Am kommenden Sonntag, den 13. September, wird landesweit der Tag des offenen Denkmals veranstaltet. Auch in diesem schwierigen Jahr sind alle Interessierten eingeladen, die Luisen-Gedenkstätte im Schloss Hohenzieritz zu besuchen.
Wie gewohnt ist der Eintritt an diesem Sonntag für alle Besucher kostenlos. Sonderführungen und Aktionen können in diesem Jahr aufgrund der derzeitigen Lage leider nicht angeboten werden. Auch muss bei hohem Besucherandrang zwischenzeitlich mit Wartezeiten gerechnet werden, da sich nur eine bestimmte Anzahl an Personen gleichzeitig in den Räumen der Gedenkstätte aufhalten darf.
Der Tag des offenen Denkmals findet 2020 zum ersten Mal auch digital statt. Weitere Informationen dazu unter
Aufbau der Glasarche vor dem Müritzeum in Waren. Foto: Armin Liese/NPA Müritz
Gestern hat die Glasarche auf dem Vorplatz des Müritzeums in Waren „geankert“. Die Glasarche ist ein Symbol für Artenvielfalt, Wasser, Zerbrechlichkeit sowie das Zusammenspiel von Mensch und Natur. Spannende und sehr aktuelle Themen ranken sich um dieses tolle Kunstwerk.
Die Glasarche 3 ist ein Projekt des Landschaftspflegevereins Mittleres Elstertal (Sachsen-Anhalt). Anlässlich des 30. Jahrestages der Gründung der meisten Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks in Ostdeutschland reist das Kunstensemble durch Mecklenburg-Vorpommern. Ab dem 12. Mai war sie zunächst im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft am Hafen Born a. Darß. Am 30. Juni wechselte sie nach Boizenburg ins UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe MV und nun nach Waren in den Müritz-Nationalpark, bevor sie am 5. Oktober das Land wieder verlässt.
Das Kunstensemble besteht aus einem fünf Meter langen gläsernen Kahn, der in einer riesigen Hand aus Eichenholz ruht. Es symbolisiert die Zerbrechlichkeit der Natur, obwohl sie so imposant groß ist. Wir haben es sinnbildlich in der Hand, sie trotz ihrer Zerbrechlichkeit zu bewahren.
Noch bis zum 31. Mai können Gebote für das in der Parkstraße 9 in Neustrelitz gelegene ehemalige Großherzogliche Palais mit Parkanlage (Strelitzius berichtete) beim Finanzministerium des Landes abgegeben werden. Das Grundstück mit einer Gesamtgröße von 10.369 Quadratmetern ist bebaut mit einem denkmalgeschützten Palaisgebäude mit einer Gesamtnutzfläche von ca. 1.800 Quadratmetern. Die ebenfalls denkmalgeschützte Parkanlage umfasst 5.940 Quadratmeter.
Die Interessenten werden aufgefordert, mit Abgabe ihres Gebotes die beabsichtigte künftige Nutzung konzeptionell darzustellen und Angaben zum Realisierungszeitraum einschließlich Vorhabenträger zu machen.
Aufregende neue Bilder von der virtuellen Wiederauferstehung des Neustrelitzer Residenzschlosses hat mir mein Blogpartner Hoger Wilfarth vom Neustrelitzer Büro für Nachhaltigkeit geschickt. Der Residenzschlossverein Neustrelitz, dessen Mitglied mein Blogfreund ist, konnte sich wie berichtet über unverhoffte Spenden freuen, die das ambitionierte Projekt gehörig vorangebracht haben.
Hier zu sehen sind neu die Theater- (oben) und die Stadtfassade (ganz unten). Dazwischen ist das Schloss in der bereits vorher fertiggestellten Schlossgarten-Ansicht zu bewundern. Noch nicht fertig digital rekonstruiert bleibt die Tiergartenseite des Feudalbaus.
Es geht momentan Schlag auf Schlag: Zu später Stunde noch eine gute Nachricht zum Thema Digitalisierung des Neustrelitzer Residenzschlosses. Der selbe Sponsor, der das nötige Geld für die virtuelle Vollendung der Stadtfassade des Feudalbaus zur Verfügung stellt (Strelitzius berichtete), hat sich am Abend entschlossen, auch noch die Vollendung der Fassade auf der Theaterseite zu finanzieren.
Zugleich haben sich der Neustrelitzer Bäckermeister Lange und seine Frau dazu durchgerungen, ihren Familiennnamen im Zusammenhang mit der Zuwendung zu veröffentlichen. Wie Strelitzius vom Residenzschlossverein Neustrelitz erfuhr, hoffen die großzügigen Eheleute, mit ihrem Beispiel weitere Spender zu motivieren. Den Langes liege das Projekt, wie das Schloss insgesamt, sehr am Herzen.
