Die Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft (MVVG) erhöht ab dem kommenden Jahr die Fahrpreise. „Wir konnten sieben Jahre lang unsere Tarife stabil halten“, sagt Geschäftsführer Torsten Grahn. „Jetzt müssen wir jedoch aus betriebswirtschaftlichen Gründen nachziehen. Nicht nur die anstehenden Tarifverhandlungen für unsere Beschäftigten, sondern viele weitere Faktoren machen die Anpassung der Fahrpreise ab 2020 für uns leider unumgänglich“, so der Geschäftsführer. Davon betroffen sind der Omnibus-Regionalverkehr, der Fährverkehr und die Stadtverkehre. Die Erhöhung beträgt durchschnittlich vier Prozent und für Ausbildungstickets 2,5 Prozent.
Es gibt aberauch erfreuliche Nachrichten: Das Schülerfreizeitticket wird von 19,90 Euro auf 14,90 gesenkt, und die ermäßigten Tickets für Auszubildende gelten künftig auch für Studenten.
Mit Trillerpfeifen und Transparenten zogen die Bürgeraktivisten vor das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierungin Schwerin. Fotos: BI Mirow
Zum Jahresausklang hat die Bürgerinitiative Umgehungsstraße Mirow noch einmal kräftig Flagge gezeigt. Zunächst nutzte sie am vergangenen Mittwoch eine Einladung des Landtagsabgeordneten Torsten Koplin (DIE LINKE), um mit Transparenten und Trillerpfeifen in Schwerin vor dem Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung auf ihr Anliegen und die katastrophale Situation in Mirow aufmerksam zu machen. Ein Reisebus hatte Mitglieder und Unterstützer in die Landeshauptstadt gebracht, natürlich wurde auch der Landtag besichtigt.
Eine kleine Weihnachtsdemo in Mirow auf der Ortsdurchfahrt der B 198 schloss sich am Donnerstagabend an. Die Bürgeraktivisten ließen sich nebenbei Stollen und Glühwein schmecken. Im kommenden Jahr begeht die Bürgerinitiative ihr zehnjähriges Bestehen und wird, wie Strelitzius erfuhr, wieder für die eine oder andere Überraschung sorgen. Einstweilen wünscht die BI allen treuen Begleitern ein besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Glühwein und Stolle zum Jahresausklang auf der B 198.
Als einen „guten Start für das neue Jahr“ hat Bürgermeister Henry Tesch (CDU) das „1. Mirower Gespräch“ zu Fragen der Mobilität im ländlichen Raum am Mittwoch bezeichnet. An der Tagung im Unteren Schloss hatten rund 40 Akteure aus der Region teilgenommen, die laut Tesch gegenüber Strelitzius „einen grandiosen Querschnitt“ repräsentierten. Schwerpunkt des Gespräches war es, sich mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Entwicklung der regionalen Bahnstrecken im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und die damit verbundenen Umweltaspekte auszutauschen. Dabei wurden von Experten auch innovative Ansätze zum Schienenverkehr vorgetragen.
Henry Tesch eröffnet das „1. Mirower Gespräch“.
Im Vordergrund stand die Zukunft der Mecklenburgischen Kleinseenbahn, die vom Land chronisch unterfinanziert ist. In dieser Frage hatten die Landtagsabgeordneten Vincent Kokert (CDU), Andreas Butzki (SPD) und Torsten Koplin (DIE LINKE) in Grußadressen ihre Unterstützung signalisiert. „Wir denken aber weiter, tief in den Raum hinein, bis nach Berlin-Brandenburg, und ich bin sehr froh, dass so viele Enthusiasten zusammengekommen sind“, betonte der Bürgermeister und gemeinsam mit dem Landkreis Initiator. Das nächste „Mirower Gespräch“ zur Mobilität wird es am 4. März geben.
Mit der Wahl der Tagungsstätte Unteres Schloss wurde der Feudalbau, den die Kommune nicht mehr um jeden Preis verkaufen will, aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Die Revitalisierung hatte Symbolkraft und ist bei den Gesprächsteilnehmern nach Einschätzung von Tesch richtig gut angekommen. Viele fleißige Helfer hatten bei der Vorbereitung der früheren Schulaula als Konferenzraum geholfen. Seit dem 1. Dezember ist das Untere Schloss auch in allen seinen Räumen beleuchtet, um mehr Aufmerksamkeit für das historisch wertvolle Gebäude herzustellen.
