Das Projekt „Klimagerechtigkeit – global gedacht und lokal verankert in MV“ des Eine-Welt-Landesnetzwerk MV lädt am Freitag, den 13. März, um 19 Uhr, ins Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz ein (Strelitzius berichtete). In einer Zeit, in der Krieg, wirtschaftliche Unsicherheit und politische Umbrüche die Schlagzeilen bestimmen, gerät die Klimakrise leicht aus dem Blick. Dabei trifft sie Menschen weltweit bereits heute. Und unverhältnismäßig stark jene, die am wenigsten zu ihr beigetragen haben. Dass das Klimaverträglichkeitsgesetz für Mecklenburg-Vorpommern gerade in die nächste Runde geht, macht deutlich: Auch hier vor Ort ist das Thema längst angekommen.
In den Herbstferien öffnet das Kunsthaus Neustrelitz seine Bühne für alle theaterbegeisterten Kinder und Jugendlichen von 10 bis 16 Jahren. Unter der Leitung des Schauspielers Felix Erdmann tauchen die Teilnehmenden eine Woche lang in die Welt des Theaters ein.
Das Schlosstheater Rheinsberg wird 250 Jahre alt: Grund genug, um den diesjährigen Festivalsommer der Kammeroper Schloss Rheinsberg mit einem großen Open-Air-Spektakel zu eröffnen. Am Sonnabend, 22. Juni, ist ab 22 Uhr vor dem Rheinsberger Schlosstheater ein kurzweiliges Abendprogramm zu erleben: Einheimische und Touristen können sich so bei freiem Eintritt auf das beliebte Sommerfestival einstimmen, das bis zum 31. August andauern wird.
Vor der Fassade des Schlosstheaters stellt die Kammeroper Schloss Rheinsberg einen unterhaltsamen Programmcocktail zusammen: In lockerer Atmosphäre singt die amerikanische Ausnahmesängerin Vivica Genaux delikate Musik, der Schauspieler Heiner Take tritt auf, ebenso wie seine Zunftkollegen Angelika Hofstetter und Josip Culjak, die humorvolle Theaterszenen darbieten. Zudem ist ein besonderer Ehrengast angekündigt: „Prinz Heinrich“– der preußische Aristokrat, der das Schlosstheater bauen ließ und vor genau 250 Jahren eröffnete. Das Publikum darf sich überraschen lassen, was damit gemeint sein könnte – denn Zeitreisende gibt es eigentlich auch in Rheinsberg nicht.
Mit einem fulminanten Feuerwerk zum Abschluss des Abends wird die Umgebung rund um das Rheinsberger Schloss in bezaubernde Farbenpracht getaucht. Dann steht der Vorfreude auf die zahlreichen Veranstaltungen des Festivalsommers in Rheinsberg – auf Konzerte, Opern und Open-Air-Kinoabende mit Livemusik – nichts mehr im Wege.
Nach der Pressekonferenz:Maik Priebe, Sven Müller, Stefanie Esser, Malte Bähr und Daniel Geiss (von links) freuen sich auf die neue Spielzeit der TOG.
Mit einer ebenso erfreulichen wie kurzen Mitteilung hat Malte Bähr, Kaufmännischer Geschäftsführer der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz, heute Vormittag die alljährliche Spielplanpressekonferenz eröffnet. „Die Besucher sind wieder da.“ Gemeint ist, dass der coronabedingte Einbruch bei den Publikumszahlen weitgehend ausgebügelt ist. Ein Zuwachs zeichnete sich bereits in der vergangenen Spielzeit ab. Im Vergleich dazu wurde per April diesen Jahres noch einmal ein Plus von satten 18 Prozent verzeichnet.
Gleichwohl ist die finanzielle Lage der TOG wie die der meisten Theaterhäuser im Land angesichts von Tariferhöhungen und Preissteigerungen angespannt. „Bei uns sind es zusätzlich die Immobilien, die zu Buche schlagen“, so Bähr weiter. Deshalb sei es eine tolle Nachricht und eine Anerkennung, dass der Bund Fördermittel für die Erneuerung der Bühnentechnik im Landestheater Neustrelitz bereitstellt. Allerdings könne der dazugehörige Eigenanteil nicht von der TOG allein gestemmt werden, da bedürfe es der Unterstützung durch die Gesellschafter. „Wir sind guten Mutes“, fasste Intendant, Geschäftsführer und Operndirektor Sven Müller zusammen.
Philharmoniker erwarten hochkarätige Solist*innen
Solchermaßen motiviert, hat die TOG für Neustrelitz und Neubrandenburg einen großartigen neuen Spielplan erarbeitet, der mit Sicherheit bei denen ankommt, für die er gestrickt ist. Generaldirektor Daniel Geiss, Chefdirigent der Neubrandenburger Philharmonie, stellte für seinen Part die zehn Philharmonischen Konzerte der Saison 2024/25 in den Vordergrund. „Sie werden von denen angenommen, für die wir sie machen“, ist sich Geiss nach den Erfahrungen der Spielzeit 2023/24 sicher. Hochkarätige Solist*innen wie die Cello-Legende David Geringas, die Pianistin Julia Okruashvili und der Organist Vincent Knüppe werden erwartet. In einem Vivaldi-Programm mit Lichtinstallation werden auch Orchestermusiker als Solisten auftreten. Außerdem sei es gelungen, die junge Dirigentin Anna Handler für ein Konzert zu gewinnen.
