Das KuMuLi am gestrigen Mittwochabend am Neustrelitzer Gymnasium Carolinum war wieder ein voller Erfolg. Zum 22. Mal fand die Traditionsveranstaltung statt. Sie stand unter dem Picasso-Motto „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“. Die bunte Mischung aus künstlerischen, literarischen und musikalischen Eindrücken in der Aula verfehlte ihre Wirkung auf die begeisterten Besucher nicht. Ich bin meinem Blogpartner Thomas Strauß dankbar, der mit seiner Kamera dabei war.
Gefragter Gesprächspartner an diesem Abend war natürlich Schulleiter Henry Tesch, der mit seinem Bildungsvorstoß zum Corona-Virus gestern (Strelitzius berichtete) bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte. Tesch untermauerte seine Initiative in der Aula noch einmal.
Sturmtief „Hanna“ hat am heutigen Donnerstag im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Schäden verursacht. Die erste Meldung über einen umgestürzten Baum in Stavenhagen ging um 9 Uhr in der Leitstelle ein. Insgesamt haben die Feuerwehren 65 Einsätze wegen umgestürzter Bäume bis zum Nachmittag zu bewältigen gehabt. Im Bereich des Amtes Seenlandschaft Waren und in der Stadt Waren sind 14 Bäume umgefallen, sieben Bäume im Bereich Neustrelitz und Neustrelitz-Land und sechs Bäume in Neubrandenburg und Umgebung.
Außerdem haben starke Windböen im regionalen Berufsbildungszentrum Neubrandenburg GeSoTec, Außenstelle Stavener Straße, dazu geführt, dass sich auf einer Fläche von schätzungsweise 100 Quadratmetern die Dachhaut ablöste. Der Schaden ereignete sich tagsüber während des Schulbetriebs. Es kamen aber keine Personen zu Schaden. Die Feuerwehr war vor Ort, um die Lage abzusichern. Es handelt sich nicht um die kürzlich nach der umfangreichen Sanierung eingeweihten Gebäude des Berufsbildungszentrums, sondern um das etwas abseits gelegene Gebäude in der Stavener Straße.
Das betroffene Gebäude ist zurzeit für den Unterricht gesperrt. Die zuständige Bauaufsichtsbehörde der Stadt Neubrandenburg prüft, ob der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Über eine eventuelle Übergangssituation wird dann entschieden, falls die Unterrichtsräume bis zur Behebung des Schadens nicht genutzt werden können.
Mit einem Aufsehen erregenden Vorschag in Sachen Corona-Virus ist der Schulleiter des Neustrelitzer Gymnasiums Carolinum, Henry Tesch, an die Öffentlichkeit gegangen. Im Fall drohender Schulschließungen regt er an, dass alle Schüler der oberen Klassen in die Schule ziehen. „Wir schließen uns für zwei, drei Wochen ein und machen Unterricht in freiwilliger Quarantäne. Dann sind die Jugendlichen sogar noch besser aufs Abitur vorbereitet als normalerweise“, so Tesch in einem Strelitzius zugeleiteten Interview mit Jan-Martin Wiarda, angesagter Bildungsblogger aus Brandenburg.
Henry Tesch
„Bis 24. Februar hatten wir Ferien, unsere Schüler waren in aller Herren Länder: in Ägypten, Italien, Österreich. Wir könnten also bereits das Virus in der Schule haben. Wenn Experten fordern, wir sollten den Unterrichtsbetrieb wie bisher offenhalten, damit die Eltern arbeiten gehen können, bedeutet dass, dass ihre Kinder tagsüber hier viele Stunden auf engstem Raum zusammenhocken, das Virus weitergeben und abends ihre Eltern anstecken könnten. Umgekehrt ist eine Schulschließung im ländlichen Raum viel folgenschwerer als in der Stadt. Hier gibt es kaum Breitband, mit dem wir den Unterricht online abhalten könnten. Daher mein Vorschlag“, so der Schulleiter.
Das Abitur müsse gesichert werden, wenn Schulschließungen angeordnet werden sollten, und es gebe genug Lehrer am Carolinum, die bereit wären mitzumachen. „Normalerweise haben wir gut 1000 Schüler. Wenn die Hälfte von ihnen dabei wäre, hätten wir genug Schlafplätze“, so Tesch. Die Sanitäranlagen seien da, und der Nachschub mit Verpflegung wäre auch gesichert.
