Gastgeber und Gäste musizierten am Unteren Schloss auf der Kulturbühne auch gemeinsam.Fotos: Kevin Lierow-Kittendorf
Volle Hütte sozusagen gestern Nachmittag vor der Kulturbühne am Unteren Schloss in Mirow. Der Feuerwehrmusikzug Mirow unter der Leitung von Jörg Rennoch hatte anlässlich seines 30-jährigen Bestehens zum Jubiläumskonzert eingeladen und sich mit dem Heeresmusikkorps Neubrandenburg unter Oberstleutnant Christian Prchal namhafte musikalische Verstärkung herangeholt. Es spricht für die Jubilare, dass sie ihr Publikum zu Spenden für das Untere Schlossensemble aufgerufen hatten. Am Ende kamen 1080,84 Euro zusammen, wie Jörg Rennoch mitteilte. Das freute auch Bürgermeister Henry Tesch, denn jeder Euro zähle bei dem anspruchsvollen Sanierungsvorhaben.
Das Konzert in Hohenzieritz erfreut sich jedes Jahr aufs Neue großer Beliebtheit. Foto: Bundeswehr
Am 30. August veranstaltet die Bundeswehr in Kooperation mit der Oberen Landesbehörde Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern (SSGK M-V) und der Gemeinde Hohenzieritz das Open-Air-Konzert vor dem Schloss Hohenzieritz.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Arlt hat einen offenen Brief des Krümmelers Gerhard Schneider (Strelitzius berichtete) wie versprochen beantwortet. Schneider hatte in seinen „Gedanken eines alten Mannes“, die von meinen Lesern stark beachtet wurden, unter anderem die Aufrüstung der Bundeswehr mit einem Extrabudget von 100 Milliarden Euro angesichts des Krieges in der Ukraine in Frage gestellt. Arlt, Luftwaffenoffizier bei der Bundeswehr, hat mir exklusiv gestattet, sein Antwortschreiben zu veröffentlichen. Zugleich lud er Gerhard Schneider ein, das Thema in einem Live-Stream zu diskutieren. Hier die Zeilen des Bundestagsabgeordneten unserer Region:
Daumen hoch für die Amtshilfe: Geschäftsführerin Gudrun Kappich und Chefärztin Dr. med. Regina Tanzer bedankten sich bei Robin Krauß und Oberstleutnant Christian Prchal (von rechts). Fotos: DBK
Für Künstler sind die Zeiten schwer. Das gilt auch für die Musikerinnen und Musiker des Heeresmusikkorps Neubrandenburg. Sie können schon seit Monaten keine Konzerte mehr geben und nur eingeschränkt proben. Gutes tun sie trotzdem. Robin Krauß beispielsweise, der in dem Bundeswehr-Orchester Tuba und E-Bass spielt, arbeitet seit Mitte Dezember im Schichtdienst in der Zentralen Notaufnahme des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums. Insgesamt Fünf Musiker-Kollegen sind im Wechsel vor allem für die verschiedenen Corona-Tests bei allen Patienten in der Notaufnahme zuständig. Diese Amtshilfe ist jetzt für vier Wochen bis zum 22. Februar 2022 verlängert worden.
Das Konzert erfreut sich jedes Jahr aufs neue großer Beliebtheit. Foto: Bundeswehr
Am kommenden Dienstag, den 24. August, veranstaltet die Bundeswehr in Kooperation mit der Oberen Landesbehörde Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern (SSGK M-V) und der Gemeinde Hohenzieritz das traditionelle Open-Air-Konzert vor dem Schloss Hohenzieritz. Es spielt das Heeresmusikkorps aus Neubrandenburg. Das Konzert startet um 16 Uhr und dauert gut eine Stunde. Einlass ist ab 15 Uhr. Das Heeresmusikkorps tritt in der großen symphonischen Besetzung unter der Leitung von Oberstleutnant Christian Prchal auf und bietet ein unterhaltsames, abwechslungsreiches Programm mit Musik durch verschiedenste Stilrichtungen. Der Kommandeur des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern Brigadegeneral Markus Kurczyk freut sich: „Das Schlosskonzert Hohenzieritz wird ein Genuss für die Sinne. Das Schloss ist eine Augenweide und das Konzert wird die Ohren verwöhnen. Es ist schön, die Veranstaltungsreihe nach einer einjährigen Corona-Pause wieder fortsetzen zu können.“
„Das Benefizkonzert ist eine nunmehr schon ins zwanzigste Jahr gehende Tradition. Jeden Sommer bringt die Bundeswehr mit Unterstützung der SSGK M-V und der Gemeinde ein ganz besonderes musikalisches Highlight nach Hohenzieritz. Derartig klangvolle Veranstaltungen tragen dazu bei, den Namen des Ortes Hohenzieritz weit über die Landesgrenzen hinaus noch bekannter zu machen“, so Heiko Miraß, Staatssekretär im Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern.
