Neun Jugendiche, die am Volksbad Waren gezeltet haben, um ihre Jugendweihe zu feiern, sind von weiteren jungen Leuten angegriffen worden. In der Nacht von Sonnabend zum Sonntag erschinenen die Angreifer mit einem Pkw Golf und einem BMW und begannen die Camper anzupöbeln.
Einer der ungebetenen Gäste fuhr mit seinem Auto rückwärts gegen ein Zelt ohne zu wissen, ob sich darin jemand befindet. Anschließend fuhrt er vorwärts in ein weiteres Zelt. Die beiden darin befindlichen Schüler konnten sich unverletzt retten. Die Jugendweihlinge rafften daraufhin ihre Sachen zusammen und ergriffen die Flucht. Die Kripo ermittelt wegen versuchten Totschlags, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Nötigung und Sachbeschädigung.
Am gestrigen 1:6-Desaster des FSV Mirow/Rechlin in der Landesliga Ost auswärts gegen die Malchiner Kicker dürfte Vereinsvorsitzender Peter Schmidt nicht ganz schuldlos sein. Nach Strelitzius vorliegenden Informationen hat Schmidt wohlgemerkt vor dem Spiel eine Rundmail an die Mannschaft geschickt, in der er den Rücktritt von Trainer Danny Krokotsch bekanntgegeben haben soll.
Der Coach selbst erklärte gegenüber der geschockten Mannschaft daraufhin, es habe lediglich eine verbale Auseinandersetzung zwischen ihm und dem Vereinsvorsitzenden gegeben. Ein Mitglied des Teams, das nicht namentlich genannt werden wollte, bezeichnete die momentanen Zustände beim FSV Mirow/Rechlin als „Sodom und Gomorrha“. Erst vor wenigen Tagen war bekanntgegeben worden, dass der FSV und die Reserve der TSG Neustrelitz (Verbandsliga) künftig enger zusammenarbeiten wollen. Dabei sollen unter anderem Spieler ausgetauscht werden. Beide Mannschaften haben eine mehr als durchwachsene Saison hinter sich.
Herzog Georg Borwin zu Mecklenburg mit Frau Alice, Vincent Kokert (rechts) und den Kindern der herzöglichen Familie Michael, Olga und Alexander (von links) beim Empfang in der Orangerie.
Der Herzog mit Frau Alice vor dem Mirower Schloss.
Drei Tage lang hat Georg Borwin Herzog zu Mecklenburg und Chef des Großherzoglichen Hauses von Mecklenburg-Strelitz in der Region seinen 60. Geburtstag gefeiert. Einem eher familiären Essen mit rund 30 Personen am Freitagabend, seinem eigentlichen Geburtstag, im Neustrelitzer Hotel Schlossgarten folgte am Samstagvormittag ein Empfang in der Orangerie der Residenzstadt mit etwa 150 Gästen. Als Redner traten der Jubilar selbst und der CDU-Landtagsfraktionschef Vincent Kokert auf, wie mir Adelsexperte und Strelitzius-Blogfreund Rajko Lippert berichtete.
Anschließend ging es auf Bustour nach Hohenzieritz mit Besuch der Gedenkstätte und nach Mirow auf die Schlossinsel, wo die Gäste durch das Schloss geführt wurden und die Fürstengruft besuchten. Ein Besuch des Kulturquartiers in Neustrelitz am heutigen Tag rundete das Programm ab.
Brunhilde Dittrich, Geschäftsführerin des Rehaentrums Neustrelitz, war heute Mittag noch immer ein bisschen aus dem Häuschen. Ein so starkes Interesse am traditionellen Aktionstag ihrer Einrichtung wie am Sonnabend hatte sie all die Jahre noch nicht erlebt. Mehr als 2500 Besucher waren auf das Festgelände am Bürgerseeweg gekommen, informierten sich und ließen es sich bei strahlendem Frühlingswetter gut gehen. „Das hat es noch nicht gegeben, dass wir den Kuchen restlos an die Leute gebracht haben“, erzählte die Chefin begeistert Strelitzius. Sie hatte selbst mit Hand angelegt. „Und Pommes mussten wir noch nachordern, am Ende dürften es um die 120 Kilogramm gewesen sein, die vertilgt wurden.“
Schon bei Eröffnung um 10 Uhr drängten sich die Leute vor der Bühne. Die hatte die Kita „Knirpsenland“ mit ihrem Programm über die vier Jahreszeiten gepachtet. Besonders schön, dass auch Eltern mit ihren herausgeputzten Krippenkindern mitwirkten. Höhepunkte des Tages waren sicherlich das Bekenntnis der Festbesucher zu einem Miteinander in Demokratie und Toleranz, als unzählige bunte Luftballons in den Himmel stiegen. Das Aktionsbündnis „Vielfalt statt Einfalt“ war mit einem Stand auf dem Fest vertreten.
