Sven Müller, Daniel Geiss, Malte Bähr und David Czesienski (von links) bei der Spielplanvorstellung.
Im Landestheater Neustrelitz ist heute Nachmittag das Spielplanheft 2026/27 vorgestellt worden. „Da steckt viel Arbeit und noch mehr Herzblut drin“, beschrieb TOG-Intendant Sven Müller den beeindruckenden Inhalt. Malte Bähr, Kaufmännischer Geschäftsführer, stellte eingangs heraus, dass die TOG wesentlich optimistischer sei als noch vor einem Jahr, als die finanziellen Herausforderungen weit über den Theaterpakt hinausgereicht hatten. Aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit mit den Trägern und dem Land könne der gewohnte Umfang des Repertoires auch in der neuen Spielzeit beibehalten werden.
Die Kellerbühne FreiGespielt mitten im Gleis: Gerhard Möhl, Monika Meyer, Martina Buchert, Haidrun Pergande, André Gross, Marlies Kahl, Martina Wenk, Roland Tuma und Kathrin Müller (von links).
Auf diese Nachricht haben die zahlreichen Fans der in Mirow beheimateten Kellerbühne FreiGespielt lange gewartet. Die Mimen aus der Kleinseenplatte kündigen nach dem gefeierten „Club der Pantoffelhelden“ vor zwei Jahren ihre nächste Premiere an. Am 29. November um 19.30 Uhr geht im Bürgerbegegnungszentrum (BBZ) „Alte Feuerwehr“ in der Mirower Rotdornstraße direkt an der Wasserkante zum ersten Mal der Vorhang auf zum neuen Stück „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“. Die Vorlage hat Winnie Abel geliefert, und nur so viel sei verraten: Die Deutsche Bahn kommt darin nicht so ganz gut weg.
Malte Bähr, Sven Müller, David Czesienski und Daniel Geiss (von links) bei der Pressekonferenz im Neubrandenburger Schauspielhaus
Man sieht es dem edlen Cover des neuen Spielzeitbuches auf den ersten Blick an: 2025/26 wird an den Theaterstandorten Neustrelitz und Neubrandenburg das 250. Bühnenjubiläum zelebriert. Und schlägt man das rund 220 Seiten starke Druckwerk auf, so findet sich im Umschlag eine Theaterchronik von 1776 bis 2026. Intendant und Operndirektor Sven Müller sprach auf der heutigen Pressekonferenz im Schauspielhaus für seine TOG von einer „Fackel, die wir übernommen haben, für eine kurze Zeit tragen dürfen, um sie dann für hoffentlich weitere 250 Jahre weiterzugeben“.
Teil der Theatergeschichte zu sein, das sei gleichermaßen Ehre, Verantwortung, und Freude. Theater sei Treiber des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens, so der Intendant. Mit dem spartenübergreifenden Pasticcio „Spielt!“ am 23. Mai 2026 im Landestheater Neustrelitz, das im selben Jahr auch nach Neubrandenburg kommt, wird das Vierteljahrtausend Theater für die Seenplatte künstlerisch gewürdigt.
Was war denn da los am Theater? Jede Menge Musik und dann noch ein Polizeieinsatz. Was sich liest wie eine „1. Mai-Demo“, waren aber nur die beiden jüngsten Premieren der TOG. Da lief der Liederabend BASTEL UND PÖTZSCHI – DIE FRÜHEN JAHRE im Landestheater und die neueste Folge des TOG-POLIZEIRUFS 110 in der Neubrandenburger Innenstadt. Und genauso geht es weiter, denn der Mai wird sang- und klangvoll.
Ab dem 29. März betreten wir im Landestheater Neustrelitz die WEGE ÜBERS LAND. Der Roman von Helmut Sakowski wurde erstmals fürs Theater bearbeitet. Ein bildmächtiges Schauspiel-Epos, das man erlebt haben muss. Einen kleinen Vorgeschmack gibt schon die Matinee am 16. März.
