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Tagesarchiv 9. April 2017

Biergarten am Wesenberger Hafen plötzlich am Wald, oder was?

09 Sonntag Apr. 2017

Posted by Strelitzius in Gastronomie

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Schlagwörter

Mecklenburgische Kleinseenplatte, Stadtentwicklung, Wesenberg

Mit einem Scherz auf den Lippen haben Karin Krause und Uwe-Jens Bahrke am Wochenende ihre Biergarten am Wesenberger Hafen nach der Winterpause wiedereröffnet. Sie seien sich nicht mehr ganz sicher, ob ihr Ausschank noch am Wasser liege, oder doch eher am Wald, sagten sie Strelitzius, der seinen Sonntagsspaziergang mit der Holden hierher gelenkt hatte.

Hintergrund seien Nachrichten, wonach sich plötzlich und unerwartet die Forstbehörde für den Wildwuchs zuständig fühle, der die Woblitzstadt seit Jahrzehnten immer mehr von der Woblitz abschneidet und in Teilen weggenommen werden soll, um dem anerkannten Erholungsort das zurückzugeben, was er einst war: eine Stadt am Wasser (Strelitzius berichtete). Ohnehin sind die beiden Gastronomen skeptisch, was die ehrgeizigen Pläne der Kommune angeht. „Die Diskussionen dauern schon ewig, langsam verliert man den Glauben“, so Uwe-Jens Bahrke. „Wenn das Gestrüpp jetzt hier als Wald eingestuft wird, dürfte es noch komplizierter werden mit dem Ausbau des Hafens“, befürchtet auch seine Lebensgefährtin Karin Krause, die zugleich Hafenmeisterin ist.

Unterdessen hat das sympathische Paar seine ersten Gäste der neuen Saison bewirtet und pünktlich seine berühmte Erdbeerbowle kredenzt. Und was ist vegetarische Kartoffelsuppe? „Die bekommt ihren Geschmack ausschließlich durch die Kräuter, die wir verwenden“, erläutert der Chef. Wem das zu vegetarisch sei, dem könne er als Einlage eine Wildknacker empfehlen.

Geöffnet ist im Biergarten am Hafen täglich von 12 bis 21 Uhr, wobei sich die Wirtsleute vorbehalten, bei schlechtem Wetter jetzt noch geschlossen zu haben. Spätestens ab Mitte Mai spiele Petrus dann aber gar keine Rolle mehr bei ihnen.

Während den Biergartengästen durch das Gestrüpp der direkte Wasserblick verwehrt ist, gibt es den auf der Fischereihalbinsel im Café am Woblitzsee in Hülle und Fülle. Hier wird allerdings erst am 29. April die Saison eröffnet. Mit dem Segen von Fischer Dieter Bork, der heute den Malerpinsel schwang, hat sich Strelitzius schon immer einmal einen neuen Lieblingsplatz an der Wasserkante ausgesucht. Über den Winter sind hier nämlich ein paar neue Möbel aufgestellt worden. Barhocker unter Schilfdach, ich bin begeistert. Demnächst mehr!

TSG nach kurzer Hoffnung brutal aus ihren Träumen gerissen

09 Sonntag Apr. 2017

Posted by Strelitzius in Sport

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Schlagwörter

Fußball, Mecklenburg-Strelitz, TSG Neustrelitz

Ein bisschen Trost für den Torschützen Luigi Campagna nach der erneuten Niederlage kam von seinem kleinen Cousin Tomek.

Wie gewonnen, so zerronnen. Die TSG Neustrelitz geht im heimischen Parkstadion per Freistoßtor von Luigi Campagna in der 60. Minute gegen Hertha BSC II in Führung. In der 75. und der 77. Minute kassieren die Platzherren dann zwei Gegentore von der linken Seite flach ins rechte Eck, wobei der zweite Treffer eine Kopie des ersten war. Aus der Traum!

Das Elend komplett macht der Pechvogel des Tages, TSG-Kapitän René Pütt, der in der 70. Minute statt zum 2:0 nur den Pfosten trifft und kurz darauf, erneut in aussichtsreicher Position, den eigentlich leeren Kasten der Herthaner um einen halben Meter verfehlt. Bereits in der 35. Minute hatte Fatjon Celani eine Riesenchance versiebt, die einzige in der ersten Hälfte für die Gastgeber. Er traf statt ins Netz nur den Torsteher der Berliner.

Brachte mit seiner Einwechselung noch einmal frischen Wind: Taira Tomita.

In der 83. Minute brachte Trainer Achim Hollerieth mit Okoronkwo, Covic und Tomita gleich drei frische Spieler, die aber das Ruder auch nicht mehr herumreißen konnten. Im Gegenteil, es brannte in der 86. Minute noch einmal lichterloh vor dem Gehäuse der Residenzstädter. Nach einer Glanzparade von Felix Junghan holte Mehmedalija Covic den Nachschuss von der Linie. Junghan war es heute übrigens zu danken, dass seine Mannschaft nicht schon früh in Rückstand geriet. Nachdem seine Vorderleute in der Startphase einmal mehr Probleme hatten sich zu sortieren, hielt der Keeper mit einem geradezu genialen Reflex seinen Kasten zunächst sauber. Am Ende blieb es beim 1:2 (0:0).

