Schlagwörter
Blankenförde, Brücke, Einweihung, Freigabe, Havel, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Verkehr

Freudiges Ereignis heute Vormittag in der Kleinseenplatte: Nach rund einjähriger Bauzeit und erfolgreicher Bauabnahme wurde die neue Brücke über die Havel im Verlauf der Kreisstraße MSE 25 feierlich für den Verkehr freigegeben (Strelitzius berichtete kurz). Ein Schmuckstück, da waren sich die Gäste bei der Einweihung einig.
„Es ist eigentlich schon bemerkenswert, dass ein als Dauerbehelfsbrücke eingestuftes Bauwerk überhaupt 40 Jahre bestanden hat“, sagte der stellvertretende Landrat Thomas Müller bei der Eröffnung über die abgerissene Brücke aus den 1980er-Jahren. An einem Neubau führte nach all den Jahren aber kein Weg vorbei: Haupt- und Querträger der alten Stahlverbundkonstruktion waren stark korrodiert, teilweise lag auch die Bewehrung frei. Ein Gehweg für Fußgänger existierte nicht, und die durch rissigen Fahrbahnbelag ständige Durchfeuchtung habe die Standsicherheit zusätzlich beeinträchtigt, so Müller. Die Tragfähigkeit war deshalb zuletzt auf zwölf Tonnen beschränkt worden, was den Durchgangsverkehr erschwert und wiederkehrende Ausnahmegenehmigungen erforderlich gemacht hatte.
„Mich freut besonders, dass wir den Einwohnern mit der Errichtung einer Behelfsbrücke während der Bauphase lange Umwege ersparen konnten“, so Müller weiter. Denn Blankenförde liegt wie der Nachbarort Babke mitten im Müritz-Nationalpark, und die Brücke über die Havel bildet ein Nadelöhr im Kreisstraßennetz des Landkreises. Aus diesem Grund wurde nach dem Abriss der alten Brücke ein Behelfsüberbau aus Fertigteilen eingesetzt, der nun demontiert wurde und anderswo wiederverwendet werden kann.
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