Natürlich wurde auch ein Band durchgeschnitten: Bürgermeister Steffen Franz (rechts) und Gemeindevertreter Auriel Tschaikowski mit Junior Alvar.
Zu einem ganz besonderen Einsatz ist die Wustrower Kinder- und Jugendfeuerwehr, geführt von Kerstin Tobien, heute Nachmittag ausgerückt. Dem Nachwuchs oblag es, das neue Spielschiff in Canow zu entern und damit seiner Bestimmung zu übergeben. Was die Lütten auch mit sichtbarer Freude taten. Die Aufgabe hatten sie nicht zufällig übertragen bekommen. Schließlich waren sie in die Projektarbeit einbezogen worden, ebenso wie die Kita-Kinder und Waldorf-Grundschüler aus Seewalde.
Die neue Spielstätte dürfte eine der schönsten weit und breit sein und auch die vielen Touristenfamilien entzücken, die den anerkannten Erholungsort besuchen. Im November 2021 war bei einer Dorfbegehung die Idee dazu entstanden. Nicht nur, dass das Schiff eines der größten seiner Art in der Region ist, sondern auch der gewählte Platz unter hohen, alten Bäumen mit Seeblick mitten im Ort ist schlichtweg eine geniale Wahl. Und wenn es dann noch selbstgebackenen Kuchen und Kaffee gibt, wie heute genossen, ist die Welt so was von in Ordnung. Danke von Strelitzius für die Einladung zu dieser gelungenen Einweihung.
Peter Modemann (stellv. Oberbürgermeister von Neubrandenburg, Dirk Biermann (COO von 50Hertz), Staatssekretär Jochen Schulte, Aufsichtsratsvorsitzende Diana Kuhk, Kraftwerksleiter Dennis Reincke, Vizelandrat Torsten Fritz und neu.sw Geschäftsführer Reinhold Hüls (von links) weihten die Power-to-Heat-Anlage gemeinsam ein. Foto: Neubrandenburger Stadtwerke
Die Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) und der Stromübertragungsnetzbetreiber 50Hertz haben in der Vier-Tore-Stadt die neu gebaute Power-to-Heat-Anlage offiziell eingeweiht. Sie wandelt überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Solarenergie in klimaneutrale Wärme um. Für neu.sw und die Stadt Neubrandenburg ist es ein weiterer Schritt auf dem Weg zu grüner Fernwärme.
Die Stromnetze können nicht immer den gesamten erzeugten Ökostrom transportieren, weil sie noch nicht entsprechend ausgebaut sind. In solchen Fällen entstehen Netzengpässe, die zu einer Überlastung der Übertragungsleitungen und somit zu einer Gefährdung des elektrischen Systems führen können. Normalerweise müssen in solchen Situationen Windräder – und in Zukunft vermehrt auch Photovoltaikanlagen – abgeregelt werden. Ihr Potenzial bleibt ausgerechnet dann ungenutzt, wenn viel Wind weht oder die Sonne am wolkenlosen Himmel scheint. Dafür erhalten die Betreiber eine Entschädigung. Mit der Power-to-Heat-Anlage kann dieser überschüssige grüne Strom nun nach dem Motto „Nutzen statt Abregeln“ volkswirtschaftlich und ökologisch sinnvoll noch besser genutzt werden.
Erst abgerufen, wenn gebraucht
Drei jeweils sieben Meter hohe Elektrodenkessel mit einer Leistung von jeweils 10 Megawatt bilden die Kernelemente der Power-to-Heat-Anlage. Sie sind mit Wasser gefüllt, das durch den Strom erhitzt wird. Die damit erzeugte Wärme wird anschließend ins Fernwärmenetz der Stadt geleitet oder im nebenstehenden Kurzzeitwärmespeicher eingelagert und erst dann abgerufen, wenn sie gebraucht wird. Sobald die Power-to-Heat-Anlage anspringt, kann die Leistung des Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerkes (GuD-HKW) reduziert werden und es macht dem Ökostrom Platz. Dadurch werden fossile Brennstoffe, CO2-Emissionen und damit auch Kosten eingespart.
