Unter dem Titel „Friedensfeuer im Scharfschussgebiet“ erinnert die Galerie der Alleen in Wustrow in der Kleinseenplatte zu Pfingsten an den Schriftsteller Wolfgang Borchert (20.05.1921 – 20.11.1947). Der Vertreter der Weltkriegsjugend ist bereits mit 26 Jahren verstorben, sein Geburtstag jährt sich zum 100. Mal. Vorträge und Bilder vermitteln Zeugnisse vom Menschsein in Krieg und Frieden.
Sonnabend, 22. Mai 15-18 Uhr Sonntag, 23. Mai 15-18 Uhr Montag, 24. Mai Anmeldung bis 20.05.
Jeweils 17 Uhr Vortrag, Führung und Gespräch
Kunstkarten, Bücher und Bildmappen können erworben werden. Besuche in der Galerie täglich nach Terminabsprache, auch für Gruppen.
Mit seiner Soloperformance „Der gelbe Klang“ tritt Conny Bauer seit 2008 auf und fasziniert das Publikum allerorts mit seinem meisterlichen Spiel an der Posaune. Für seine Improvisationen wählt Bauer stets besondere Orte – den Zeus-Altar im Berliner Pergamonmuseum, den Magdeburger Dom und nun die Scheune der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz. Dabei setzt Bauer seine über Jahrzehnte erarbeitete, charakteristische Blastechnik und seine vielseitigen Möglichkeiten des live-recordings meisterhaft ein.
„´Der Gelbe Klang´ sprüht vor musikalischen Ideen. In ihm wird nicht nur Musik transportiert, es schwebt auch die Inspiration allgemeiner Kommunikationsweisen durch Instrument und Klang lange nach, und stellt tradierte Aussagemöglichkeiten von Melodien, Rhythmen und harmonischem Usus auch in kleinen Details in Frage. Das meisterliche Spiel von Conny Bauer ist bewundernswert. Man staunt und lauscht und freut sich über die vielen kleinen Botschaften, die in den beeindruckenden Soli und Collagen versteckt sind.“ M. N. Fiedler
Das Konzert wird gefördert durch das Bundesprogramm “Neustart Kultur“, das kulturelle und soziokulturelle Programmarbeit unterstützt. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist leider kein Publikum zugelassen. Daher findet die Veranstaltung am kommenden Freitag, den 14. Mai, um 19.30 Uhr ausschließlich im Live-Stream unter https://www.basiskulturfabrik.de/sonderveranstaltungen/ statt.
Auch in den kommenden Wochen bietet die Alte Kachelofenfabrik in der neu eröffneten Fabrik.Scheune ein einzigartiges und vielfältiges Konzertprogramm. Alle aktuellen Veranstaltungen unter www.basiskulturfabrik.de.
Von den Konzerten der Folk-Band Tone Fish mit Ihrem Rat City Folk geht eine akute Ansteckungsgefahr aus, die musikmedizinisch sehr bedenklich ist. Denn das Programm der Band ist frech und frisch, atmet neue Einflüsse von irisch-erkeltet bis Fun(k)-Folk, von Goethe bis Metallica. Die Inkubationszeit ist extrem kurz, die Symptome beim Publikum sind augenblickliche Verzückung, schwer kontrollierbare Bewegungslust und Drang nach stimmlicher Beteiligung. Die zwangsläufige Abhängigkeit führt oft zu Überdosierung und Wiederholungskonzerten.
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist beim Konzert in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz leider kein Publikum zugelassen. Daher findet die Veranstaltung am kommenden Sonnabend, 8. Mai, um 19.30 Uhr ausschließlich im Live-Stream unter https://www.basiskulturfabrik.de/sonderveranstaltungen/ statt.
Tone Fish tourt seit mehr als sechs Jahren ununterbrochen und hat mehr als 400 Konzerte gegeben. Einfach weiter so passt nicht zum olympischen Anspruch der Musiker – weiter, höher, mehr. Die Band wurde für den „Kulturpreis Nordwest 2020“ nominiert und wird hoch gehandelt. Auf der neuen Tour dabei sind Michaela Jeretzky (Gesang, Flöte, Bass), Trommel-Junkie Sascha Barasa Suso und Stefan Gliwitzki (Gesang, Gitarre, Bouzouki).
Viel Spaß beim heimischen Tanzen und Feiern! Auch in den kommenden Wochen bietet die Alte Kachelofenfabrik in der neu eröffneten Fabrik.Scheune ein einzigartiges und vielfältiges Konzertprogramm. Alle aktuellen Veranstaltungen finden Sie unter www.basiskulturfabrik.de.
