Die Polizei sucht die Fahrerin eines weißen BMW X5, die sich am Freitagabend gegen 21.30 Uhr in Neubrandenburg unerlaubt von einem Unfallort entfernt hat, ohne ihre persönlichen Daten zu hinterlassen. Nach einem Spurwechsel der ca. 35 Jahre alten Frau mit schulterlangem braunen Haar war ein 21-jähriger Fahrer eines BMW Touring beim Ausweichmanöver gegen eine Ampel geprallt. Der Schaden beläuft sich auf rund 10 000 Euro.
Die Unfallbeteiligten hatten zwar kurz miteinander gesprochen, dann war die Frau jedoch weitergefahren. Sie soll ein HN oder HI im Kennzeichen führen. Die Frau wird gebeten, sich bei der Polizei in Neubrandenburg zu melden.
Drei Asylbewerber aus Tschetschenien haben am Freitagabend auf einem Parkplatz in der Neubrandenburger Kopernikusstraße eine Schlägerei begonnen, nachdem es zur Beleidigung einer Freundin gekommen sein soll. Passanten wurden durch lautes Hupen auf einen parkenden Pkw aufmerksam.
Ein junger Mann darin wurde durch die offene Scheibe der Fahrertür mit Faustschlägen und Fußtritten von zunächst einem Tschetschenen traktiert. Als zwei Zeugen dazwischengingen, wurden auch diese durch den Mann und zwei weitere anwesende junge Tschetschenen angegriffen. Erst durch weitere hinzukommende Personen konnten die Übergriffe unterbunden werden.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte des Polizeihauptreviers Neubrandenburg und Unterstützungskräften des Landesbereitschaftspolizeiamtes befanden sich bereits 50 Personen vor Ort. Nach einer ersten Befragung wurden drei Angegriffene (31, 31 und 25 Jahre) und drei Tatverdächtige (27, 20 und 14 Jahre) ermittelt. Zwei der angegriffenen Personen und einer der Angreifer wurden durch Rettungswagen in das Klinikum Neubrandenburg gebracht und dort ambulant behandelt.
Gegen die drei beschuldigten Asylbewerber aus Tschetschenien wurde ein Platzverweis ausgesprochen und eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.
Die Jugendfeuerwehren des Amtes Mecklenburgische Kleinseenplatte veranstalten zwei Tage lang ein Camp im Wesenberger Waldstadion. Wie mir mein Blogfreund Thomas Junge, Sprecher der Wesenberger Feuerwehr, mitteilte, stand heute das Training für den morgigen Amtsausscheid und den folgenden Kreisausscheid auf dem Programm. Am Nachmittag wurde der Hitze Tribut gezollt und ein Spaziergang nebst Abkühlung im nahen Weißen See angesetzt. Am Abend wird dann in gemütlicher Runde am Grill der Tag ausklingen. Übernachtet wird in Zelten.
Am morgigen Sonntag starten nach einem kräftigen Frühstück die Amtswettkämpfe des Nachwuchses, die gegen 9 Uhr beginnen. Zuschauer sind gern gesehen.
Das Bild hat mir mein Blogfreund Ulf Zerbel zur Verfügung gestellt.
Das hat es noch nicht gegeben: 825 Musikerinnen und Musiker von 23 deutschen Fanfarenzügen haben am Samstagabend in Neustrelitz zum krönenden Abschluss der 26. Fanfaronade eine Weltmarke gesetzt, die so schnell nicht übertroffen werden dürfte. Tausende an den Straßenrändern verfolgten, wie die Formationen unter einer Stabführung über die acht zum Markt führenden Straßen marschierten und rund um das Rondell zur anschließenden Siegerehrung durch Innenminister Lorenz Caffier (CDU) und Bürgermeister Andreas Grund Aufstellung nahmen. Ein Kanonenschuss des Neustrelitzer Schützenvereins hatte das Spektakel eröffnet.
Zuvor hatte im gut gefüllten Parkstadion der Residenzstadt bei sengender Hitze der größte europäische Leistungsvergleich in Marsch und Show für Naturtonfanfarenzüge stattgefunden. Dabei haben sich unsere Neustreliter Fanfaren unter der Stabführung von Paul Lehmann super verkauft. Ich habe einen schweißüberströmten Olaf Teller nach dem Show-Vortrag (siehe Video unten) gesprochen. „Ganz schön strapaziös, aber bei Fanfaronaden haben wir meisten so eine Hitze, da die immer in etwa zum gleichen Zeitpunkt im Jahr stattfinden“, so der stellvertretende Leiter. Die Truppe sei mit beiden Auftritten sehr zufrieden und habe auch Komplimente von der Konkurrenz bekommen. „Natürlich gibt es immer ein paar kleine Schnitzer.“
Neustrelitzer ernten einen zweiten und einen dritten Platz
Ich hatte den Neustrelitzer Fanfarenzug, der mittlerweile in der 1. Division antritt, längere Zeit nicht gesehen und war überrascht von dem Leistungssprung, den die Formation gemacht hat. Am Ende ernteten die Spielleute aus der Residenzstadt einen überragenden zweiten Platz in der Marsch- sowie einen dritten Platz in der Showdisziplin und hatten allen Grund zum Jubel.