Reinhold Hüls, technischer Geschäftsführer neu.sw: „2017 haben wir die grüne Wärme-Wende in Neubrandenburg eingeleitet. Wir freuen uns sehr, mit der Inbetriebnahme der Power-to-Heat-Anlage den nächsten Schritt gehen zu können. Voraussetzung war zunächst der Bau des Kurzzeitwärmespeichers. Er ist die Basis dafür, dass wir mit der neuen Anlage jetzt auch erneuerbare Energien für das Wärmenetz der Stadt nutzen können. Aus Ökostrom wird Wärme. Damit wird Umweltschutz ganz praktisch greifbar.“
Dr. Dirk Biermann, Chief Operations Officer (COO) von 50Hertz: „In Neubrandenburg nehmen wir die neunte Power-to-Heat-Anlage in unserem Netzgebiet gemeinsam mit regionalen Partnern in Betrieb. Damit stehen unserer Systemführung rund 300 Megawatt elektrische Leistung zur Verfügung, die sie zur Entschärfung von Netzengpässen einsetzen kann. Auch die Region um Neubrandenburg ist gekennzeichnet durch eine hohe Einspeisung von Windenergie. Bereits heute beträgt der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch im Osten Deutschlands über 70 Prozent und er soll auf 100 Prozent ansteigen.“
Jochen Schulte, Staatssekretär für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, M-V: „Hier in Neubrandenburg wird die Energiewende greifbar. Die innovative Nutzung überschüssiger elektrischer Energie für die Wärmeversorgung trägt nicht nur zur Effizienzsteigerung bei, sondern auch zum Klimaschutz. Diese Anlage zeigt, wie mit modernster Technologie und partnerschaftlicher Zusammenarbeit die Herausforderungen der Zukunft gemeistert werden können – für eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung.“
Das Schmuckstück: Links sind die Rettungsschwimmer und ein Lagerraum untergekommen, in der Mitte die Umkleidekabinen und rechts der Sanitärbereich.
„Wir können alle miteinander stolz sein, dass wir das erreicht haben, eine tolle Leistung, und das zurück zu den Wurzeln“, so Wesenbergs Bürgermeister Steffen Rißmann am heutigen Nachmittag am Strand des Weißen Sees anlässlich der offiziellen Übergabe des Ersatzneubaus des Sanitär- und Umkleidegebäudes. Nachdem im vergangenen Jahr bereits die neue Steganlage ihrer Bestimmung übergeben worden war (Strelitzius berichtete), kann nun auch Abschnitt Nummer 2 abgehakt werden. Baubeginn dafür war im September vergangenen Jahres.
Beeindruckt zeigte sich Vizelandrat Thomas Müller, seit neun Jahren Kreisverwalter, von dem Objekt nach historischem Vorbild. Es passe sich hervorragend ein und mache den Weißen See noch mehr zur Attraktion bei Einheimischen und Touristen. Müller hatte sich schon in seiner Zeit als Amtsvorsteher der Kleinseenplatte mit dem Projekt Badeanstalt am Weißen See beschäftigt. „Was lange währt, wird gut“, kommentierte Müller. Bereits 2017 war wegen der desolaten Situation ein Arbeitskreis gebildet worden, der sich mit der Entwicklung der Badeanstalt beschäftigt hatte. Zunächst geriet das Projekt ins Stocken bevor es wieder Fahrt aufnahm.
Steffen Rißmann
Steffen Rißmann machte für sich geltend, dass das schlechte Wetter der letzten Tage eigens bestellt worden sei, um noch vor den ersten Badegästen fertig zu werden. Ganze 48 Stunden ist es her, dass die Bauabnahme stattgefunden hat. Pünktlich lenke nun Petrus um. „Eine Punktlandung, die da hingelegt wurde, wie auch bei der Steganlage“, so das Stadtoberhaupt an die Adresse der diesmal beteiligten Firmen, aber auch an die Amtsverwaltung, vor allem an Ressortchef Thomas Reggentin und dessen Mitstreiter Peter Vorwerk sowie die LEADER-Gruppe des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte.
Das rund eine halbe Million Euro teure Projekt, in etwa hälftig von der Kommune mit ihren entschlussfreudigen Stadtvertretern und mit LEADER-Fördermitteln aufgebracht, wurde bauseitig von den regionalen Unternehmen Thomas Splett Wesenberg (erweiterter Rohbau), Dachdeckerei Marko Schulz aus Strasen, der Bauschlosserei Kobs, Inhaber Kay Nimke (Fenster und Außentüren), der MMT GmbH (Trockenbau), dem Malerbetrieb Krüger, der Heineking GmbH (Sanitär), sämtlich aus Neustrelitz, Elektro Ganter aus Mirow, der Schrötter Bau GmbH Priborn (Außenanlagen und Ersatzpflanzungen) sowie der Brunkow Büro + Objekt GmbH aus Waren (Möblierung) erledigt. Unbedingt hervorzuheben ist, dass das Gebäude penibel genau ausgerichtet wurde. So führt sein Durchgang direkt auf den Badesteg, umgekehrt, mit dem See im Rücken, wird durch den Durchgang auf eine scheinbare Allee bis hoch zum Bahnübergang geblickt. Das hat schon Klasse!