Am 16. Oktober 2020 wurde in Waren (Müritz) auf dem Vorplatz der St. Georgen-Kirche das zentrale Erinnerungszeichen des Landes an die Friedliche Revolution von 1989 „Perspektiven zur Freiheit“ der Öffentlichkeit übergeben. Es handelt sich im eine Installation aus Stelen und Tafeln mit Losungen der Friedlichen Revolution wie „Demokratie jetzt oder nie“, „Nie wieder Diktatur“ und „Freie Presse für freie Menschen“. Foto: Staatskanzlei
Das zentrale Erinnerungszeichen des Landes an die Friedliche Revolution 1989, die Installation „Perspektiven der Freiheit“ in Waren, hat den renommierten Designpreis „iF DESIGN AWARD“ erhalten. Eine internationale Jury, bestehend aus 98 Expertinnen und Experten, hat die beiden Künstler Dagmar Korintenberg und Wolf Kipper ausgezeichnet. Fast 10.000 Beiträge waren für die Preise eingereicht, rund 1.700 wurden in neun Kategorien ausgezeichnet.
„Ich gratuliere den beiden Künstlern sehr herzlich zu diesem international renommierten Designpreis“, sagte Kulturministerin Bettina Martin. „Sie haben die Jury mit ihrem künstlerischen Konzept für das Erinnerungszeichen an die Friedliche Revolution von 1989 in Waren überzeugt. Ich freue mich besonders darüber, dass dieses für unser Land so wichtige Gedenkzeichen an die Friedliche Revolution solch eine hohe Auszeichnung erhält. Es zeigt einmal mehr, wie Kunst und Erinnerung zusammenwirken können. Das gelingt dieser Installation hervorragend. Sie weckt Neugier, bietet Information und Austausch, lädt im öffentlichen Raum zum Erinnern ein und eröffnet `Perspektiven zur Freiheit´.“
Im Oktober 2020 hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Waren das zentrale Erinnerungszeichen des Landes an die Friedliche Revolution von 1989 „Perspektiven zur Freiheit“ an die Öffentlichkeit (Bildergalerie) übergeben. In Waren fand 1989 die erste Montagsdemonstration auf dem Gebiet des heutigen Landes Mecklenburg-Vorpommern statt. Mit einem Gang von der St.-Georgen-Kirche zur St.-Marien-Kirche dokumentierten an diesem Tag rund 400 Menschen mit Kerzen in den Händen ihren Willen zur friedlichen Veränderung.
Geschäftsführer Martin Geyer begrüßt die Gäste. Foto: Susanne Pahlke
In Anwesenheit der Architekten und der Vertreter der Handwerksbetriebe ist gestern die restaurierte, bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaute, denkmalgeschützten Scheune am Sandberg in Neustrelitz eröffnet worden. Bei der Begrüßung der pandemiebedingt wenigen Gäste dankte der Geschäftsführer der basiskulturfabrik gmbh, Martin Geyer, allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die in den letzen 15 Jahren unermüdlich für den Erhalt des Gebäudes gekämpft haben.
Damit ist der Startschuss gegeben für einen neuen geschichtsträchtigen kulturellen Veranstaltungsort in Neustrelitz in unmittelbarer Nähe zum Kulturzentrum Alte Kachelofenfabrik. Beide Gebäude sind Teil des bereits 1797 geplanten und Anfang der 1800er Jahre realisierten Scheunenviertels. Mithilfe von Mitteln des Strategiefonds des Landes M-V, mit Städtebaufördermitteln und privaten Spenden konnte die anspruchsvolle Restaurierung jetzt fertig gestellt werden.
Die Veranstaltung war wegen Corona-Bestimmungen auf zwölf Personen limitiert, und damit war zum großen Bedauern des Fabrik.Teams der Alten Kachelofenfabrik die Öffentlichkeit weitgehend ausgeschlossen. Bürgermeister Andreas Grund wünschte an diesem Tag dem Fabrik.Team eine gute Zukunft und freute sich offensichtlich über die Bereicherung des kulturellen Angebots in seiner Stadt. „Ich wußte bis dato nicht, das der Stadtteil Sandberg der Standort eines historischen Scheunenviertels war“, so Grund. Und Baudezernent Karsten Rohde würdigte die Bauherren, dass sie so hartnäckig an diesem Bauvorhaben festgehalten haben und damit den Stadtteil Sandberg auf diese Art wesentlich aufwerten.
Die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz plant die Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz 2021. Wegen derzeit geltender Auflagen für Proben, Aufführungen etc. wurde entschieden, die angekündigte Oper „Carmen“ von Bizet nicht zu spielen, sondern Offenbachs lustige musikalische Satire, die Operette “Pariser Leben”.
Vor der wunderbaren Kulisse der Schlosskirche wird die Geschichte zweier Pariser Lebemänner erzählt, die als Fremdenführer die lebenslustige Metropole an der Seine und ihre Klischees präsentieren. Unter freiem Himmel und mit großartigem Ensemble besetzt: mit Solisten des Musiktheaters, dem Opernchor des Landestheaters Neustrelitz, mit der Deutschen Tanzkompanie und der Neubrandenburger Philharmonie.
Das Festspielgelände ist bereits umzäunt und der Aufbau der Bühne auf dem Schossberg in dieser Woche gestartet. Die Werkstätten bauen das Bühnenbild, die Schneiderei hat mit der Arbeit an den Kostümen begonnen. Die szenischen Proben starten am 5. Mai und die Proben direkt auf der Bühne auf dem Schlossberg dann Ende Mai 2021. Die Premiere soll am 18. Juni stattfinden, gespielt wird bis zum 10. Juli.
