Leider müssen das Konzert „Pansonicon“ des Kairos Quartetts am morgigen Sonnabend im Rheinsberger Schlosstheater (Strelitzius berichtete) und der damit verbundene Workshop „Weiße Kobolde“ am Sonntag in der Musikakademie Rheinsberg pandemiebedingt abgesagt werden. Ein Ersatztermin kann derzeit nicht angeboten werden.
Bereits gezahlte Tickets werden erstattet. Karteninhaber*innen werden gebeten sich an die Vorverkaufsstelle zu wenden, bei der die Karten erworben wurden.
Die Spielgeräte am Reitbahnsee mussten abgerissen werden. Foto: Stadt Neubrandenburg
Neuer Spielplatz entsteht am Reitbahnsee
In dieser Woche ist der Spielplatz am Neubrandenburger Reitbahnsee in unmittelbarer Nähe der Wasserski-Anlage zurückgebaut worden. Die Holz-Spielgeräte sind fast 20 Jahre alt gewesen und hatten inzwischen erhebliche Mängel bezüglich ihrer Ausstattung aber auch der Sicherheit. Eine Reparatur war nicht mehr möglich.
Mit dem Rückbau wurden nun die Voraussetzungen für einen Spielplatz-Neubau geschaffen. Voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember soll mit dem Bau einer neuen Anlage begonnen werden. Die Stadt investiert dafür rund 65.000 Euro. Das Spielplatz-Entwicklungskonzept der Vier-Tore-Stadt sieht bis auf wenige Ausnahmen einen Neubau von Spielplätzen als Ersatz für zurückgebaute Geräte vor.
Boulevard-Vorplatz so gut wie fertiggestellt
Die Bauarbeiten am östlichen Ende der Neubrandenburger Turmstraße (Boulevard-Vorplatz) sind fast abgeschlossen. Mit dem symbolischen Einsetzen des letzten Steines wird die neugestaltete Fläche aqm kommenden Mittwoch, 21. Oktober, freigegeben.
Die Umgestaltung erfolgte als ein Gemeinschaftsprojekt mit den Neubrandenburger Stadtwerken. Das bis dahin schadhafte Kleinpflaster wurde durch einen neuen Platten- und Pflasterbelag unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit ersetzt. Die Stadtwerke haben im Zuge der Bauarbeiten eine Trinkwasserleitung erneuert.
Witt und Witthuhn lesen im HKB
Der Förderverein der Regionalbibliothek lädt am 24. Oktober um 19.30 Uhr zu einer Lesung voller Poesie, Pop und Politik ein. Silvio Witt und Friederike Witthuhn lesen und plaudern am Tag der Bibliotheken im Haus der Kultur und Bildung aus „Zwei Herzen an der Leine“.
Silvio Witt schreibt seit seinem 15. Lebensjahr Gedichte; 32 davon hat er in einem kleinen Buch zusammengefasst. „Für mich sind Gedichte wie kleine Momentaufnahmen oder wie geschriebene Fotografien. Ich kann mit ihnen eine Beobachtung, eine Stimmung oder ein Gefühl festhalten. Das Publikum wird also lachen und sinnieren können“, so der Oberbürgermeister zu seiner Motivation für diese Lesung, in der einige dieser kurzen Anekdoten vorgestellt werden.
An seiner Seite ist dabei die Journalistin Friederike Witthuhn. „Das ‚Witt‘ in unserem Nachnamen haben wir ja schon gemeinsam. Ich freue mich auf den Abend. Im Vorfeld habe ich Gedichte ausgesucht, die ich persönlich am spannendsten finde“, so Friederike Witthuhn. Anhand dieser Verse soll sich eine muntere Unterhaltung entwickeln, die Kunst und auch Politik humorvoll beleuchten.
Silvio Witt und Friederike Witthuhn lesen für einen guten Zweck. Die Einnahmen des Abends kommen der Annalise-Wagner-Stiftung zugute. Der Kartenverkauf läuft über den HKB-Ticketservice.