Das war ein denkwürdiger Nachmittag gestern in Liepen. Gleich zwei gelungene Restaurierungen galt es zu feiern. Beide grenzen angesichts der Kürze der Erneuerungszeit und der erreichten Perfektion an ein Wunder. Die 1888 geweihte Feldstein-Kirche und ihr Umfeld sind saniert worden, und die 1912 eingebaute Grüneberg-Orgel, aufgrund größerer Schäden 40 Jahre nicht spielbar, erklingt wieder.
Dabei hatte sich der Förderverein für Gotteshaus und Instrument erst 2017 begonnen den Mammutaufgaben zu widmen. Nun konnte er Mitglieder, Unterstützer und Sponsoren zu einem festlichen Konzert in die blumengeschmückte Kirche mit anschließendem Sektempfang vor der Tür einladen. Trotz der Kälte drinnen und draußen, in die Herzen kehrte jede Menge Wärme ein. Balsam für die Seele, das habe auch ich so empfunden, der ich das ambitionierte Vorhaben von Beginn an in meinem Blog begleitet habe.
Der neue Vorsitzende des Fördervereins, Torsten Benzin, würdigte, dass das kleine Dorf seinen sozialen und kulturellen Mittelpunkt zurückerhalten habe und hier auch wieder Gottesdienste gefeiert werden können. „Wir haben eine originale Kirche, ein baufälliges Kleinod vorgefunden, an dem wegen seiner Abgeschiedenheit ‚die Segnungen von Modernisierung und Erneuerung‘ vorbeigegangen sind.“ Dank der Tatsache, dass die seinerzeit ortsansässige Heidi Heller gleich nach der Wende für eine Neueindeckung des Daches gesorgt hatte, konnten massive Schäden an der Substanz vermieden werden. Gleichwohl habe es an Mauern, Boden, Fenstern und Gestühl sowie im Außenbereich sehr viel zu tun gegeben. Manches sei gravierender gewesen, als es zunächst aussah.
„Das hat unseren Enthusiasmus aber eher beflügelt als gebremst“, blickte der Vereinsvorsitzende zurück. Es wurden erfolgreich Förderanträge gestellt und durch kulturelle Veranstaltungen zusätzliche Gelder eingeworben, um das Projekt zu stemmen. 2019 hatten die Arbeiten begonnen, begleitet von der Pandemie, Engpässen und explodierenden Kosten. All das habe die 40 Vereinsmitglieder aber nicht entmutigt, sondern sie eher kreativ werden lassen. Trotz unterschiedlichster Motivationen hätten alle an einem Strang gezogen. „Wir haben es geschafft. Nach Abzug der Fachleute haben wir 2023 noch einmal die Ärmel hochgekrempelt und im Ergebnis zum Tag des offenen Denkmals die wiederhergestellte Kirche präsentiert. Wir waren mit vielen Menschen stolz und froh, dieses Baudenkmal wieder so zu erleben“, so Torsten Benzin abschließend. Das große Weihnachtsgeschenk habe dann Orgelbauer Andreas Arnold aus Plau am See folgen lassen. Die Kirche habe ihre Stimme zurückbekommen.
Aufgrund der feierlichen Einweihung des Neubrandenburger Rathauses mit Lichtshow und Feuerwerk werden auf dem Friedrich-Engels-Ring am heutigen Montag von 18.15 Uhr bis 20.45 Uhr zwischen der Ziegelbergstraße und Turmstraße die zwei Innenspuren gesperrt. Der Friedrich-Engels-Ring wird in diesem Zeitraum somit nur noch auf einer Fahrspur befahrbar sein. Von 19.30 Uhr bis 19.40 Uhr wird es auf diesem Teilstück aus Gründen der Verkehrssicherheit zu einer Vollsperrung kommen.
Grund zur Freude: Gerd Müller vom gleichnamigen Bauunternehmen, Karsten Topfstedt, Kreisstraßenmeister Neustrelitz, Bürgermeister Henry Tesch, Claudia Lamm vom Dorfverein „Blankendütt“, der stellvertretende Landrat Thomas Müller und Hajo Schütt, Sachgebietsleiter Tiefbau in der Kreisverwaltung (von links).