So richtig die Post ab ging noch mal, als Schlagerstar Olaf Berger auftrat. Er war bereits zum dritten Mal Gast des Rehazentrums und hat es auch diesmal verstanden, die Leute zu begeistern. „Ein tolles Fest“, so das Resümee von Brunhilde Dittrich. Sie habe sich auch gefreut, dass die SPD-Bundestagsabgeordnete Jeannine Pflugradt, der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag Vincent Kokert, Bürgermeister Andreas Grund und Kreisdezernent Michael Löffler sich die Zeit genommen hatten, beim Rehazentrum vorbeizuschauen.
Zum Tag des offenen Gartens hatte die Prieperterin Daniela Spanka am Sonnabend wieder in ihr ausschließlich weißblühendes Paradies am Havelufer eingeladen. Ich selbst hatte nur im Vorbeifahren zu später Stunde die Gelegenheit, einen kurzen Blick auf die Pflanzenpracht zu werfen. Allein der üppige Jasmin war es wert!
Ich habe aber von meinen Blogfreunden Karola und Peter aus Starsow erfahren, dass sich die gastfreundliche Hausherrin mit dem grünen Daumen über regen Besuch freuen konnte. Da in meinem Wesenberger Garten auch Spanka-Blumen blühen, ein besonders herzlicher Gruß hinüber nach Priepert und ein paar Schnappschüsse, die mir gemailt worden sind.
Die Mitglieder der Band „Velvet Green“ können sich noch richtig freuen: über jeden einzelnen Zuhörer, der ihnen applaudiert, jeden Geldschein und jede Münze, die ihnen nach dem Auftritt in den Hut geworfen werden, und über jedes „Like“, das sie auf ihrer Facebook-Seite ernten. Sie sind die pure Bescheidenheit, noch ungeübt im Umgang mit ihren Fans und gerade deshalb zauberhaft.
Dabei spielen die jungen Leute aus Rheinsberg und Berlin, die sich erst im November 2014 zusammengefunden und am Samstagabend in der gut gefüllten Prieperter Kirche die Leute begeistert haben, absolut professionell auf. Neben einigen schön arrangierten Cover-Songs sind es vor allem eigene Titel im großen Bereich zwischen Folk und Pop, die ins Ohr gehen, ans Herz auch und die Seele streicheln.
Schade, dass dem Quartett an diesem Abend Geiger Jan Dayß fehlte, aber „wir kriegen das auch so hin“, sagte Sängerin und Gitarristin Anika Schultze. Und sie bekam es mit ihrer Gesangskollegin und Keyboarderin Annika Fischer, von der ich gern ein Solo mehr gehört hätte, sowie Gitarrist Dirk Rau hin, und wie! Wer nicht dabei war, hat etwas versäumt. Erst nach zwei Zugaben ließen die Zuhörer die Musiker ziehen. Dank an dieser Stelle an die Organisatoren vom Dorfverein und Bürgermeister Manfred Giesenberg für den Tipp. Am 10. September spielt die Band wieder in der Region, dann in Großzerlang auf der Moguntia-Ranch.
Am 24. Juni gastiert in der „Stunde der Musik“ der Frauenchor „Freundschaft“ aus Neustrelitz in der Prieperter Kirche, am 24. Juni Gunnar Nielson mit Songs und Geschichten aus Irland und Schottland, und am 8. Juli bringen Steffi Moser und Ingo Wawra Liebes- und Volkslieder aus alten Zeiten zu Gehör.