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Bürgerdialog, Goede, Landtagswahl, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Schwesig, Unteres Schloss
Lange Tische im Hof des Unteren Schlosses, ein Wagen mit Kaffee und Waffeln, 26 Grad und Sonne: Um die 100 Leute sind am Donnerstagnachmittag nach Mirow gekommen. Eingeladen hatte Landtagskandidatin Diana Goede, zu Gast war Manuela Schwesig, Landesvorsitzende der SPD in Mecklenburg-Vorpommern, Spitzenkandidatin ihrer Partei und Ministerpräsidentin. Die Themen brachten die Gäste mit.
Gesprochen wurde über die geplanten Windkraftanlagen rund um Mirow, über Altersarmut, Pflege und über die Betreuung von Kindern mit Behinderung in den Schulferien. Beim letzten Thema wurde es konkret. Eltern berichteten, dass es für die Kinder der Tom Mutters Schule in Neustrelitz keine dauerhaft gesicherte Ferienbetreuung gibt. Jedes Jahr entstehen Lösungen neu, kurzfristig und getragen vom Einsatz der Eltern.
Überraschende Unterstützung
Bemerkenswert war, was danach passierte. Ein paar Tische weiter meldeten sich Mitarbeitende des integrativen Kindergartens aus Mirow zu Wort und erklärten, dass sie ein solches Angebot gern unterstützen und dauerhaft machen würden. Was sie bremst, ist der bürokratische Aufwand und die Vielzahl unterschiedlicher Zuständigkeiten. Die beiden Seiten kannten sich vorher nicht.
„Das ist für mich das Wichtigste an diesem Nachmittag. Da saßen Menschen, die ein Problem haben, und Menschen, die einen Teil der Lösung anbieten könnten. Sie hätten sich sonst vermutlich nie getroffen. Ich verspreche niemandem, dass das morgen gelöst ist. Aber jetzt kennen sich Menschen, die zusammen mit uns weiter daran arbeiten können“, sagt Diana Goede. Manuela Schwesig verwies darauf, dass für Förderschulen Mittel bereitstehen, damit Hortbetreuung an den Schulen funktionieren kann. Sie werde in der Sache in Kontakt bleiben.
Windkraft: Standpunkte sachlich ausgetauscht
Auch beim Streitthema Windkraft blieb es sachlich, als verschiedene Standpunkte ausgetauscht wurden. Feste Themengruppen gab es nicht, die Gäste saßen gemischt. Später standen Menschen mit gegensätzlichen Positionen beieinander und diskutierten. Diana Goede betont: „Da standen Menschen zusammen, die in dieser Frage weit auseinanderliegen. Sie haben einander zugehört und andere Standpunkte ausgehalten. Das ist im Moment keine Selbstverständlichkeit, und ich finde, darauf kann Mirow stolz sein.“
Nach der offenen Fragerunde mischten sich Goede und Schwesig unter die Gäste und besprachen weitere Anliegen persönlich, bei Kaffee und Waffeln. Goede dankte Bürgermeister Henry Tesch dafür, dass die Stadt den Hof für den Nachmittag geöffnet hatte, und Rainer Smentek für die Unterstützung auf der Schlossinsel.
Liebe zur Region verbindet
„Am Ende verbinden uns die Liebe zu unserer Region und der Wunsch, hier auch in Zukunft gut leben zu können. Dafür braucht es mehr Gelegenheiten, Argumente auszutauschen und einander zuzuhören. Solche Nachmittage sind wertvoll und wird es mit uns deshalb weiter geben“, erklärt Diana Goede.
Diana Goede bewirbt sich am 20. September um das Direktmandat im Wahlkreis 21, Mecklenburgische Seenplatte IV, zu dem neben Neustrelitz und der Feldberger Seenlandschaft auch Mirow gehört. Sie arbeitet seit achtzehn Jahren in der Pflege, heute als hauptamtliche Praxisanleiterin im DRK-Krankenhaus Neustrelitz.
Weitere Eindrücke und Gespräche rund um den Besuch von Manuela Schwesig in Mirow gibt es in Kürze im Podcast-Kanal „Mirow 800“.