Auf Antrag der Fraktion GRÜNE/SPD befasst sich die Mirower Stadtvertretung in ihrer Sitzung am kommenden Dienstag mit Tempo 30 in Diemitz. Der Dorfverein hatte sich dafür ausgesprochen, vor allem wegen der wieder zahlreicheren kleinen Kinder im Dorf.
„Aber auch verträumte Touristen und angeheiterte Restaurantbesucher gehören zu den Schutzbedürftigen“, merkt der Verein launig an. Die Sitzung ist öffentlich.
Robert Grzesko (grüne Jacke) erwartet in Sachen E-Mobilität diesmal Kommunalvertreter im Leea, wo das Kompetenzzentrum seinen Sitz hat.
Über Elektromobilität wird heiß diskutiert. Auf die Frage, welchen Vorteil Kommunen aus der Elektromobilität ziehen können, gibt es Antworten am 2. Dezember im Landeszentrum für erneuerbare Energien MV (Leea) in Neustrelitz. Das Kompetenzzentrum Elektromobilität Mecklenburg-Vorpommern lädt gemeinsam mit dem Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte Vertreter der Kommunen zur Infoveranstaltung.
Projektleiter des Kompetenzzentrums Robert Grzesko zeigt den Vertretern der Kommunen die Vorteile und die Möglichkeiten auf, die durch die neuen Entwicklungen der Technik, aber auch der Fördermöglichkeiten insbesondere für Kommunen entstehen und liefert Anstöße zur Umsetzung. Durch die Umstellung auf Elektromobilität mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur rücken die zu erreichenden Klimaziele des Bundes näher. Dass dies mit einem überschaubaren Aufwand in die Praxis umgesetzt werden kann, wird auf dieser Informationsveranstaltung deutlich. Im Anschluss stehen die Experten für individuelle Fragen zur Verfügung.
Interessierte Vertreter der Kommunen können sich anmelden
unter www.emevo.de.
Neben dem Säulenblitzer in der Woldegker Chaussee (hier im Bild) in Neustrelitz steht nun auch ein solches Gerät an der B 96 Umgehungsstraße der Residenzstadt.
Ein neuer stationärer Blitzer ist an der B 96 Umgehungsstraße in Neustrelitz in Betrieb genommen worden. Es handelt sich um eine mit Elektronik ausgestattete Säule, die in beide Richtungen Geschwindigkeiten messen kann.
Wie das Ordnungsamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte mitteilt, wird die Säule gemietet. Sie ist an die Stelle des alten „Starkastens“ kurz vor dem Leea aus Richtung Neubrandenburg gesetzt worden. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gibt es 19 stationäre Blitzer, davon sind fünf Säulen.
Stammtisch in der Kachelofenfabrik, links Bürgermeister Andreas Grund. Foto: F. Fiß
Beim Stammtisch der GRÜNEN zur Fahrrad-Mobilität in Neustrelitz ist die Möglichkeit der Querung der Innenstadt über den Markt bemängelt worden. Denkmalpflege und Alltagsleben stehen im Herzen der Residenzstadt offensichtlich hier und da im Widerspruch, heißt es im Fazit zu der Veranstaltung in der Alten Kachelofenfabrik. 13 Teilnehmer, darunter Bürgermeister Andreas Grund, waren der Einladung des bündnisgrünen Ortsverbandes zum Stammtisch gefolgt.
Der Markt war zuvor bereits bei FUSS e.V. hinsichtlich seiner fehlenden Fußgängerqualität in die Kritik geraten. Der Fachverband für den Fußverkehr in Deutschland hatte vorgeschlagen, den Markt als verkehrsberuhigten Bereich zu kennzeichnen, eine aus Sicht der Aktivisten relativ unkomplizierte Maßnahme, durch die alle Verkehrsteilnehmer vermehrt zu gegenseitiger Rücksichtnahme angehalten werden würden. Diese Position wurde auch am Stammtisch geteilt.