Elke Fahrenkrug nahm in Schwerin den Spitzenpreis bei den nichtgewerblichen Spielstätten entgegen. Foto: Jacob Waak/Filmland MV
Die beiden Kinos in der Alten Kachelofenfabrik am Neustrelitzer Sandberg, fabrik.kino 1 und fabrik.kino 2, sind erneut mit dem Kinokulturpreis des Landes MV ausgezeichnet worden. Gestern Abend erhielt das fabrik.kino 2, das vom Filmklub im Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation e.V. betrieben wird, den mit 3.000 Euro dotieren „Spitzenpreis für das beste Jahresfilmprogramm 2019 in der Kategorie nichtgewerbliche Spielstätten“, und das von der basiskulturfabrik gmbh betriebene Programmkino (fabrik.kino 1) wurde „für ein hervorragendes Jahresprogramm 2019 in der Kategorie gewerbliches Spielstätten mit 6.750 Euro ausgezeichnet.
Staatssekretär Dr. Heiko Geue sagte gestern Abend im Kino Capitol in Schwerin anläßlich der Preisverleihung: „Der Kinokulturpreis ist ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für das Kino und die Menschen, die den Kinobesuch als Erlebnis gestalten. Sie alle sind unverzichtbar für die Kultur in Mecklenburg-Vorpommern“.
Elke Fahrenkrug bedankte sich im Namen des ganzen Filmklubs auf der Bühne des Capitol vor dem – wegen Corona ausgesuchten – Fachpublikum für diesen „Spitzenpreis“, der bei den „Vereinsmitgliedern und unserem Publikum große Freude auslösen wird“. Und Horst Conradt bedankte sich an gleicher Stelle für die Auszeichnung des fabrik.kino 1 bei der Jury, der Staatskanzlei und der Filmland MV gGmbH, die für die Ausrichtung der Preisverleihung verantwortlich ist. „Filme sind Botschafter menschlichen Miteinanders. Sie regen an zu der Auseinandersetzung mit den vielfältigsten gesellschaftlichen Themen, und die Gespräche im Kino über die Filme sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer lebendigen Film- und Kinokultur. Deshalb ist diese Auszeichnung gerade in der augenblicklichen Zeit so wichtig“, erklärte Horst Conradt, Kinoleiter am Neustrelitzer Sandberg.
Josefin Ristau als Duftsammlerin.Foto: Jörg Metzner
Ein Tipp für das Wochenende in Neustrelitz für alle ab fünf Jahren! Josefin Ristau spielt am Sonnabend, 17. Oktober, um 15 Uhr, im Probenhaus des Landestheaters „Die Duftsammlerin“, ein poetisches Märchen über die Kraft des Riechens, voller Phantasie und Magie.
Schon Kurt Tucholsky sagte: „Das beste Gedächtnis hat die Nase.“ Gerüche sind allgegenwärtig in der Welt. Man kann Angstschweiß riechen oder jemandem sagen, dass er duftet. Lecker riechendes Essen lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen, und wenn man jemanden nicht mag, kann man ihn sprichwörtlich nicht riechen. Doch unsere Nase kann viel mehr. Man kann sich die Welt erriechen und sogar mit seiner Nase reisen. Das zumindest behauptet in Sabine Ziesers Theaterstück die Großmutter der kleinen Tishina.
Warte bis ein zarter Duft an dir vorbeizieht, dann steige ein und rieche nichts mehr als diesen einen Geruch, ziehe ihn in deine Nase hinein und lass dich davon tragen. Und so beginnt Tishina auf ihre Nase zu hören, zunächst will es ihr nicht gelingen, doch dann lernt sie, ihrer Nase zu folgen, zum Beispiel ans Meer.
Bringen in „Love Sarah“ die Konditorei wieder zum Laufen: Rupert Penry-Jones, Shelley Conn, Celia Imrie, Shannon Tarbet (von links). Foto: Filmstarts.de
Im Wesenberger Kino ist auch in der kommenden Woche bunte Mischung angesagt, wobei es keine Neuaufnahmen ins Programm gibt. Von Freitag bis Sonntag um 14 Uhr, am Donnerstag, Sonnabend, Sonntag und in der kommenden Woche am Montag und Mittwoch um 16 Uhr läuft für alle kleinen und großen Filmfreunde das Animationsabenteuer „Drachenreiter“ nach dem gleichnamigen Erfolgsbuch Buch von Cornelia Funke.