So sehen Sieger aus: Thomas Hartung (hinten Mitte), Arite Burmeister (links) und Andreas Conradi (rechts) von der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz prämierten die Sieger des Planspiels in Mecklenburg-Strelitz. Foto: B. Hollnagel
Beim „Planspiel Börse“ sind die Würfel gefallen. Die Sieger des europaweit ausgetragenen Börsenwettstreits der Sparkassen für Schüler stehen fest. Zehn Wochen lang erlebten 24.000 Spielgruppen das Auf und Ab an den Aktienmärkten Europas. Ziel war es, ein fiktives Startkapital von 50.000 Euro mit gezielten An- und Verkäufen gewinnbringend einzusetzen. „In der Spielzeit erreichte der DAX den höchsten Stand des Jahres “, so Bodo Hollnagel, der Wertpapierspezialist der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz. „Die Hälfte aller Spielgruppen landete im Plus.“
In der Regionalwertung teilten sich ausnahmslos Schüler vom Neustrelitzer Gymnasium Carolinum den Sieg. Erster wurde das Team von Dennis Weidemann, zu dem Ron Barz und Leo Dubbe gehören, den zweiten Platz belegen Celine Kersten und Michelle Slomian und über den dritten Platz freuen sich Lena Hartmann, Tim-Moritz Anke, Hannes Deicken, Desiree Geissler und Henry Strysewske. Die drei Sieger-Teams erhielten Prämien in Höhe von 150, 100 und 50 Euro von Thomas Hartung, der Vorstandsmitglied der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz ist, und Arite Burmeister, die die organisatorischen Fäden für den Bereich des ehemaligen Mecklenburg-Strelitz in den Händen hielt.
Während bei den erfolgreichen Nachwuchsbrokern noch gefeiert wird, laufen in der Börsen-Zentrale bereits die Vorbereitungen für die nächste Runde. Denn schon im Oktober fällt erneut der Startschuss für das Planspiel.
KuMuLi am Carolinum, hier ein Bild aus dem vergangenen Jahr, ist immer einen Besuch wert. Die Vielfalt bekommt man so schnell nirgendwo geboten. Foto: Thomas Strauß
„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“, dieses Zitat von Pablo Picasso steht über dem diesjährigen KuMuLi (Kunst-Musik-Literatur) des Neustrelitzer Gymnasiums Carolinum am morgigen Mittwoch ab 18 Uhr in der Aula. Fotografien, imposante und farbenfrohe Gemälde, aber auch tiefgründige und kritisierende Werke erwarten die Besucher, wie mir Gymnasiastin Betty Böhme mitteilt.
Auch dieses Jahr haben die Schüler des Carolinums wieder fleißig Inspirationen in ihren Arbeiten festgehalten, um eine bunte Mischung aus künstlerischen, literarischen, aber auch musikalischen Eindrücken zusammenzubringen. Erstmals ausgestellt werden die erst kürzlich angefertigten Abschlussarbeiten der 12. Klassen zu den Themen „Faszination(?) Großstadt“ und „Farbe bekennen“. Die jungen Aussteller, so Betty, freuen sich auf „inspirierte und interessierte Blicke ebenso, wie auf das gemeinsame Eintauchen in eine bunte und ganz individuelle Welt“.
Zur 41. Musik am Nachmittag ist heute in die Aula des Neustrelitzer Gymnasiums Carolinum eingeladen worden. „Kommen Grillen dich zu plagen, wiege sie mit Liedern ein“, so das Friedrich Schiller entlehnte, durchaus hochaktuelle Motto der sehr gut besuchten Veranstaltung, bei der Werke von Brahms, Beethoven, Tschaikowsi, Telemann, Lortzing, Lehar und Millöcker erklangen.
Einlader waren der Landkreis, Landrat Heiko Kärger, Schulleiter Henry Tesch und Thomas Hildebrandt von der Bürgerinitiative „Bei uns in Kiefernheide“ sowie die Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation. „Es war ein rundum gelungenes Konzert“, freute sich Henry Tesch im Anschluss im Gespräch mit Strelitzius. Ausführende waren Nicolle Cassel (Sopran), Felix Rumpf (Bariton), Karin Geyer (Flöte), Uwe Knaust (Klarinette), Philipp Hagemann (Cello) und René Speer (Klavier).
Für die Verlegung des Sportplatzes sowie die Neugestaltung der Außenanlagen der Grundschule Sandberg in Neustrelitz übergibt Bauminister Christian Pegel am morgigen Freitag einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 425.000 Euro. Die Fördermittel stammen aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE).
