Schlagwörter
B 193, Feuerwehr, Großbrand, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Peckatel, Sperrung

Ein Ödlandbrand breitet sich derzeit auf einem ehemaligen russischen Truppenübungsplatz kurz vor Neustrelitz aus Richtung Peckatel kommend auf mehr als 42 Hektar aus. Daher ist die B193 zwischen Peckatel und Neustrelitz aktuell durch die Polizei gesperrt. Der Brandbereich, bei dem zahlreiche Feuerwehren im Einsatz sind, wird von der Polizei vor unbefugtem Betreten gesichert. Das Krankenhaus wurde vorsorglich über den Brand informiert.
Mitarbeiter einer nahegelegenen Werkstatt für Behinderte wurden zur Sicherheit aus dem Umfeld gebracht. Ob weitere Maßnahmen notwendig sind und in welchem Umfang, muss die Entwicklung des Feuers zeigen. Das weitere Vorgehen wird eng mit Feuerwehr, Rettung und Munitionsbergungsdienst abgestimmt.
Minister: Einsatzkräfte gut vorbereitet
Dazu erklärt Forst- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus: „Nach einer langen Phase in der es recht ruhig um das Waldbrandgeschehen im Land gewesen ist, steigen nun mit den Temperaturen auch die Waldbrandgefahrenstufen im Land. Für morgen ist in der Region um Mirow die zweit höchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen worden. Wie schnell sich bei den trockenen Waldböden ein Waldbrand entzünden kann, zeigen die jüngsten Entwicklungen im Nationalpark Müritz.
Glücklicherweise habe wir es dort nicht mit einem sogenannten Kronenfeuer, sondern einem Bodenfeuer zu tun. Doch die dortige Offenlandschaft mit Sukzessionsflächen und einzelnen Bäumen ist munitionsbelastet, so dass Löschroboter zum Einsatz gebracht werden müssen. Es zeigt sich, dass sich der Landkreis in den letzten Jahren gut auf solche Szenarien vorbereitet hat. Die Einsatzkräfte bemühen sich, den Brand abzuriegeln. Ich hoffe sehr, dass dies in geplanter Weise gelingt.
Aktuell liegen wir bei den Waldbrandgefahrenstufen vor allem im Westen und Südwesten des Landes bei der Stufe drei von fünf. Es ist aber damit zu rechnen, dass sich dieses Bild in den kommenden Tagen stark ändern wird. Deshalb bitten wir alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher um umsichtiges Verhalten und die konsequente Einhaltung der Schutzregeln“, so Backhaus.