Das preisgekrönten Kabarett-Duo „Ulan & Bator“ (Strelitzius berichtete) lädt vom 29. April bis zum 2. Mai jeweils um 19 Uhr noch einmal zur „Work-Show“ ihres neuen Programms „UNDSINN“ in die Fabrik.Scheune Neustrelitz ein. Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis.
In diesen Tagen weilt das Duo als Artists in Residence in der Alten Kachelofenfabrik. Das Kabarett- und Theaterduo „Ulan & Bator“, auch bekannt aus der „Anstalt“, wurde 2001 in Köln gegründet und ist seitdem auf Bühnen zwischen Zürich und Kiel zu Hause.
Schauspieldirektor Maik Priebe hat den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz (TOG) um eine Auflösung seines Vertrages zum Ende der Spielzeit 2024/25 gebeten, da er sich zukünftig anderen künstlerischen Herausforderungen widmen möchte. Dieses Anliegen fand in der gestrigen Sitzung des Aufsichtsrates der TOG im Rathaus Neustrelitz seine Bestätigung. Mit seiner frühzeitigen Bitte um Vertragsauflösung gibt er der Theater- und Orchester GmbH ausreichend Zeit für die Suche einer Nachfolge. Maik Priebe übernahm am 01. August 2023 die künstlerische Leitung der Sparte Schauspiel mit 14 Ensemble-Mitgliedern an der TOG.
Statement Sven Müller, Intendant und Geschäftsführer TOG: „Maik Priebe hat viele neue und wertvolle Impulse in die TOG eingebracht und wir freuen uns darauf, die erfolgreiche gemeinsame Arbeit bis zum Ende der kommenden Spielzeit miteinander fortzusetzen.“
Zum letzten Mal in diesem Jahr führt am Sonntag, den 24. September, ab 10.30 Uhr Zettelträger Geisler alias Sandra Lembke durch die Stadt und plaudert aus dem Nähkästchen des bunten Neustrelitzer Theaterlebens. Ob Primadonna, Heldentenor oder komische Alte – zahlreiche Künstler*innen prägten über die Jahrhunderte das Theatergeschehen der Residenzstadt und bescherten dem Publikum wahre Sternstunden.
Treffpunkt der Tour ist im Kulturquartier. Die Teilnahme kostet 8 €, für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren 2 €, unter 6 Jahren ist die Teilnahme kostenfrei. Eine Anmeldung wird erbeten unter: 03981 23909-99 oder info@kulturquartier-neustrelitz.de
Am kommenden Sonntag, den 20. August, führt ab 10.30 Uhr Zettelträger Geisler – alias Sandra Lembke – wieder durch die Residenzstadt und plaudert aus dem Nähkästchen des bunten Neustrelitzer Theaterlebens. Ob Primadonna, Heldentenor oder komische Alte – zahlreiche Künstler*innen prägten über die Jahrhunderte das Theatergeschehen in Neustrelitz und bescherten dem Publikum wahre Sternstunden.
Treffpunkt zur Tour ist im Kulturquartier. Die Teilnahme kostet 8 €, für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren 2 €, unter 6 Jahren ist die Teilnahme kostenfrei. Eine Anmeldung wird erbeten unter: 03981 23909-99 oder info@kulturquartier-neustrelitz.de
Noch hat sich der Sommer gar nicht verabschiedet, da steht bereits der KulturHerbst 2023 in der Mecklenburgischen Seenplatte vor der Tür. Vom 9. bis 24. September können sich Kulturbegeisterte auch in diesem Jahr auf außergewöhnliche Konzerte, Lesungen, Theaterstücke, Workshops, Ausstellungen und viele weitere tolle Angebote freuen.
Zum Auftakt der beliebten Veranstaltungsreihe am 9. September um 18 Uhr in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz lockt eine Vernissage, die Arbeiten regionaler und rumänischer Künstlerinnen und Künstler aus unserem Partnerkreis Bistritza-Nasaud zeigt. Der Clou dabei: die Exponate entstehen erst unmittelbar zuvor in einem gemeinsamen Symposium in Neustrelitz. Die Kunstschaffenden werden in einer kleinen Gesprächsrunde von ihren Erlebnissen während der gemeinsamen Woche berichten, und im Anschluss kann die Gemeinschaftsausstellung in den Galerieräumen im Obergeschoss besichtigt werden.
Auf Einladung der Kulturministerin hat am Mittwoch ein Gespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus Land (Kulturministerin Bettina Martin und Finanzminister Heiko Geue), Kommunen und Theatern zu der Frage stattgefunden, wie die vielfältige Theaterlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns auch weiterhin zukunftsfähig aufgestellt bleibt. Die Theater stehen aktuell aufgrund von Tarif- und Kostensteigerungen vor großen Herausforderungen.
„Die beteiligten Akteure haben gute, konstruktive Gespräche geführt“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten. „Der Theaterpakt steht. Das Land und die Kommunen setzen sich gemeinsam mit den Theatern für eine zukunftsfähige Theaterlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern ein. Land und Kommunen haben während der Corona-Pandemie zu ihren Theatern gestanden und trotz der Einschränkungen im Spielbetrieb ihre Fördermittel in vollem Umfang ausgezahlt. Damit konnten die Theater Rücklagen bilden, die nun eine gute Basis zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen sind. Sofern diese nicht ausreichen, um die Kostensteigerungen auszugleichen, haben sich Land und Kommunen bereit erklärt, mit den Theatern zeitnah Gespräche über weitere Lösungen zu führen.“