Der Eintritt ist kostenlos. Im Laufe des Konzertes wird um Spenden gebeten. Diese kommen zu gleichen Teilen der Gemeinde Hohenzieritz und wohltätigen Zwecken mit Bezug zur Bundeswehr zugute. Die Gemeinde verwendet ihren Anteil für die Ausstattung der Hohenzieritzer Schmiede für Ausstellungen und Veranstaltungen. Der Anteil der Bundeswehr geht an das Soldatenhilfswerk e.V. und Lachen helfen e.V..
Es wird um Verständnis gebeten, dass der Zugang zu der Veranstaltung aufgrund der Pandemielage nur mit einem der Nachweise – vollständig geimpft, aktuell getestet oder genesen – möglich ist. Für Kinder unter 12 Jahre ist kein Nachweis nötig. Während des Konzertes kann am Sitzplatz zwar auf eine Maske verzichtet werden, trotzdem bitten die Veranstalter die Gäste, an eine medizinische/FFP2-Maske zu denken.
Mit „großer Verwunderung“ hat der Kreisvorstand der Partei DIE LINKE MSE die mehrheitliche Ablehnung der Kreistagsfraktionen zum Antrag der Linksfraktion zur Problematik militärischer Flugübungen über der Mecklenburgischen Seenplatte zur Kenntnis genommen (Strelitzius berichtete). Als es im Juni vor zwei Jahren zu dem Eurofighter-Absturz nahe Nossentiner Hütte kam, sei die Empörung parteiübergreifend groß gewesen. „Angesichts der Tatsache das wir nur knapp einer Katastrophe entkamen, war z.b. Landtat Kärger (CDU) einer der ersten, der eine Ende dieser Flüge über unserer Region forderte. Auch andere Kommunalpolitiker*innen unterschiedlichster Parteien forderten dies so oder ähnlich. Von diesem Widerstand ist, außer bei der Partei DIE LINKE, nichts übrig geblieben“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Statt dessen werde die Frage aufgeworden „wo sollen sie denn fliegen üben…“. Diese Frage beantworte unter anderem die Bundeswehr selbst, indem sie z.b. die Bedingungen für Flugtrainings in Nevada (USA) für sich selbst als ideal finde. Die LINKE spricht in diesem Zusammenhang von einer Scheindebatte. „Hier geht es um die Frage, ob es in einer touristisch aufstrebenden und ökologisch sensiblen Region weiterhin solche Trainings als notwendig und sinnvoll erachtet werden. DIE LINKE beantwortet diese Frage mit einem Nein und lädt dazu am 24. Juni ab 16 Uhr nach Malchow auf den Alten Markt ein.“
In die aktuelle Diskussion um militärische Übungsflüge in unserer Region hat sich jetzt auch Dr. Stephan Bunge, CDU-Bundestagskandidat für den Wahlkreis 17, eingeschaltet. „Die Forderungen der Partei Die Linke, alle Übungsflüge der Bundeswehr zu verbieten, ist unverantwortlich und realitätsfern zugleich. Als Partner der NATO müssen auch wir unseren Beitrag für die Verteidigungsgemeinschaft leisten. Dazu gehört eine definierte Anzahl von Übungsstunden, um den Frieden zu sichern und im Ernstfall einsatzbereit sein zu können. Ein Verbot ist unrealistisch, weil die Bundesrepublik Deutschland leider über keine weiteren Flächen verfügt, die so dünn besiedelt sind wie die Seenplatte“, so Bunge in einer Pressemitteilung.
Zugleich sei aber auch klar, dass die Belastung von Einheimischen und Gästen in der Seenplatte zunehmend stärker werde. „In der vergangenen Woche konnte ich mich bei Gesprächen mit den Bürgermeistern der Kleinseenplatte davon überzeugen, dass viele Menschen vor Ort über den Fluglärm klagen. Die Kritik entzündet sich vor allem an zum Teil extremen Tiefflügen und gewagten Manövern. Jeder der es selbst erlebt hat, weiß, dass dies eine enorme Lärmbelästigung ist. Zwischenzeitlich haben Studien ergeben, dass eine zu hohe Lärmbelastung zu gesundheitlichen Einschränkungen führen kann. Das muss verhindert werden“, räumt der CDU-Kandidat ein.