Bei Paula Beer als Wassernymphe „Undine“ am Sonntag um 18 Uhr sowie am Donnerstag und in der nächsten Woche am Mittwoch um 20 Uhr sowie mit „Love Sarah – Liebe ist die wichtigste Zutat“ am Donnerstag, Sonnabend und kommende Woche Mittwoch um 18 Uhr sowie am Sonntag um 20 Uhr kommen Romantiker voll auf ihre Kosten. Ich erwäge ernstlich, mir mit der Holden beide Filme anzuschauen. Zumal Schauplatz von „Love Sarah“ eine Konditorei ist. Da werden bei mir sofort Erinnerungen an „Chocolat“ oder an „Madame Mallory und der Duft von Curry“ wach, und die Geschmacksknospen sprießen.
Aber auch an Action mangelt es nicht im Angebot des Filmtheaters in der Woblitzstadt. Noch einmal ist „Tenet“ am Sonnabend um 20 Uhr zu sehen. Immerhin wird mal wieder die Welt gerettet.
Flüsternde Stimmen, elektronische Klänge, mikrotonale Skalen: Das Kairos Quartett, eines der herausragenden Ensembles in der Neue-Musik-Szene, ist am Samstag, 17. Oktober um 16 Uhr mit seinem Konzertprogramm „Pansonicon“ im Schlosstheater zu erleben. Am Sonntag geben zwei Ensemblemitglieder einen kostenfreien Workshop, bei dem sich Teilnehmende aktiv an der Klanggestaltung eines musikalischen Werks beteiligen können.
Musik trifft im Konzert wie selbstverständlich auf Sprache, auf Elektronik und Raum: Gemeinsam mit der Tonmeisterin Anne Taegert präsentieren die vier Musiker*innen Wolfgang Bender (Violine), Stefan Häussler (Violine), Simone Heilgendorff (Viola) und Claudius von Wrochem (Cello) ein Programm, das sich musikalisch mit Grundfragen der Menschheit zu Zeit, Raum und uns umtreibenden Kräften auseinandersetzt.
So ist an diesem Samstag u. a. die titelgebende Komposition „Pansonicon“ vom isländischen Komponisten Gunnar Karel Másson zu hören: Flüsternde Stimmen und Klopfen durchdringen den Konzertsaal – Másson spielt in seiner Komposition nicht nur mit der Geräuschebene, sondern auch mit mikrotonaler Räumlichkeit.
Als Kultstück gilt mittlerweile George Crumbs „Black Angels“. Das 1971 erschienene Werk für elektronisches Streichquartett – und für weitere Instrumente sowie unkonventionelle Mittel zur Klangerzeugung –, trägt den Untertitel „In tempore belli“ („In Zeiten des Krieges“): ein Verweis auf den Vietnamkrieg.
„Unending Rose“ des südkoreanischen Komponisten Dongryul Lee arbeitet mit komplexen Algorithmen, um bisher unbekannte Skalen, Harmonien und Stimmungssysteme zu erzeugen. Das etwa 40-minütige und rein akustische Werk für Streichquartett wurde erst 2019 fertiggestellt.
Schloss und Schlosstheater Rheinsberg. Foto: Michael Haddenhorst
Wo könnte Kammermusik der Hofkapelle von Friedrich dem Großen authentischer klingen als in Rheinsberg, dem Ort seiner Kronprinzenzeit? Am kommenden Sonnabend, 10. Oktober, um 16 Uhr, können sich Musikfreunde im Schlosstheater Rheinsberg auf eine musikalische Zeitreise ins 18. Jahrhundert begeben: Dort erklingen Werke der Berlin-Rheinsberger Komponisten auf historischen Instrumenten wie Traversflöte, Barockvioline, Viola da gambe und Cembalo.
Das Konzertprogramm gestalten Teilnehmende des Kammermusikkurses „Alte Musik am authentischen Ort“. Sie treten in die Fußstapfen des Flöte spielenden Musikliebhabers Friedrich: Schon in den 1730er Jahren arbeitete dieser musikalisch unter Anleitung renommierter Dozenten, in inspirierenden Räumlichkeiten und zusammen mit Virtuosen in seinem Musenhof Rheinsberg.