Der bislang außerhalb des Schulgeländes gelegene sanierungsbedürftige und überdimensionierte Sportplatz soll in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schulgebäude und dessen Sporthalle entsprechend den Anforderungen an den Schulsport und die Barrierefreiheit neu errichtet werden. Die übrigen Außenanlagen des Schulhofs einschließlich des Spielbereichs sollen aufgewertet werden. Die Gesamtkosten für das Vorhaben betragen rund 570.000 Euro.
Die Abiturienten Julia Krakow und Marcus Stelter schreiben schon lange. Sie verarbeiten auf diese Art und Weise ihre Gedanken, ihren Alltag. Weil sie etwas zu sagen haben, entstand die Idee, einen Poetry slam zu organisieren. Gesagt, getan, er fand erstmals am Freitagabend im Vorraum der Aula des Neustrelitzer Gymnasiums Carolinum statt. Die Einladung gestalteten beide mit klaren Worten. „Die größte Macht haben die richtigen Worte zur richtigen Zeit.“
„Die Macht der Worte, oder besser die der Gedanken, die hinter den Worten stehen, haben uns dazu gebracht, einen Poetry Slam oder auch einen Lese-Café-Abend ins Leben zu rufen und zu organisieren. Mit diesem wollen wir Schülerinnen und Schülern – in Zukunft vielleicht auch mehr Menschen – die Chance geben, sich mitzuteilen. Denn die Sprache ist eine der wichtigsten Elemente, um Gedanken, Emotionen u.v.m zu verarbeiten und zu vermitteln“, schreiben die Einlader an Strelitzius.
Acht Schülerinnen und Schüler wollten diese Möglichkeit gern nutzen. Präsentiert wurden verschiedenste Texte aus unterschiedlichsten Genre zum Lachen, Nachdenken und Mitfiebern. Eltern, Großeltern, Mitschüler und Freunde kamen zusammen, um ein abwechslungsreiches Programm zu erleben, das von lustig-satirisch bis zu nachdenklich-ernst reichte.
Landesjustizministerin Katy Hoffmeister (CDU) hat heute das Gymnasium Carolinum besucht, um sich persönlich einen Eindruck zu Fragen der Digitalisierung im Unterrichtsgeschehen zu machen sowie den damit zusammenhängenden Fragen der Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) an der Schule.
Schulleiter Henry Tesch begleitete die Ministerin in den Sozialkunde-Grundkurs von Lehrerin Martina Rindt (rechts), der aufgrund des aktuellen Urteils des Bundesverfassungsgerichtes das Thema des assistierten Suizids diskutierte. Nach kurzen Gesprächen mit den Schülerinnen und Schülern hat Frau Hoffmeister den Kurs zu einer Sozialkundestunde nach Schwerin eingeladen.
Im Englischunterricht von Jasin Peña Cabrera (unten) nahm die Ministerin wieder auf der Schulbank Platz. Beim Thema Shakespeare gewährte ihr Schülerin Anny Krafft (oben) einen Einblick in die interaktive Arbeit mit Tablets, sodass die Politikerin selber im Stundenverlauf mitwirken konnte. Große Begeisterung auf beiden Seiten.
Bei einem abschließendem Gespräch mit Schulleiter Henry Tesch und dem stellvertretenden Schulleiter Olaf Müller tauschte sich die Justizministerin über die aktuelle bildungspolitische Lage aus.
Der Saisonhöhepunkt der First Lego League, das Central European Final (CEF) mit 27 Teams aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Polen am 6./7. März, wurde im Zusammenhang mit dem Corona-Virus abgesagt. Ort wäre die University of Applied Sciences Offenburg gewesen.
Auf den Kosten für den Bus, für die Übernachtungen in Bühl (1) und Offenburg (2) bleibt das Team sitzen. Die CaroAces sind mit zehn Schülern und zwei Lehrern betroffen. Die spezielle Wettkampfvorbereitung auf das Finale lief ab Januar, in den Winterferien und vielen Nachmittagen in Neustrelitz.
Die Frage, wie es weitergeht, bleibt zunächst offen. Ziel der CaroAces war eines der Internationalen Finals in Detroit/USA, Tessaloniki/Griechenland, Rio de Janeiro/Brasilien oder Nagoya/Japan. Dafür wäre das CEF die Qualifikation gewesen. Das Japanfinale ist übrigens bereits wegen Corona ebenfalls abgesagt.