Auch hätten die Bürgerinnen und Bürger vor einigen Jahren nicht erfolgreich gegen das geplante „Bombodrom“ gekämpft, um jetzt trotzdem den gleichen Lärmpegel zu haben. Das von der SPD schulterzuckend ins Feld geführte Argument, dass es sich dabei um ein subjektives Empfinden handele, das hinnehmen sei, wirke vor diesem Hintergrund zynisch.
Das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold hat Oberst Christian Nawrat von der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ in dieser Woche an Oberbürgermeister Silvio Witt verliehen. Es ist die höchste militärische Auszeichnung, die in der Bundesrepublik Deutschland einem Zivilisten verliehen werden kann. Geehrt wurde der Oberbürgermeister, weil er den 2014 mit der Bundeswehr abgeschlossenen Partnerschaftsvertrag „mit Leben füllt“. Er sorgt dafür, dass Bundeswehr und die Brigade in der Vier-Tore-Stadt präsent sind, hieß es. In Neubrandenburg gehört die Bundeswehr zum gelebten Alltag und zum Straßenbild. Auf dem Markt fand eine Kommandoübergabe statt, beim Vier-Tore-Fest präsentiert sich die Bundeswehr und leistet bei der Gedenkstättenarbeit Hilfe.
Bereits mit Christian Nawrats Vorgänger, Brigadegeneral Andreas Durst, gab es eine enge Zusammenarbeit. Der Brigadegeneral war während der feierlichen Zeremonie auf dem Bundeswehrgelände per Videoschaltung aus Brüssel dabei. „Ich fühle mich geehrt, bin zutiefst gerührt und bin sehr stolz auf unsere gute Zusammenarbeit“, bedankte sich Silvio Witt, für den diese Ehrung völlig überraschend kam.
Die Forderung der Landtagskandidierenden und der Bundestagskandidatin des Kreisverbands Mecklenburgische Seenplatte der Partei „DIE LINKE“, militärische Übungsflüge über der Seenplatte zu verbieten (Strelitzius berichtete), hat Johannes Arlt, Bundestagskandidat der SPD im Bundestagswahlkreis 17 (#MSE/#LRO) als „sicherheitspolitisch verantwortungslos und gefährlich“ bezeichnet. Militärische Übungsflüge seien unbedingt notwendig, auch wenn sie subjektiv manchmal als belastend empfunden würden.
Jeder Übungsflug trage dazu bei, die Fähigkeiten und Kenntnisse der Luftfahrzeugbesatzungen zu verbessern und damit auch das Risiko von Flugunfällen zu vermindern. Deutsche Besatzungen hätten im Vergleich zu anderen NATO-Ländern eine vergleichsweise geringe Flugstunden-Anzahl pro Jahr. 2019 erfüllten nur etwa 60 Prozent der deutschen MilitärluftfahrzeugführerInnen die von der NATO geforderte Anzahl von 180 geleisteten Flugstunden pro Jahr (Quelle: Kleine Anfrage der FDP). Die Bundeswehr sei nebenbei einer der größten Arbeitgeber im Bundestagswahlkreis 17. Allein die Luftwaffe beschäftige am Standort Laage etwa 1300 Menschen.
Abschließend kommentiert Johannes Arlt: „Jeder Übungsflug trägt dazu bei, dass wir uns sicher sein können, unser Steuergeld in eine einsatzbereite Bundeswehr investieren. Eine Bundeswehr, die in der Lage ist, unser Land zu verteidigen – immer, wenn es erforderlich sein sollte. Daher fordere ich Kandidaten der LINKEN in der Seenplatte auf, die politischen Spielchen auf dem Rücken der Bundeswehr und der Sicherheit unseres Landes zu beenden. Unser Land verteidigt sich nicht von der Couch aus!“
Die Bundeswehr hat auf ein Amtshilfeersuchen von Landrat Heiko Kärger sehr schnell reagiert und unterstützt das Gesundheitsamt der Mecklenburgischen Seenplatte in Sachen Corona ab heute täglich mit zehn Kräften bei der Kontaktpersonen-Nachverfolgung. Fünf Bundeswehrangehörige sind bereits im Abstrichzentrum des Landkreises eingesetzt.
Gestern sind im Testzentrum des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte 211 Abstriche vorgenommen worden. Die beiden mobilen Abstrichteams haben insgesamt 180 Personen abgestrichen.
Das Landesamt für Gesundheit und Soziales meldet mit Stand gestern (Montag, 19.10.2020, 16 Uhr) für die zurückliegenden 7 Tage für den Landkreis MSE 96 Neuerkrankungen. Das entspricht einer 7-Tage-Inzidenz von 37 Fällen je 100.000 Einwohner.