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Immer wieder hatten sich auch Landespolitiker bei den Demonstrationen in Mirow eingefunden. Hier im Vordergrund Vincent Kokert, Fraktionschef der CDU im Landtag.
In einem eindringlichen Appell hat sich Marian Lopuszanski, Sprecher der Bürgerinitiative für den Bau der Umgehungsstraße Mirow, an die Öffentlichkeit gewandt. Ich habe eben ein entsprechendes Flugblatt aus dem Briefkasten gezogen. Unter der Überschrift „Ausgebremst und fast erstickt“ fordert Lopuszanski die Bürgerschaft von Mirow zu einem „noch breiteren Aufbegehren“ auf. „Es ist von höchster Wichtigkeit, den Druck und den Protest bis zum Baubeginn massiv und wirkungsvoll aufrecht zu halten und auch durch die monatlichen Demos auf die Straße zu tragen“, so der Sprecher. Es sei nicht akzeptabel, dass ein Projekt dieser Größenordnung und Bedeutung an Verfahrensfehlern einer Behörde scheitere.
Das Projekt Umgehungsstraße Mirow ruht, seit ein Kläger aus Starsow Verfahrensfehler bei der Planung nachgewiesen ist. Baubeginn sollte eigentlich Ende 2015 sein. Lopuszanski befürchtet, dass sich die Umsetzung des von den Mirowern sehnsüchtig erwarteten Bauprojektes um Jahre verzögert. Auch habe der Kläger keinen Zweifel daran gelassen, den Bau weiter verhindern zu wollen. „Eine Sichtweise, bei der das Gemeinwohl einer ganzen Region mit katastrophalen Folgen für deren Entwicklung offenbar keine Rolle spielt“, kommentiert der Sprecher.
Als Kompromiss war für Starsow ein Lärmschutzwall – Kostenpunkt waren rund 600 000 Euro – angeboten worden (Strelitzius berichtete). Den hatte der Kläger abgelehnt. Der Vorschlag ist laut Marian Lopuszanski inzwischen vom Tisch.