Zumindest einer virtuellen Drei-Seiten-Präsentation des früheren Neustrelitzer Schlosses auf der Weltausstellung in Dubai steht nun nichts mehr im Weg. Noch nicht digital rekonstruiert bleibt die Tiergartenseite des Feudalbaus.
Während die Parkfassade (links) des Residenzschlosses und in Kürze auch die Stadtfassade komplett digitalisiert sind, fehlt an der Fassade zum Theater hin, wie hier zu sehen ist, noch eine Ecke. Das sollte doch zu schaffen sein. Foto: Holger Wilfarth/Residenzschlossverein Neustrelitz
Kaum zu glauben, aber manche Dinge regeln sich fast im Handumdrehen. Eben habe ich in meinem Blog darüber berichtet, dass es im Vorfeld der Weltausstellung in Dubai noch Spendenbedarf bei der digitalen Wiederauferstehung des Neustrelitzer Residenzschlosses gibt, da hat sich auch schon ein großzügiger Neustrelitzer Unternehmer gefunden, der das fehlende Geld für die Rekonstruktion der Stadtfassade zuschießt. Der Gönner will nicht genannt werden, die Freude jedenfalls bei Holger Wilfarth vom Büro für Nachhaltigkeit in Neustrelitz und beim Residenzschlossverein, die das Projekt vorantreiben, ist riesig.
Nachdem nun Stadtfassade und Parkfassade komplett gezeigt werden können, haben sich die Schlossfreunde ein neues Ziel gesetzt. Vielleicht gelingt es auch noch, die Fassade auf der Theaterseite rechtzeitig in Gänze digital darzustellen. Dazu werden noch einmal rund 2000 Euro an Spendenmitteln gebraucht. Hier die Kontoverbindung:
Ab Mitte Mai wird eine Arbeitsgruppe im Land die MV-Präsentation im deutschen Pavillon auf der Weltausstellung in Dubai im Winter 2021 vorbereiten. Für Holger Wilfarth vom Büro für Nachhaltigkeit in Neustrelitz, den Residenzschlossverein und alle weiteren Mitstreiter bleibt also nur noch ein gutes Vierteljahr, um die digitale Auferstehung des früheren Neustrelitzer Schlosses zu einem vorzeigbaren Zwischenstand zu bringen, der sich in einem Film wiederfinden soll.
Darin sollen Park- und Stadtfassade des Feudalbaus komplett zu sehen sein. Eben haben mich die neuesten Bilder erreicht. Parkseitig kann ein Erledigthaken gesetzt werden, stadtseitig ist noch ein bisschen zu tun. Das heißt, dass weiterer Spendenbedarf besteht. „Wir benötigen noch rund 2500 Euro, um die Stadtfassade komplett rekonstruiert zeigen zu können“, so Wilfarth gegenüber Strelitzius.
Neben den schönen Bildern habe ich heute auch ein erschütterndes Foto aus meinem Mailkasten gefischt. Es zeigt das 1945 gebrandschatzte Neustrelitzer Residenzschloss. Mein Leser Martin Henze hat es in einem Album von Dr. Rudolf Kadgien entdeckt.
Die Stadtvertretung Neustrelitz hat auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend beschlossen, die sowjetische Soldatenskulptur, die früher den Marktplatz dominierte und zwischenzeitlich eingelagert wurde, als Dauerleihgabe an den Domjüchverein zu geben. „Damit kann endlich eine angemessene Aufstellung dieser Figur erfolgen“, sagte Stadtpräsident Ernst-August von der Wense gegenüber Strelitzius. „Hier wird weder eine Figur der Stadtgeschichte geleugnet, noch unwürdig mit ihr umgegangen. Diese Entscheidung wird allen Befindlichkeiten am ehesten gerecht, ohne jemandem zu brüskieren.“
Der Verein wird auf dem Gelände, auf dem die sowjetischen Streitkräfte eine Kaserne hatten, die Figur zeigen und eine Erklärung dazustellen.
Die Verlegung eines Erdkabels in die Jahn-Kapelle in Klein Vielen ist abgeschlossen. Damit hat die Kapelle einen festen und sicheren Stromanschluss, der vom Förderverein Jahn-Kapelle Klein Vielen e.V. durch Einwerbung von Spenden finanziert werden konnte. Mitglieder des Klein Vielen e.V. und des Fördervereins beteiligten sich an vorbereitenden Arbeiten, wie von den Vereinen berichtet wird.
Ein Stromkabel war zu Beginn der Restaurierungsarbeiten vor mehr als zwei Jahren von Freiwilligen aus der Gemeinde und Mitgliedern des Klein Vielen e. V. sowie des Fördervereins Jahn-Kapelle e. V. aus dem alten Park von Baum zu Baum und Ast zu Ast bis zur Kapelle verlegt worden. Nun ist es von den Helfern auch wieder von den Bäumen heruntergeholt worden, damit danach eine Neustrelitzer Firma den etwa 300 Meter langen Leitungsgraben ausbaggern und das Kabel fachgerecht verlegen konnte.