Doch auch die Neubrandenburger Philharmonie hat sich im März einiges vorgenommen. Im 7. PHILHARMONISCHEN KONZERT erklingen die musikalischen Wohnlandschaften des australischen Komponisten Matthew Hindson sowie Sergej Prokofjews 5. Sinfonie, ein „Lied auf den freien und glücklichen Menschen“. Und die ZUKUNFTSMUSIK widmet sich dem Thema Nachhaltigkeit und präsentiert am 14. März Werke von Robert Schumann („Frühlingssinfonie“) und Igor Strawinsky („Das Frühlingsopfer“).
Gleich heute Abend lädt der THEATERBALL 2025 in die glamouröse Welt des Zirkus. „Manege frei!“ heißt es da im Landestheater Neustrelitz. Dann erweitert die Deutsche Tanzkompanie mit der Premiere LUFT ab 14. März ihren „Zyklus der Elemente“ und auch die beliebte THEATER-THEKEN-NACHT zieht am 21. März wieder durchs nächtliche Neustrelitz.
Den kompletten Spielplan finden Sie hier. Tickets gibt es wie immer online hier oder bei den Theaterservice-Stellen in Neubrandenburg und Neustrelitz.
Die Premiere des Erfolgsmusicals „Chicago“ heute Abend im Landestheater Neustrelitz ist bereits ausverkauft. Foto: Jörg Metzner
Die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz springt von Premiere zu Premiere. Erst gestern Abend war der rasante Schauspielabend NOCH EIN MARTINI UND ICH LIEG UNTERM GASTGEBER zu erleben, heute geht es hochmusikalisch weiter. Das Erfolgsmusical CHICAGO führt das Publikum mit großer Show und pulsierender Musik ins Chicago der 1920er. Die Premiere im Landestheater Neustrelitz ist schon ausverkauft und auch für die nächsten Vorstellungen werden die Plätze rar. Da heißt es nun: Schnell ein Ticket sichern!
Nachdem die Theater und Orchester GmbH mit der FLEDERMAUS in Neustrelitz beschwingt ins neue Jahr getaumelt ist, wartet auch schon das nächste Highlight. Denn auf dem Programm des 5. PHILHARMONISCHEN KONZERTS stehen Beethovens 2. Klavierkonzert sowie das Klavierquartett op. 25 von Johannes Brahms. Als Solist ist Chi Ho Han zu Gast bei der Neubrandenburger Philharmonie. Das klingt doch nach einem perfekten Start, oder?
Welche Premieren stehen Anfang des Jahres an? Welche Geschichten wollen erzählt, welche Stücke aufgeführt werden? Antworten erhalten die Besucher der Matineen: für das Musical CHICAGO (19.01. im Landestheater Neustrelitz) und für die Deutschsprachige Erstaufführung ANNA (26.01. im Schauspielhaus Neubrandenburg). Jeweils um 11 Uhr geben Regieteams und Ensemblemitglieder einen ersten Einblick in diese spannenden Produktionen, die Anfang Februar ihre Premieren feiern.
Das erste Heimspiel findet vorerst noch in der Bundespolizeihalle gegen den dreimaligen Meister aus Mondorf statt. Die darauffolgenden Spiele sollen dann wieder in der Strelitzhalle ausgetragen werden.
Nach der Pressekonferenz:Maik Priebe, Sven Müller, Stefanie Esser, Malte Bähr und Daniel Geiss (von links) freuen sich auf die neue Spielzeit der TOG.
Mit einer ebenso erfreulichen wie kurzen Mitteilung hat Malte Bähr, Kaufmännischer Geschäftsführer der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz, heute Vormittag die alljährliche Spielplanpressekonferenz eröffnet. „Die Besucher sind wieder da.“ Gemeint ist, dass der coronabedingte Einbruch bei den Publikumszahlen weitgehend ausgebügelt ist. Ein Zuwachs zeichnete sich bereits in der vergangenen Spielzeit ab. Im Vergleich dazu wurde per April diesen Jahres noch einmal ein Plus von satten 18 Prozent verzeichnet.
Gleichwohl ist die finanzielle Lage der TOG wie die der meisten Theaterhäuser im Land angesichts von Tariferhöhungen und Preissteigerungen angespannt. „Bei uns sind es zusätzlich die Immobilien, die zu Buche schlagen“, so Bähr weiter. Deshalb sei es eine tolle Nachricht und eine Anerkennung, dass der Bund Fördermittel für die Erneuerung der Bühnentechnik im Landestheater Neustrelitz bereitstellt. Allerdings könne der dazugehörige Eigenanteil nicht von der TOG allein gestemmt werden, da bedürfe es der Unterstützung durch die Gesellschafter. „Wir sind guten Mutes“, fasste Intendant, Geschäftsführer und Operndirektor Sven Müller zusammen.
