Die Hafengalerie Neustrelitz erwacht aus der Winterpause. „Wir beginnen mit dem schon fast traditionellen Frühlingsmarkt und stimmen uns damit gleichzeitig auf das erste Fest in diesem Jahr, auf Ostern ein. Der Markt mit den Kunsthandwerkern findet schon kommendes Wochenende statt“, erfahre ich von Galeristin Gertrud Johannes.
Anlässlich des 1. Jahrestages der russischen Aggression gegen die Ukraine hat sich einmal mehr Gerhard Schneider aus Krümmel zu Wort gemeldet. „Ich bin zerrissen und erschreckt, was da um mich vorgeht“, schreibt mir der Künstler zu einem Bild von ihm. Hier die Gedanken meines Blogfreundes:
Ein Jahr Russlands Aggression in der Ukraine. Für Russland eine Spezialoperation. Für die Ukraine ein Krieg auf Leben und Tod. Für den Westen der Tanz auf dem Seil. Trotz einer UNO-Resolution mit 141 Stimmen gegen Russland sehen es zahlreiche Staaten nur als eine Auseinandersetzung Russlands mit der massiv vom Westen unterstützten Ukraine. Der Westen ist nicht im Krieg mit Russland, lese, höre ich täglich. Ununterbrochen strömen westliche Waffen und Munition in die Ukraine. Täglich sterben Menschen in dreistelliger Zahl im Kampf oder bei Terrorangriffen auf die Bevölkerung.
Die EU und die USA beschließen fast im Monatstakt Sanktionen gegen Russland auf allen Gebieten. Die europäische Energieversorgung, bisher fast hauptsächlich von Russland abhängig, wird total umgestellt. Klimafragen spielen kaum eine Rolle.
Schreckensbilder erreichen uns täglich. Der Aggressor und die Ukraine sind siegesgewiss. Nur ein vollständiger Sieg des einen oder des anderen bringt den Frieden… Verhandeln nur, wenn der andere am Boden liegt und zu den Bedingungen des Siegers. Das ist das Ergebnis des ersten Jahres.
Ich lese in der Zeitung die Aussage von Experten, dieser Krieg wird noch bis 2030 gehen. Welch ein Glück, es sind nicht mehr ganz acht Jahre. Während eines Seminars meinte ein Seminarteilnehmer: „… und wenn es noch Hunderttausende sind, die sterben werden, für die Freiheit ist es das wert.“ Mir wurde schlecht. Ich bin eben ein naives Weichei, habe Angst vor dem Krieg. Habe Angst, dass „mein Wohlstand“ unter dem Krieg leidet. Gehöre zu den Lumpenpazifisten und zur Friedensmeute. Bin für Verhandlungen.
Auf meinem Bild leidet die Welt. Das Kind in der Krippe liegt am Boden, die Eltern (Maria und Josef), Ochs und Esel tot und die geblendeten Drei Weisen (Experten) werden von der Kriegstrommlerin geführt.
Ich bin zerrissen. Mich würde ernsthaft interessieren, wie andere Menschen diese Zeit erleben. Wenn ich einige Kommentare lese, dann erschrecke ich ob der Siegesgewissheit.
Martina Bogedein war heute mit dem Kunstprojekt „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ zu Gast in der Berufsschule für Wirtschaft und Verwaltung auf dem Neubrandenburger Datzeberg. Bogedein ist Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Mecklenburgische Seenplatte-Süd und hat das von einer internationalen Kinder- und Jugendgruppe entwickelte Projekt nach Neubrandenburg geholt. „Damit ist die Vier-Tore-Stadt der erste Standort der Schilder in den neuen Bundesländern“, berichtet Bogedein.
Im Strudel des Alltags kann einem manchmal schon förmlich „schwindelig“ werden – bei den unzähligen Gedanken, die uns ständig durch den Kopf gehen. Wir schmieden Pläne für die nächsten Tage, Wochen und Monate und wundern uns, wie schnell die Zeit vergeht. Doch wo waren wir? Wo sind wir jetzt? In diesem Moment? Sind wir wirklich im Hier und Jetzt?
Zu einer kleinen besinnlichen Auszeit wird am kommenden Dienstag, den 14. Februar, bei entspannter Klaviermusik, einem anregendem, offenem Gespräch für mehr Achtsamkeit für jeden Tag sowie visueller, natürlicher Inspiration in die Galerie BilderStube in der Strelitzer Straße 9 in Neustrelitz eingeladen. Mit dabei von 16 bis 18 Uhr sind die Mentorin Petra Sommerfeld, die Naturfotografin Anja Puder und Galerist Mario Schlosser am Klavier. Die Fotoausstellung ist noch bis zum 4. März zu sehen.
IMPRESSIONEN sammeln hieß es am vergangenen Sonnabend in der Galerie Kunsterlebnis-Erlebniskunst & Stargarder Malschule in Burg Stargard für die Besucher bei der Eröffnung der gleichnamigen Ausstellung. Zehn Teilnehmer des Aquarellkurses unter Leitung der Malerin Heike Camp präsentierten ihre Arbeiten. In einer kurzen Einführungsrede erzählte ein Kursteilnehmer, wie er in Zeiten von Corona online zum Malen gekommen ist und was er an Techniken und Fertigkeiten im Kurs hinzugelernt hat. Auch das Miteinander an den Malabenden und das Teilen der Freude am gemeinsamen Hobby veranlasste alle zehn Teilnehmer zur Anmeldung bei einem nächsten Kurses im Herbst.
