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Bundeswehr, Kreistag, Landkreis, Mecklenburgische Seenplatte, Parteien

Mit „großer Verwunderung“ hat der Kreisvorstand der Partei DIE LINKE MSE die mehrheitliche Ablehnung der Kreistagsfraktionen zum Antrag der Linksfraktion zur Problematik militärischer Flugübungen über der Mecklenburgischen Seenplatte zur Kenntnis genommen (Strelitzius berichtete). Als es im Juni vor zwei Jahren zu dem Eurofighter-Absturz nahe Nossentiner Hütte kam, sei die Empörung parteiübergreifend groß gewesen. „Angesichts der Tatsache das wir nur knapp einer Katastrophe entkamen, war z.b. Landtat Kärger (CDU) einer der ersten, der eine Ende dieser Flüge über unserer Region forderte. Auch andere Kommunalpolitiker*innen unterschiedlichster Parteien forderten dies so oder ähnlich. Von diesem Widerstand ist, außer bei der Partei DIE LINKE, nichts übrig geblieben“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Statt dessen werde die Frage aufgeworden „wo sollen sie denn fliegen üben…“. Diese Frage beantworte unter anderem die Bundeswehr selbst, indem sie z.b. die Bedingungen für Flugtrainings in Nevada (USA) für sich selbst als ideal finde. Die LINKE spricht in diesem Zusammenhang von einer Scheindebatte. „Hier geht es um die Frage, ob es in einer touristisch aufstrebenden und ökologisch sensiblen Region weiterhin solche Trainings als notwendig und sinnvoll erachtet werden. DIE LINKE beantwortet diese Frage mit einem Nein und lädt dazu am 24. Juni ab 16 Uhr nach Malchow auf den Alten Markt ein.“
Wo sollen Sie denn fliegen üben? Wie schon geschrieben wurde , die Bundeswehr beantwortet die Frage selbst. Dessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe. Politiker vergessen oft, was sie mal geäußert haben. Es geht doch nur um Macht-Gerangel, um bei der nächsten Wahl in der ersten Reihe zu sitzen. Auch teilweise darum, seinen Posten zu behalten.
Wie zu sehen, sind die Politiker nicht mal in der Lage, ein Thema sauber aufzunehmen und Entscheidungen zu treffen. Um Lösungen sollten sich künftig die Betroffenen selbst kümmern. Kampfübungen in Nordamerika haben eine lange Tradition, völlig unverständlich, warum dies nicht mehr geschieht. Hier würde mich allerdings die inoffizielle Begründung interessieren? Liebe Politiker, die Historie hat uns gelehrt, dass euren Versprechungen vor Wahlperioden keine Taten folgen. Ich persönlich gebe auf das aktuelle Gerassel keinen Cent.