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Steffen Rißmann, Heiko Kruse, Christian Pegel, Henry Tesch und Manfred Giesenberg (von links) schneiden gemeinsam das symbolische Band durch.

In Mirow am Leussower Weg ist am Morgen die Kleinseenhalle feierlich eingeweiht worden. Amtsvorsteher Heiko Kruse und Mirows Bürgermeister Henry Tesch enthüllten den Namen, der an der Giebelseite der neuen, farbenfrohen Sportstätte aufgebracht ist. Herzlich begrüßter Gast der Zeremonie, zu der natürlich auch das traditionelle Banddurchschneiden gehörte, war der Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Christian Pegel.

In der Halle warteten schon die Mirower Grundschüler aller vier Klassenstufen und brachten den Gästen ein Ständchen. „Hurra, wir haben eine Turnhalle“ sangen die Mädchen und Jungen einen Blues, den Marvik Fischer mit aktuellem Text versehen hat. Der Lehrer begleitete den gewaltigen Chor an der Gitarre.

Heiko Kruse ließ in seiner Festansprache die Stationen seit 2010 Revue passieren, über die es zu dem Vorzeigeobjekt geführt hat. Baustart war am 26. Februar 2020. „Es ist vollbracht, das größte Projekt, dass die Mecklenburgische Kleinseenplatte in ihrer Geschichte jemals angeschoben hat, ein Gemeinschaftsprojekt des Amtes und der Stadt Mirow.“ Beide Seiten haben zusammen einen Eigenanteil von rund 3,16 Millionen Euro an den Baukosten von 5,4 Millionen Euro aufgebracht, die übrigen Gelder kamen aus einer Sonderbedarfszuweisung des Landes, aus der Sportstättenförderung und vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

„Wenn ich mir dieses Prachtobjekt anschaue, bin ich mir sicher, das hat sich gelohnt“, unterstrich der Amtsvorsteher. „Diese Zwei-Felder-Sporthalle bietet dem Schul- und dem Vereinssport beste Voraussetzungen. Sie ist auf dem modernsten Stand.“ Die Bauleute hätten höchste Qualität abgeliefert. Unter Aufsicht von Bauamtsleiter Thomas Reggentin sei die Halle zu etwas Besonderem geworden. Heiko Kruse versäumte nicht, sich bei den ehemaligen Akteuren Lorenz Caffier, Vincent Kokert und Thomas Müller für die Unterstützung speziell bei der Beschaffung von Fördermitteln zu bedanken.

Minister zum Unteren Schloss „entführt“

Zu den Vorreitern des Großprojektes gehörte unbedingt Henry Tesch. Er hatte einen Neubau der Turnhalle statt aufwändiger Sanierung des alten Gebäudes von Beginn an favorisiert. „Die Fusion der Stadt Mirow mit der Gemeinde Roggentin hat uns letztlich die Kraft für die Entscheidung gegeben“, so das Stadtoberhaupt. Tesch würdigte das Durchhaltevermögen aller Beteiligten trotz der explodierten Baukosten. Das sei jetzt auch bei weiteren großen Vorhaben wie der Ortsumgehung, bei der noch Genehmigungen ausstehen, oder dem Unteren Schloss nötig. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit und „entführte“ Minister Pegel im Anschluss noch zum Unteren Schloss-Areal. Neben bereits zugesagten Bundesmitteln hofft Tesch dort auch auf eine Landesbeteiligung an dem ambitionierten Vorhaben.

Christian Pegel während der Besichtigung in angeregtem Gespräch.

Christian Pegel hatte dem Lied der Kinder aus der Grundschule „Regenbogen“ aufmerksam gelauscht und mitbekommen, mit welcher Sehnsucht in Mirow auf die neue Halle gewartet wurde. „Man kann großen Projekten auch mal große Hilfe leisten“, kommentierte er das Engagement des Landes. „Allen, die diese Riesenbaustelle begleitet haben, darunter an erster Stelle die örtliche Verwaltung, gebührt ein riesiges Kompliment. Die heutige Einweihung löst ein Glücksgefühl aus“, so der Politiker. Man dürfe drei Kreuze machen, dass die Halle noch rechtzeitig vor sich abzeichnenden weiteren drastischen Preissteigerungen im Bausektor fertig geworden ist. „Danke für den Mut, dass sie das Projekt gemeinsam getragen haben“, so der Gast aus der Landeshauptstadt an die Anwesenden, darunter auch die Bürgermeister von Priepert und Wesenberg, Manfred Giesenberg und Steffen Rißmann.

Tag der offenen Tür folgt

Vertreter des Planungsbüros aib aus Rostock würdigten die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen sowie den beteiligten Firmen und überreichten eine Fototafel sowie zwei Hallenuhren. Dann bestand Gelegenheit zur Besichtigung der 56 mal 31 Meter großen, gut zehn Meter hohen Kleinseenhalle, die zur Probe auch schon mal mit der absenkbaren Wand geteilt wurde und noch über einen kleineren Sportraum, Technikkabine, Zuschauertraverse, ein multifunktional nutzbares Foyer mit Teeküche, selbstverständlich schicke Sanitär- und Umkleideräumlichkeiten und vieles mehr verfügt. Die Einweihung klang mit angeregten Gesprächen am Buffet aus. Bei einem Tag der offenen Tür, dessen Termin noch nicht feststeht, wollen die Mirower Vereine die Halle der Öffentlichkeit vorstellen.

Hurra, wir haben eine Turnhalle“, sangen die Mirower Regenbogen-Schüler.
Die Vertreter des Planungsbüros kamen nicht mit leeren Händen.
Als kleines Dankeschön hatten die Bürgermeister des Amtsbereiches im Vorfeld bereits Vincent Kokert (Zweiter von links) Gelegenheit gegeben, die beeindruckende neue Halle zu besichtigen.