Heike Camp würdigte die Leistungen und sagte: „Ich bin stolz auf jeden Einzelnen und die entstandenen Arbeiten.“ Musikalisch begleitete Louis Schenk mit seiner Gitarre und zauberhaften Klängen durch den Nachmittag. Es war ein gelungener, dankenswerter Ausstellungsauftakt in diesem Jahr. Bis Ende Februar können sich Besucher noch beim Betrachten der Arbeiten inspirieren lassen.
Der nächste Aquarellmalkurs mit der Malerin Heike Camp beginnt am 1. März. Zwei Plätze sind auf Grund einer Stornierung heute noch kurzfristig zu haben. Der Kurs findet jeweils mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr statt. Anmeldung und genauere Informationen unter 039603 350637.
Nils Bayer, Werner Freygang, Benjamin Grohs, Silvia von Kaufmann, Christoph von Kaufmann, Gunter Bernhardt (von links).
Mitglieder aus dem GRÜNEN Ortsverband und der Fraktion in der Neubrandenburger Stadtvertretung haben sich zusammengetan, um Spenden für die „Lange Bank“ zu sammeln. Am Donnerstag, den 24. November, konnte der Spendenscheck über 550 Euro durch Nils Bayer (sachkundiger Einwohner im Kulturausschuss), Ratsherr Werner Freygang und Benjamin Grohs (Sprecher des GRÜNEN Ortsverbandes) an den Vorstand des Freundeskreises der Kunstsammlung Neubrandenburg übergeben werden.
Die im Jahr 2000 eingeweihte „Lange Bank“ gehört zu den beliebtesten und bekanntesten Kunstwerken Neubrandenburgs. Am Ufer des Tollensesees hat sie schon so manchen zum Verweilen eingeladen. Doch im Sommer letzten Jahres zerbrach das von Gerd Frick erschaffene hölzerne Kunstwerk. Übrig blieb nur der massive Stein, an dem ein langer Balken befestigt war, auf dem bis zu 15 Menschen Platz nehmen konnten. „Die Lange Bank fehlt mir schon sehr“, sagte Ratsherr Prof. Dr. Werner Freigang bei der Übergabe des Schecks.
Theater- und Tanzgruppe Ethno Contemporary Ballet. Foto: I. Korotych
Am kommenden Sonnabend, den 5. November, präsentiert sich die Rheinsberger Kulturszene bereits zum 25. Mal zur Langen Nacht der Künste. Das Schlosstheater ist in diesem Jahr gleich mit drei Veranstaltungen beteiligt, darunter die Eröffnung und das Abschlusskonzert.
Das Ethno Contemporary Ballet, erster Gast im Rahmen des Rheinsberger Residenzprogramms „Residency for Refugees“, eröffnet um 16 Uhr unter dem Titel „Fruchtbarkeit | Ritus, der Fülle bringt“ tänzerisch die Lange Nacht der Künste im Schlosstheater. Das aus Charkiw (Ukraine) stammende Theater- und Tanztrio wird anstelle des ursprünglich angekündigten Bläserensembles den Auftakt des Abends gestalten.
Im Anschluss begeistert das Ensemble La Risonanza um 20 Uhr mit italienischen Klängen des Frühbarock: Gute-Laune-Musik, versprochen! Zum Abschluss des Abends bringt die Bigband der Kreismusikschule Ostprignitz-Ruppin unter Leitung von Harald Bölk das Schlosstheater zum Grooven.
Da die letzte Ausstellung dieses Jahres wegen des Wassereinbruchs in der Hafengalerie Neustrelitz (Strelitzius berichtete) verspätet beginnen konnte, wird es noch zum Ende der Ausstellungssaison einen kleinen festlichen Abschluss geben. Am Sonntag, 30. Oktober, findet eine Finissage statt, Beginn ist um 14.30 Uhr. Die Galerie öffnet schon, wie üblich, um 14 Uhr.
Selbstverständlich ist auch der Künstler Mario Boecker anwesend. Alle Besucher können sich noch einmal davon überzeugen, „Malen macht Spaß“, der Titel der Bilderausstellung.
In der Hafengalerie wird es auch den inzwischen traditionellen Voradventsmarkt geben, wie mir Galeristin Gertrud Johannes mitteilt. An den Wochenenden 5. und 6. sowie 12. und 13. November jeweils von 13 bis 18 Uhr findet er statt.
Undine Haase (links) und Sabine K. Lauffer enthüllen die Büste.
Abschließender und krönender Höhepunkt des Jubiläumsjahres in Ankershagen anlässlich des 200. Geburtstages Heinrich Schliemanns war heute die feierliche Enthüllung einer Bronzebüste des weltbekannten Troja-Ausgräbers (Strelitzius berichtete). Die Präsentation fand öffentlich und zudem im Rahmen des 12. Internationalen Kolloquiums statt, veranstaltet von der Heinrich-Schliemann-Gesellschaft e.V., dem Schliemann-Museum Ankershagen und dem Heinrich-Schliemann-Institut der Universität Rostock.