Zukünftig werden die Handwerker ihren Baustrom an der Kapelle nutzen können, ohne befürchten zu müssen, dass durch irgendwelche nötigen Arbeiten im Umfeld der Kapelle die Zuleitung beschädigt wird. Genau das war im letzten Jahr geschehen, als ein Baggerfahrer den Weg des Kabels kreuzte und es unabsichtlich durchtrennte, weil er es in den belaubten Bäumen nicht sehen konnte.
Mit einer Themenwoche vom 21. bis 24. Oktober soll unter dem Motto
„Zeit im Umbruch – Erinnerung an die friedliche Revolution von
1989“ in Neubrandenburg mit teilweise retrospektiven Rückschauen
zum Ereignis selbst, Betrachtungen der Entwicklung der Stadt in den
Jahren zwischen 1989 und 2019 und Auseinandersetzungen mit
Zukunftsthemen gedacht werden.
21.10.2019, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung „INNENSTADT IM WANDEL – Neubrandenburgs Zentrum in den letzten 30 Jahren“ 1989 – 2019 – Veränderungen im Stadtbild seit der Wende/ Rückschau auf die Stadtentwicklung im Stadtarchiv
Eine Auswahl von Fotos und Dokumenten des Stadtarchivs soll die städtebaulichen Veränderungen seit 1989 veranschaulichen. Insbesondere dokumentarisch die Fort- und Rückschritte der Stadtentwicklung kritisch hinterfragen. Ein Blick zurück und der Vergleich zu heute wird interessant für viele Einwohner der Stadt. Die Ausstellung kann bis zum 31.12.2019 besichtigt werden.
22.10.2019, 19 Uhr
Speed-Debating – „Neubrandenburg spricht“ in der Kirche St. Michael
Unter dem Motto: „Neubrandenburg spricht“ sollen politisch konträre
Menschen während einer Diskussionsrunde zusammenkommen. Dabei
agieren die Besucher in jedem Fall aktiv. Ziel dieses
Gedankenaustauschs (Speed-Debating) soll es sein,
generationsübergreifend Bürger zusammenzuführen, Vorurteile
abzubauen und Toleranz zu üben. Dabei soll es nicht ausschließlich
um die Ereignisse im Herbst vor 30 Jahren gehen, sondern politische
und persönliche Entwicklungen und deren Auswirkungen von damals bis
in unsere heutige Zeit, werden ebenfalls thematisiert.
23.10.2019, 17 Uhr
„Zwischen uns die Mauer“ – Filmabend in der Kinokirche Latücht
Dr. Sabine Bergmann-Pohl, die Präsidentin der letzten Volkskammer
der DDR vor der Wiedervereinigung, wird als Gast und
Gesprächspartnerin erwartet. Anschließend gibt es den Film
„Zwischen uns die Mauer“. Der Film ist eine deutsch-deutsche
Lovestory in der Regie von Norbert Lechner und basiert auf einem
Roman von Katja Hildebrand (nach wahren Begebenheiten). Er spielt
zwischen 1986 und 1989. Die 17jährige Anna aus Westdeutschland
fährt mit einer Jugendgruppe in die DDR und verleibt sich in den
Pfarrerssohn Philipp. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Der Film
spart die perfiden Methoden der DDR-Sicherheitsorgane im Bemühen,
die Liebenden aus Ost und West nicht zueinander zu lassen, nicht
aus, aber letztlich ist die Grenze offen und sie kommen zueinander.
D. h., der Film hat ein Happy End. Einlass ist ab 16:00 Uhr. Der
Eintritt ist frei.
24.10.2019, 14 Uhr
Einweihung der Stele „Friedliche Revolution von 1989“ vor dem Rathaus
Mit dem Platz vor dem Rathaus haben sich die Stadtvertreter
Neubrandenburgs mehrheitlich dafür entschieden, einen dauerhaften
Ort der Erinnerung zu schaffen und sind damit einer Idee von
Oberbürgermeister Silvio Witt gefolgt.
24.10.2019, 19 Uhr
Festveranstaltung im Güterbahnhof zur Erinnerung an die politische Wende 1989
Mit einer Festveranstaltung mit Podiumsbeiträgen von politischen
Aktivisten der Zeit von 1989, einer Präsentation von Bildmaterial
der Ereignisse in Neubrandenburg von 1989 und einer musikalischen
Präsentation sowie einer Festrede endet die Themenwoche.
Die Stadt Neubrandenburg hat für ein dezentrales Denkzeichen und
die geplante Themenwoche Zuwendungsbescheide von der Bundesstiftung
zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erhalten und von der
Landeszentrale für politische Bildung.