„Allen, die die Fanfaronade mitgetragen haben, ist nicht genug zu danken“, sagt mir begeistert Bürgermeister Grund. „Und eine Stadt voller Menschen ist auch schön.“ Er übergab auf dem Markt den Stab an das Oberhaupt von Großräschen, Thomas Zenker. In der brandenburgischen Stadt wird am 17. Juni 2017 die 27. Fanfaronade stattfinden.
Der 12. bundesweite UNESCO-Welterbetag findet am morgigen Sonntag statt. Dazu wird eine Wanderung in die schattigen Serrahner Buchenwälder angeboten, die zum Weltnaturerbe gehören. Der Alte Buchenwald bei Serrahn im Müritz-Nationalpark gilt als der weltweit besterhaltenste Tiefland-Buchenwald auf mittleren Böden, der in Teilen seit 50 Jahren nicht mehr genutzt wurde. Ab 10 Uhr warten am Parkplatz Zinow (Carpin) fachkundige Wanderführer. Weitere Tourentipps zum Weltnaturerbe im Müritz-Nationalpark gibt es unter
Wer das UNESCO-Welterbe auf eigene Faust erkunden möchte, findet eine Route durch die Buchenwälder auf der Smartphone-App „Weltnaturerbe Buchenwälder“. Die App führt nicht nur auf einer attraktiven Route durch die Wälder des Schutzgebietes. Nebenbei gibt es an allen interessanten Punkten die wichtigsten Informationen auf einen Blick.
Den einen steht noch eine große Freude bevor, die den anderen bereits zuteil geworden ist. Mit stehenden Ovationen ist das Ensemble Carolinum aus Neustrelitz am Freitagabend bei seinem inzwischen 19. Kirchenkonzert in Leussow von rund 250 Besuchern gefeiert worden. Morgen um 18 Uhr treten die mehr als 100 jungen Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten im Useriner Gotteshaus auf.
Die musikalische Kraft des Ensembles, das ich seit gut zwei Jahrzehnten in immer wieder neuen Besetzungen erlebe, war auch diesmal erstaunlich und beglückend. Leiter Reinhard Gust hat für den Jahrgang 2016 erneut Gesangstalente entdeckt und gefördert, denen ihre jeweiligen Soli auf den Leib geschneidert scheinen. Dazu kommen die ganz wunderbaren Arrangements und der bewährt breite Bogen, der bei den Darbietungen geschlagen wird: von mittelalterlichen Weisen bis zum Pop, vom Friedenslied bis zum Musicalsong. Eben liegt der Chor noch vor Madagaskar, schon erklingt das italiensche Partisanenlied „Bella Ciao“. Von Lennon zu Lindenberg, am Ende ist der Mond aufgegangen, und viele Konzertgäste singen mit.
Gust hat es auch dieses Mal geschafft, die Truppe auf den Punkt in Hochform zu bringen. „Das hat bei den letzten Proben noch gar nicht so ausgesehen“, verriet er mir. Geschenkt! Dem gesanglichen Zauber konnte sich auch Mirows Pastor Christian Brodowski nicht verschließen, der das Ensemble zum ersten Mal in großer Besetzung erlebt hatte und sich ausdrücklich bei den Carolinern für dieses Erlebnis bedankte. Strelitzius schließt sich an.
Der rührige Leussower Dorfverein mit seiner Vorsitzenden Anke Schwirrath an der Spitze hatte wieder alles getan, damit es ein stimmiges Fest wurde. Noch nach Mitternacht saßen die Organisatoren vor der jetzt angestrahlten Kirche. Carolinum-Chef Henry Tesch, in Leussow zu Hause, hatte es am Ende des Konzertes so formuliert: „Es gilt, in nicht leichten Zeiten zusammenzustehen.“ Viele Vereinsmitglieder freuen sich schon auf das neue Dorfgemeinschaftshaus, für dessen Bau es unlängst in der Mirower Stadtvertretung grünes Licht gegeben hat.
Mir ist etwas weggerutscht. Und bevor der Monat noch einen Tag älter wird, will ich das Versäumnis aus der Welt schaffen und mein Monatsbild oben auf dem Laptop nachträglich auswechseln. Eigentlich war es zum 1. Juni fällig, sorry, man ist auch nur ein säumiger Mensch.
Diesmal bin ich auf den Dörfern der Kleinseenplatte fündig geworden und entführe meine Blog-Leser nach Leussow. Hier erstrahlt die Kirche seit gestern Abend dank einer großzügigen Spende von Mäzen Jost Reinhold (Strelitzius berichtete) in der Dunkelheit. Strelitzius war beim Anschalten dabei, was nicht ganz der Wahrheit entspricht, denn der Schalter ist in die Dorfbeleuchtung automatisch eingebunden. Jedenfalls war ich da. Alles weitere zu diesem bemerkenswerten Abernd heute später an dieser Stelle und allen Lesern zu dieser späten Stunde eine gute Nacht.