Freudiges Ereignis heute Vormittag in der Kleinseenplatte: Nach rund einjähriger Bauzeit und erfolgreicher Bauabnahme wurde die neue Brücke über die Havel im Verlauf der Kreisstraße MSE 25 feierlich für den Verkehr freigegeben (Strelitzius berichtete kurz). Ein Schmuckstück, da waren sich die Gäste bei der Einweihung einig.
„Es ist eigentlich schon bemerkenswert, dass ein als Dauerbehelfsbrücke eingestuftes Bauwerk überhaupt 40 Jahre bestanden hat“, sagte der stellvertretende Landrat Thomas Müller bei der Eröffnung über die abgerissene Brücke aus den 1980er-Jahren. An einem Neubau führte nach all den Jahren aber kein Weg vorbei: Haupt- und Querträger der alten Stahlverbundkonstruktion waren stark korrodiert, teilweise lag auch die Bewehrung frei. Ein Gehweg für Fußgänger existierte nicht, und die durch rissigen Fahrbahnbelag ständige Durchfeuchtung habe die Standsicherheit zusätzlich beeinträchtigt, so Müller. Die Tragfähigkeit war deshalb zuletzt auf zwölf Tonnen beschränkt worden, was den Durchgangsverkehr erschwert und wiederkehrende Ausnahmegenehmigungen erforderlich gemacht hatte.
„Mich freut besonders, dass wir den Einwohnern mit der Errichtung einer Behelfsbrücke während der Bauphase lange Umwege ersparen konnten“, so Müller weiter. Denn Blankenförde liegt wie der Nachbarort Babke mitten im Müritz-Nationalpark, und die Brücke über die Havel bildet ein Nadelöhr im Kreisstraßennetz des Landkreises. Aus diesem Grund wurde nach dem Abriss der alten Brücke ein Behelfsüberbau aus Fertigteilen eingesetzt, der nun demontiert wurde und anderswo wiederverwendet werden kann.
Feierliche Freigabe: Gerd Müller vom gleichnamigen Bauunternehmen, Karsten Topfstedt, Kreisstraßenmeister Neustrelitz, Bürgermeister Henry Tesch, Claudia Lamm vom Dorfverein, der stellvertretende Landrat Thomas Müller und Hajo Schütt, Sachgebietsleiter Tiefbau in der Kreisverwaltung (von links).
In Blankenförde ist am Vormittag nach rund einjähriger Bauzeit die neue Brücke über die Havel freigegeben worden. Das zweispurig befahrbare Bauwerk aus Stahlbeton mit Fußgängerführung hat rund 1,97 Millionen Euro aus dem Haushalt des Landkreises gekostet, Fördermittel gab es nicht. Mehr von der Brückeneinweihung im Verlauf des Nachmittags.
Wasser ist ein Element, das fasziniert, bewegt und vor tausenden von Jahren unsere Region formte. Betrachtet man es näher, ergeben sich schnell spannende Fragen rund ums kühle Nass: Wie bahnt sich ein Fluss seinen Weg durch die Landschaft? Oder womit beeinflussen Menschen und Tiere seinen Verlauf? All dies kann auf dem neuen Wasserspielplatz im Garten des Müritzeums erforscht und ausprobiert werden. Er wird am 25. Juli eingeweiht. So kann man beispielsweise den Lauf des Wassers nachvollziehen und diesen durch verschiedene Spielelemente beeinflussen – pumpen, stauen und umlenken ist hierbei ausdrücklich erwünscht, um das Element Wasser spielerisch zu entdecken.
Neben dem aktiven Erforschen und Erkunden bietet der neue Wasserspielplatz auch genug Raum für Entspannung und Pausen. Auf Bänken und einer gemütlichen Relaxliege kann man das bunte Treiben auf dem Wasserspielplatz beobachten und genießt trotzdem eine entspannte Auszeit im Garten des Müritzeums.
Steffen Rißmann, Heiko Kruse, Christian Pegel, Henry Tesch und Manfred Giesenberg (von links) schneiden gemeinsam das symbolische Band durch.
In Mirow am Leussower Weg ist am Morgen die Kleinseenhalle feierlich eingeweiht worden. Amtsvorsteher Heiko Kruse und Mirows Bürgermeister Henry Tesch enthüllten den Namen, der an der Giebelseite der neuen, farbenfrohen Sportstätte aufgebracht ist. Herzlich begrüßter Gast der Zeremonie, zu der natürlich auch das traditionelle Banddurchschneiden gehörte, war der Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Christian Pegel.