Alexander Schmitt hat heute gegen die Herthaner viel Einsatz gezeigt.

Ich habe kurz mit TSG-Präsident Hauke Runge gesprochen. Er bescheinigte dem Team, diesmal wirklich gekämpft zu haben. „Das am Mittwoch gegen Viktoria war hingegen eine Frechheit“, so Runge noch immer sauer. Er haderte mit dem Pfostenschuss von Pütt. „So ist das, wenn man ganz unten steht. Bei anderen Mannschaften geht der Ball eben noch rein, bei uns springt er wieder raus.“ Er müsse trotz des heute gezeigten Einsatzes der Neustrelitzer Elf einschätzen, dass die Mannschaft nicht regionalligatauglich sei. Was die kommende Saison angeht, so hielt sich der Präsident noch bedeckt.

Unterdessen erfuhr Strelitzius von TSG-Sprecher Stephan Neubauer, dass Hansa Rostock um Fall eines Abstiegs aus der 3. Liga nicht für die Regionalliga gemeldet hat und damit bis in die Oberliga abrutschen würde. Somit könnte der zweite Drittliga-Abstiegskandidat aus dem Nordosten Erfurt das Zünglein an der Waage sein. Immer vorausgesetzt, die TSG Neustrelitz will in der Regionalliga verbleiben, die sie an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit bringt.

Am kommenden Donnerstag tritt die TSG Neustrelitz beim Tabellenzweiten Energie Cottbus an. Strelitzius liefert wie gewohnt Vorschau (Mittwoch) und Spielbericht (Donnerstagabend). Man liest sich!

Auch diesen Freistoß konnte René Pütt (links) nicht unterbringen. Da machte es Luigi Campagna (rechts) besser.

So ein paar Rouladen zwischendurch sind nicht zu verachten

09 Sonntag Apr. 2017

Posted by Strelitzius in Kochen

≈ 3 Kommentare

Schlagwörter

Essen, Leben

Bei allen spannenden Ausflügen in die Küchen anderer Länder sollten wir die eigenen Klassiker nicht vernachlässigen. Deshalb hat es bei Streltzius an diesem Wochenende Rindsrouladen gegeben.

Die Fleischlappen habe ich ein bisschen geklopft, damit sie noch breiter werden, und sie üppig mit scharfem Senf eingepinselt. In einer Kochsendung wurde zwar neulich behauptet, das Klopfen zerstöre das Fleisch, aber man muss ja auch nicht alles glauben. Dann wurden die Rouladen mit Zwiebel- und Rohschinkenwürfeln sowie ein paar Scheibchen Gewürzgurke belegt. Salzen, Pfeffern, Zusammenrollen und mit Rouladennadeln verschließen. Wer keine im Haus hat, ein Zwirnsfaden tut es auch. Den dann aber vor dem Servieren wieder abwickeln, bei Tisch ist das nicht zu empfehlen.

Die Rouladen werden in heißes Fett gesetzt und von allen Seiten scharf  angebraten. Dann mit Rindsbrühe ablöschen und im geschlossenen Gefäß ca. eine Stunde bei schwacher Hitze schmoren. Bei Bedarf Brühe nachgießen.

In der Zwischenzeit habe ich einen Blumenkohl geputzt, Tüften geschält und gesalzen und das Gemüse im Dampfgarer zubereitet. Am Ende wurden die Rouladen kurz warm gestellt und die Soße mit einem Schuss Portwein veredelt sowie mit dunklem Mondamin gebunden. Außerdem habe ich ein Viertelstück Butter zerlassen und mit Semmelbröseln gebräunt. Die „braune Butter“ hat meine Mutter in meiner Kindheit schon immer über den Blumenkohl gegeben.  Ohne geht bei mir gar nicht.

Nadeln ziehen und guten Appetit. Jetzt freue ich mich schon auf meinen Rehrücken zu Ostern. Bis dahin!

Polizei vermutet Brandstiftung bei Feuer in Adamsdorfer Haus

09 Sonntag Apr. 2017

Posted by Strelitzius in Polizei

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Schlagwörter

Brand, Feuerwehr, Klein Vielen, Mecklenburg-Strelitz

Wahrscheinlich Brandstiftung hat am Samstagabend gegen 22.30 Uhr in Adamsdorf in der Dorfstraße 4 den Dachstuhl eines seit mehr als acht Jahren unbewohnten zweigeschossigen Wohnhauses (Baujahr etwa 1960) in Flammen aufgehen lassen. An den Löscharbeiten beteiligten sich ca. 70 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Neustrelitz, Alt- Strelitz, Penzlin, Klein Vielen, Hohenzieritz, Kratzeburg und Blumenholz.

Personen wurden durch das Feuer nicht verletzt. Eine Gefahr für die angrenzenden Grundstücke bestand nicht. Der geschätzte Sachschaden beläuft sich derzeit auf rund 10 000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Ein Brandursachenermittler kommt am heutigen Sonntag zum Einsatz.

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71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

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