Herzkino“ das Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“.
Der Film ist in diesem Sommer im Schloss Kummerow gedreht worden, wo Angelika Groh als Tourismuskoordinatorin für die Gegend um den Kummerower See residiert. Sie wünscht viel Spaß beim Anschauen. „Eine super PR für das Schloss und unsere Region!“