Was macht wohl die Neubrandenburger Philharmonie während des langen Lockdowns? Natürlich erhält sie ihre Fähigkeit zum professionellen und gemeinsamen Musizieren für das Publikum. Im permanenten Standby-Betrieb wird die Rückkehr zum öffentlichen Spielbetrieb vorbereitet. Unter den geltenden Hygieneregeln laufen Proben, wird geplant und gearbeitet für den „Tag X“, den alle so sehr herbeisehnen!
Für die Konzertfreunde hat das Orchester jetzt ein Programm aufgezeichnet, das in zwei Blöcken nacheinander am 30. April und 1. Mai auf der Homepage der TOG veröffentlicht wird. Das gesamte Konzert steht dann ab Sonntag 2. Mai auf der Homepage zur Verfügung. Außerdem strahlt das Neubrandenburger Stadtfernsehen „neu.eins“ das Konzert vom 2. Mai bis 9. Mai täglich aus.
Nachdem mitten im dritten Lockdown in dieser Woche das Antiquariat am Neustrelitzer Stadthafen wundersamerweise wieder öffnen durfte, wie an dieser Stelle zu lesen war, gab es für mich heute lesehungrig kein Halten. Mit zwölf Neuerwerbungen habe ich den Hafenspeicher verlassen und den coronabedingt verwaisten Platz in Reihe 1 meiner Bücherwand, reserviert für Lektüre aus zweiter Hand, wieder füllen können.
Skandinavische Krimi-Lektüre war unter anderen Entdeckungen zu haben, bei der ich selten enttäuscht worden bin. Aber auch einen Hohlbein aus deutschen Landen habe ich nach Hause getragen. Und, was mich so richtig in Hochstimmung versetzt hat: Mein zwischenzeitlich verdrängtes Warten hat nach elf vertanen Jahren doch noch ein Ende. Leonie Swanns Schafe von Glennkill haben in „Garou“ wieder ermittelt. Zwar schon 2010, aber nach dem begeisternden Erstling „Glennkill“ 2005 ist das für mich auch 2021 noch wie eben passiert. Danke, danke an die Neustrelitzer Hafenkante. Ein weiterer Schaf-Thriller, Leute, Ihr glaubt es nicht… Jubel!
Das zweite Fundstück des Tages stammt aus der wiederum geschlossenen Alten Kachelofenfabrik. Wir haben nämlich vorab noch eine Runde zu Fuß gedreht. Schließlich möchte man irgendwann die Residenzstadt auch mal wieder nicht mit Wahlgetöse verbinden. Und der Büchertempel öffnet erst um 14 Uhr.
Am Sandberg jedenfalls gelang das Bild unten. Wir wissen ja nicht, wie der wolkenverhangene Grautiger heißt, aber seine Aufgabe, das Kulturhaus auch in der Pandemie zu hüten, nimmt er offenbar ernst (Türscheibe, zweite Reihe von unten, zweites Feld von rechts). Hier noch mal der Hinweis auf einen Live-Stream aus der eben fertiggewordenen Fabrik-Scheune am 1. Mai.
Ich habe sicherheitshalber noch mal bei den Freunden des Buches nachgefragt, es bleibt bei der guten Nachricht: Die Neustrelitzer Antiquariate im Speicher, Am Stadthafen 17 öffnen nach der langen Winterpause am kommenden Dienstag, 20. April, wieder ihre Pforten. Es gelten die regulären Öffnungszeiten: dienstags bis sonnabends von 14 bis 18 Uhr, im Juli und August von 12 bis 18 Uhr. In der neuen Saison sind Gemälde der Neustrelitzer Restauratorin und Malerin Anke Fabian an den Wänden der Galerie zu bewundern – und zu erwerben.
Die Mittwochsveranstaltungen (meist am ersten Mittwoch des Monats um 19 Uhr) stehen diesmal unter der Überschrift „Krimi und Spannung“. Der geplante Auftakt am Mittwoch, 5. Mai, 19 Uhr, mit Stephan Rätsch muss wegen des erneuerten Lockdowns allerdings ausfallen. Für Juni sind zwei Veranstaltungen geplant. Am Mittwoch, 2. Juni, 19 Uhr liest der Neustrelitzer Autor Roger Kunert aus der Erzählung „Leib Weihnachtskuchen und sein Kind“ von Karl Emil Franzos. Als Highlight der Saison folgt am Sonnabend, 5. Juni, 18 Uhr, ein zweiter Eisler-Kreisler-Liederabend mit der Pianistin Anita Keller, Dozentin an der Berliner Hochschule für Musik Hans Eisler, und Ramin Varzandeh, Tenor im Opernchor des Landestheaters Neustrelitz.
Alle Veranstaltungen sind von den jeweils gültigen Corona-Regeln abhängig; Eintritt frei, Spenden erbeten.