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Ein Kamerateam des ZDF dreht am Carolinum beim Corona-Testen.

Mehr als 95 Prozent der Schüler der 11. Klassen, die heute ans Neustrelitzer Gymnasium Carolinum zurückgekehrt sind, haben die in Deutschland so ziemlich einzigartige Möglichkeit an ihrer Schule genutzt, sich auf Corona-testen zu lassen. Sie folgen damit dem Beispiel der Lehrer und Zwölftklässler.

„Ein grandioses Ergebnis“, freute sich Schulleiter Henry Tesch im Gespräch mit Strelitzius über das Tagesergebnis. „Testen, testen, testen“, das sei der Schlüssel, um möglichst schnell wieder zu normalen Unterrichtsverhältnissen zurückkehren zu können. Schüler räumlich zu trennen, um Abstand zu wahren, stoße auch wegen der angespannten Lehrersituation an seine Grenzen. Schon der Abiturauftakt morgen am Carolinum sei mit einem enormen Aufwand verbunden. Neben der Aula müssen die Teilnehmer auf neun weitere Klassenzimmer verteilt werden, um die Bestimmungen einzuhalten. Ein ganzes Schuljahr unter diesen Bedingungen, kaum vorstellbar.

Am Carolinum wird jetzt zwei Mal wöchentlich getestet, begleitet vom Biotechnologie-Unternehmen Centogene in Rostock als Sponsor (Strelitzius berichtete). Tesch schließt nicht aus, dass das Neustrelitzer Modell wissenschaftlich begleitet beispielgebend auch für andere Bundesländer sei, die ja viel stärker vom Virus befallen sind als Mecklenburg-Vorpommern. Natürlich stehe und falle alles mit der Finanzierbarkeit.

Das Geschehen in Neustrelitz wird nicht nur von der Landesregierung in Schwerin aufmerksam verfolgt. Heute hat ein Kamera-Team des ZDF vom „Heute-Journal“ am Carolinum gedreht, der Beitrag soll morgen um 12 Uhr erstmals ausgestrahlt werden. Auch die New York Times wird einen Artikel über das Experiment am Neustrelitzer Gymnasium veröffentlichen.

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