In diesem Jahr waren es Dozentinnen und Dozenten der Universität der Künste Berlin, die den Musizierenden im Kurs vier Tage lang Zeit und Raum für Vertiefung, Diskussion und künstlerische Entwicklung boten – darunter Christoph Huntgeburth (Travers-/ Blockflöte), Irmgard Huntgeburth (Barockvioline/-viola), Lea Rahel Bader (Barockcello/Viola da gamba) und Natalie Pfeiffer (Cembalo/Orgel/Hammerflügel).
Das Publikum erwartet ein musikalisches Konzertprogramm mit Musik der „Berliner Schule“. So erklingen vor allem Kompositionen jener Musiker, die am Hofe Friedrichs nach seiner Krönung zum Preußenkönig tätig waren; darunter illustre Namen wie Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Joachim Quanz, Franz Benda oder die Brüder Graun.
Als Überraschung für Familien und Kinder zeigt das Wesenberger Kino am kommenden Sonntag um 14 und um 16.30 Uhr als „Preview“ den Film „Drachenreiter“. Regulär startet er dann ab 15. Oktober im Lichtspieltheater der Woblitzstadt.
Als weiteren Film offeriert Kino-Chefin Christiane Bongartz „Love Sarah“. „Was mit einer Tragödie beginnt, wird zu einer Gutfühl-Geschichte inklusive einer traumhaften Bäckerei. Mmm!“, so die Cineastin. Der Streifen läuft am Sonnabend, Sonntag sowie am Dienstag und am Mittwoch kommender Woche jeweils um 20 Uhr.
Und nachdem die Deutschen Einheitsfeiern etwas abgeklungen sind, findet sich im Wesenberger Kinoprogramm auch noch „Kundschafter des Friedens“ mit dem flotten Agententrio der DDR Henry Hübchen, Thomas Thieme und Michael Gwisdeck, die vom BND um Hilfe gebeten werden. „Top-Unterhaltung mit Tempo, und ausserdem, 007 lässt ja nun noch bis nächstes Jahr auf sich warten“, kommentiert die Theaterleiterin. Die Komödie ist am Sonnabend und Dienstag kommender Woche um 17 Uhr sowie am Montag kommender Woche um 20 Uhr zu sehen.
Die Vernissage zur „Füllermagie“ am vergangenen Sonntag war ein Ereignis, schreibt mir Galeristin Gertrud Johannes. Noch bis zum 31. Oktober stellt Axel Neumann an der Neustrelitzer Wasserkante aus. Der Berliner Schauspieler Axel Neumann ist der einzige Künstler, der die Kunstmalerei mit dem Füller beherrsche, so die Chefin der „Hafengalerie“. Normalerweise heißen seine Ausstellungsorte Berlin, München, Wien, Zürich, Genf…
Bekannt ist der Theaterschauspieler auch vom Film und Fernsehen. So hat er im Otto-Film „7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug“ das Rumpelstilzchen gespielt, aber auch in Krimis mitgewirkt. Die sehr besondere Ausstellung ist mittwochs bis freitags von 14 bis 17 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Der Heimatverein Sewekow hat sich entschieden, trotz Abstands- und Hygieneregeln auch in diesem Jahr ein Programm des „Kabaretts Leipziger Pfeffermühle“ in das Dorf an der brandenburgisch-mecklenburgischen Grenze zu holen. 2020 – im 25. Jubiläumsjahr des Heimatvereins – Sewekow e.V. – wird das „Kabarett Leipziger Pfeffermühle“ zum 10. Mal in der „Max-Schmeling-Halle Sewekow gastieren. „Wir sind nicht nur stolz auf diese seit zehn Jahren anhaltende Zusammenarbeit, sondern fühlen uns auch den Künstlern gegenüber verpflichtet, diese Tradition auch unter erschwerten Bedingungen aufrecht zu erhalten“, so die Vereinsvorsitzende Adelheid Schäfer.
„Ach wie gut, dass niemand weiß….“ wird am Sonntag, 8. November, um 16 Uhr aufgeführt. Der Einlass für diese Veranstaltung beginnt bereits um 14.30 Uhr! Der Kartenvorverkauf startet ab morgen in der Touristinformation Wittstock (03394 550) und im „Seehotel Ichlim“ Sewekow (033966 60253), die Tickets kosten 20 Euro. Auf Grund der Abstandsbestimmungen muss der Kartenverkauf auf 100 Tickets beschränkt werden.