Philharmoniker erwarten hochkarätige Solist*innen
Solchermaßen motiviert, hat die TOG für Neustrelitz und Neubrandenburg einen großartigen neuen Spielplan erarbeitet, der mit Sicherheit bei denen ankommt, für die er gestrickt ist. Generaldirektor Daniel Geiss, Chefdirigent der Neubrandenburger Philharmonie, stellte für seinen Part die zehn Philharmonischen Konzerte der Saison 2024/25 in den Vordergrund. „Sie werden von denen angenommen, für die wir sie machen“, ist sich Geiss nach den Erfahrungen der Spielzeit 2023/24 sicher. Hochkarätige Solist*innen wie die Cello-Legende David Geringas, die Pianistin Julia Okruashvili und der Organist Vincent Knüppe werden erwartet. In einem Vivaldi-Programm mit Lichtinstallation werden auch Orchestermusiker als Solisten auftreten. Außerdem sei es gelungen, die junge Dirigentin Anna Handler für ein Konzert zu gewinnen.
Aktueller denn je: Webers Oper „Der Freischütz“ ist im Landestheater Neustrelitz von Intendant Sven Müller bemerkenswert als Antikriegsstück inszeniert worden. In der Mitte des Bildes Bernd Könnes als Max, umringt von Mitgliedern des Opernchores. Zur Premiere gab es viel Applaus. Foto: Jörg Metzner
„Noch ganz ergriffen“ meldet sich die Theater und Orchester GmbH aus der Wolfsschlucht zurück. Carl Maria von Webers Oper DER FREISCHÜTZ feierte am vergangenen Sonnabend am Landestheater Neustrelitz Premiere. „Was für ein berührendes Erlebnis! Doch nach der Premiere ist bekanntlich vor der Premiere und so schauen wir nun gespannt auf den 16. Februar.“ Dann startet GLAUBE LIEBE HOFFNUNG im Landestheater Neustrelitz. Ödön von Horváths zärtlich-poetischer Totentanz lässt inmitten einer immer radikaleren Welt Figuren voller Zuversicht, Leidenschaft und Erwartung auf das große Glück hoffen. Die Matinee am 11. Februar gibt einen ersten Einblick in das Stück. Der Eintritt hierzu ist natürlich frei.
Heute begrüßen die Neubrandenburger Philharmonie und GMD Daniel Geiss den Stargeiger Daniel Hope zum 6. Philharmonischen Konzert. Glücklich, wer sich da rechtzeitig eine Karte gesichert hat. Denn alle Konzerte in Neustrelitz und Neubrandenburg sind ausverkauft.
Und der Februar hält noch mehr bereit: Charly Hübner ist mit seinem neuen Buch HÜBNER (BACKSTAGE) zu Gast im Landestheater Neustrelitz, Nina Gummich und Robert Will lesen aus Uwe Johnsons Roman ZWEI ANSICHTEN und mit GEGEN DAS SCHWEIGEN. GEGEN ANTISEMITISMUS lädt die TOG zu einem Solidaritätskonzert mit Igor Levit und Gästen in die Konzertkirche Neubrandenburg ein.
Bei so vielen Highlights darf eines natürlich nicht vergessen werden: Der THEATERBALL 2024 wird am 24. Februar die Goldenen Zwanziger wiederaufleben lassen und für eine unvergessliche Ballnacht sorgen.
Den kompletten Spielplan gibt es hier. Tickets gibt es wie immer online hier oder bei den Theaterservice-Stellen in Neubrandenburg und Neustrelitz.
Zum Schluss noch ein Tipp für alle Nachtschwärmer. Im Februar startet die neue Reihe NACHTKELLER im Theaterkeller Neustrelitz. Am 10. Februar präsentiert Schauspieler Florian Rast mit WAR DAS JETZT SCHON SEX? einen Abend von Peter Kube nach dem Roman von Stefan Schwarz. Nicht verpassen!