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Seit Tagen erwartete man in Neustrelitz das eine Fest. Karten waren (natürlich) für den gestrigen Theaterball nicht mehr zu bekommen. Und der Ball 2025 hielt, was seine Vorgänger versprachen! „Manege frei“ – unter diesem Motto wurde wahrlich ein Feuerwerk der Zirkus-, pardon, Theaterkunst abgefeuert.

Der Dank des Theaterfördervereins, schreibt mir dessen Vorsitzender Marco Zabel, „gilt allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern, den Fleißigen und Kreativen von Technik, Gewerken und Deko, von vor und hinter der Bühne, im Service, in der Küche und am Buffet. Ebenso den Sponsoren und Burghard Heller, die dieses gesellschaftliche Ereignis möglich machen! Namentlich seien einmal mehr Kostümdirektorin Margit Blendermann, Intendant und Kreativ-Chef Sven Müller sowie Torsten Händler genannt, bei dem alle Choregraphie-Fäden für den Ball zusammenliefen“.

Es wurde ein künstlerisch allen Ansprüchen bestens genügender Abend. Verzaubernd und rauschhaft. Ganz nebenbei übrigens beste Werbung für die diesjährige Festspieloperette auf dem Schlossberg: Kalmans „Zirkusprinzessin“. Der diesjährige Ball war der Traum- und Lebenswelt des Zirkus‘ gewidmet, so dass man sich im Landestheater unter einer Zirkuskuppel wiederfand. Klar, dass es durchaus romantisch werden würde. Und bei aller Ausgelassenheit umweht den Clown wohl auch immer ein Hauch von Melancholie… Aus dem umfangeichen Programm von Musiktheater, Schauspiel, Neubrandenburger Philharmonie und Deutscher Tanzkompanie blieben folgende (durchaus mehrdeutige) Titel besonders zu Herzen: „Send In The Clowns“, „Marsch der Komödianten“, „Es war einmal“, „May be next year“. Und auch die sehr gelungene Moderation von Sina Günther und Kit Kanke muss erwähnt werden.

Tanz auf dem Seil: Hausherr bittet um Unterstützung

Allen Gästen wurde klar, welch einen Schatz dieses Theater und dieser Ball darstellen, so mein Blogpartner. Und doch sei es ein „Tanz auf dem Seil“, wie Hausherr Sven Müller in seiner Begrüßungsrede beziehungsreich formulierte und – bisher einzigartig – um Unterstützung bat. Das Theater unserer Region hat große finanzielle Sorgen. Und die Existenz der Deutschen Tanzkompanie ist trotz vorliegender Papiere, die künstlerisch und finanziell in die Zukunft weisen, noch immer akut gefährdet. Und das trieb an diesem Abend irgendwie alle um. Der zugleich in Schwerin gefeierte Theaterball mit Schirmherrin Manuela Schwesig schien solcher Sorgen dagegen vollkommen ledig, merkt Marco Zabel an.

Bevor es tanzend in die Nacht ging verlieh der Theaterförderverein auch in diesem Jahr wieder seinen Theaterpreis „Verbeugung“. Der ging in diesem Jahr an die Sängerin Laura Scherwitzl. Mehr dazu in Kürze.

Foto: Theresa Lange
Foto: Theresa Lange