Manuela Schwesig mit Ehemann Stefan (Mitte) bei der Polonaise.
Ein kleiner Nachtrag ist noch fällig: Es war ein besonderer Moment innerhalb des Neustrelitzer Theater- und Opernballs (Strelitzius berichtete) vor einer Woche: die Polonaise à la Hofball. Schließlich war ja die Gründung des Mecklenburg-Strelitzischen Hoftheaters am Ballabend immer wieder ein Thema. Auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hatte in ihrem Grußwort herzlich zu diesem besonderen Jubiläum gratuliert; und sparte überdies nicht mit Glückwünschen und Bekenntnissen zur TOG und zur Tanzkompanie. Wer wollte dies nicht gern hören?
Laura Albert übernimmt in der „Csárdásfürstin“ den Part der Sylva Varescu. Fotos(4): Theresa Lange
Im Jubiläumsjahr „250 Jahre Theater“ stand auch der Neustrelitzer Theaterball unter dem Eindruck der Geschichte. Vor allem aber war er ein großes Fest. Hatte sich vor einem Jahr noch die Sorge um die Deutsche Tanzkompanie und um das Theater in die Feierlaune gemischt, so überwog diesmal ganz klar die Freude über die zwischenzeitlichen guten Nachrichten. Und es war Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die dieser Freude einen ganz persönlichen Anstrich gab und ein sehr deutliches Bekenntnis zu unserem Theater und mehrfach zur Deutschen Tanzkompanie gab. So war dieser Samstagabend auch immer wieder die Bühne für den Dank an die Künstler. „Wir brauchen Sie. Und M-V braucht seine Theater und Ensembles.“
Seit Tagen erwartete man in Neustrelitz das eine Fest. Karten waren (natürlich) für den gestrigen Theaterball nicht mehr zu bekommen. Und der Ball 2025 hielt, was seine Vorgänger versprachen! „Manege frei“ – unter diesem Motto wurde wahrlich ein Feuerwerk der Zirkus-, pardon, Theaterkunst abgefeuert.
Der Dank des Theaterfördervereins, schreibt mir dessen Vorsitzender Marco Zabel, „gilt allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern, den Fleißigen und Kreativen von Technik, Gewerken und Deko, von vor und hinter der Bühne, im Service, in der Küche und am Buffet. Ebenso den Sponsoren und Burghard Heller, die dieses gesellschaftliche Ereignis möglich machen! Namentlich seien einmal mehr Kostümdirektorin Margit Blendermann, Intendant und Kreativ-Chef Sven Müller sowie Torsten Händler genannt, bei dem alle Choregraphie-Fäden für den Ball zusammenliefen“.
Aktueller denn je: Webers Oper „Der Freischütz“ ist im Landestheater Neustrelitz von Intendant Sven Müller bemerkenswert als Antikriegsstück inszeniert worden. In der Mitte des Bildes Bernd Könnes als Max, umringt von Mitgliedern des Opernchores. Zur Premiere gab es viel Applaus. Foto: Jörg Metzner
„Noch ganz ergriffen“ meldet sich die Theater und Orchester GmbH aus der Wolfsschlucht zurück. Carl Maria von Webers Oper DER FREISCHÜTZ feierte am vergangenen Sonnabend am Landestheater Neustrelitz Premiere. „Was für ein berührendes Erlebnis! Doch nach der Premiere ist bekanntlich vor der Premiere und so schauen wir nun gespannt auf den 16. Februar.“ Dann startet GLAUBE LIEBE HOFFNUNG im Landestheater Neustrelitz. Ödön von Horváths zärtlich-poetischer Totentanz lässt inmitten einer immer radikaleren Welt Figuren voller Zuversicht, Leidenschaft und Erwartung auf das große Glück hoffen. Die Matinee am 11. Februar gibt einen ersten Einblick in das Stück. Der Eintritt hierzu ist natürlich frei.
Heute begrüßen die Neubrandenburger Philharmonie und GMD Daniel Geiss den Stargeiger Daniel Hope zum 6. Philharmonischen Konzert. Glücklich, wer sich da rechtzeitig eine Karte gesichert hat. Denn alle Konzerte in Neustrelitz und Neubrandenburg sind ausverkauft.
Und der Februar hält noch mehr bereit: Charly Hübner ist mit seinem neuen Buch HÜBNER (BACKSTAGE) zu Gast im Landestheater Neustrelitz, Nina Gummich und Robert Will lesen aus Uwe Johnsons Roman ZWEI ANSICHTEN und mit GEGEN DAS SCHWEIGEN. GEGEN ANTISEMITISMUS lädt die TOG zu einem Solidaritätskonzert mit Igor Levit und Gästen in die Konzertkirche Neubrandenburg ein.
Bei so vielen Highlights darf eines natürlich nicht vergessen werden: Der THEATERBALL 2024 wird am 24. Februar die Goldenen Zwanziger wiederaufleben lassen und für eine unvergessliche Ballnacht sorgen.
Den kompletten Spielplan gibt es hier. Tickets gibt es wie immer online hier oder bei den Theaterservice-Stellen in Neubrandenburg und Neustrelitz.
Zum Schluss noch ein Tipp für alle Nachtschwärmer. Im Februar startet die neue Reihe NACHTKELLER im Theaterkeller Neustrelitz. Am 10. Februar präsentiert Schauspieler Florian Rast mit WAR DAS JETZT SCHON SEX? einen Abend von Peter Kube nach dem Roman von Stefan Schwarz. Nicht verpassen!