Über Elektromobilität wird heiß diskutiert. Dabei stellt sich auch die Frage, welche Anforderungen an die Ladeinfrastruktur gestellt werden und wie die Prognosen zum Hochlauf der E-Mobilität in unserem Land aussehen. Kann der Tourismus von der Elektromobilität profitieren? Eröffnen sich daraus neue Möglichkeiten für eine effiziente und kostengünstige Mobilität? Das am Leea in Neustrelitz angesiedete Kompetenzzentrum Elektromobilität Mecklenburg-Vorpommern lädt am Dienstag, den 26. November, insbesondere die Touristiker, aber auch alle interessierten Bürger ein, diese und weitere Fragen gemeinsam zu diskutieren. Die Veranstaltung findet von 9 bis 15 Uhr im Landeszentrum für erneuerbare Energien M-V in Neustrelitz statt.
Mit dem symbolischen ersten Spatenstich beginnen am Montag, 18. November, die umfassenden Sanierungsarbeiten an der Regionalschule Nord in Neubrandenburg. Dazu wird Bildungsministerin Bettina Martin an der Einrichtung erwartet. Mit Hilfe von Städtebaufördermitteln im Rahmen des Programms „Die Soziale Stadt“ werden 9,3 Millionen Euro investiert. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 24 Monate dauern, so dass im 4. Quartal 2021 Schüler und Lehrer wieder einziehen können.
Mit der Regionalschule Nord werden Kapazitäten für die schulische Versorgung der Stadtgebiete Vogelviertel, Reitbahnviertel, Industrieviertel und Datzeberg geschaffen. Am Schulcampus Nord in der Traberallee wurden bereits die Turnhalle mit rund 2,7 Millionen Euro und die Grundschule Nord mit rund fünf Millionen Euro saniert und zur Nutzung übergeben.
Weberglockenmarkt: Eingeschränkter Verkehr in der Innenstadt
Im Zusammenhang mit der Durchführung des Weberglockenmarktes kommt es vom 19. November 8 Uhr bis zum 23. Dezember, 20 Uhr, zu Verkehrsraumeinschränkungen im Bereich der Neubrandenburger Innenstadt. So wird im vorgenannten Zeitraum die Stargarder Straße zwischen Neutorstraße und Badstüberstraße voll gesperrt. Für die Dauer der Sperrung wird eine Umleitung über die Glinekestraße – Darrenstraße – Krämerstraße – Dümperstraße und Großer Wollweberstraße ausgewiesen.
Aus Gründen der Sicherheit wird für die Auf- und Abbauarbeiten sowie während der Dauer des Weberglockenmarktes außerdem vom 15. November bis zum 24. Dezember das Radfahren im Bereich der Fußgängerzonen Turmstraße, Marktplatz und Treptower Straße untersagt. Des Weiteren werden zur Gewährleistung der Durchfahrt für den Weihnachtsbaumtransport am 26. November in der Zeit von 8 bis 14 Uhr Stellflächen im Bereich der Markgrafen-, Friedländer- und Herbordstraße gesperrt.
Im Rahmen der Verkehrszählung am Zartwitzer Kreuz im Müritz-Nationalpark liegen die Ergebnisse für die vier Zähltage aus dem Jahr 2019 vor: Im Durchschnitt wurden 154 Kraftfahrzeuge und 185 Radfahrer gezählt. „Die Zahlen stellen unter Beweis, dass sich der Müritz-Nationalpark seit Gründung als Urlaubs-und Erholungsort für Radtouristen entwickelt hat und diese Mobilitätsform im Schutzgebiet an vielen Zählorten deutlich überwiegt“, so Martin Kaiser, Verkehrsexperte beim Nationalparkamt Müritz.
Vergleicht man die aktuellen Zählergebnisse mit den Ergebnissen der vergangenen 22 Jahre (im Mittel 225 Kraftfahrzeuge), lässt sich ein eindeutiger Trend erkennen. Die motorisierten Verkehrsteilnehmer im Nationalpark sind rückläufig. An diesem positiven Ergebnis haben die Beschilderung, das „Müritz Rundum Angebot“ sowie die Errichtung der Schrankenanlagen entscheidenden Anteil. Gleichzeitig hat sich die Zahl der erfassten Radfahrer am Zartwitzer Kreuz über die Jahre erhöht. So waren 2019 an den vier Zähltagen im Durchschnitt 185 Radler unterwegs, hier beträgt der langjährige Durchschnitt 137 Fahrräder.
Des Weiteren hat das Nationalparkamt Müritz im März 2019 eine automatische Zählanlage am Ortsausgang Speck errichtet. Die täglichen Durchschnittswerte von März bis Oktober betragen 213 Radfahrer und nur 110 Kraftfahrzeuge.