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Die Neustrelitzer SPD-Fraktion hat mit Genugtuung quittiert, dass ihr Antrag „Machbarkeitsstudie Bau einer Schwimmhalle in Neustrelitz“ nun doch mit sehr großer Mehrheit die Stadtvertretung passiert hat. Lediglich eine Gegenstimme hatte es am vergangenen Donnerstag gegeben und drei Enthaltungen. Nun werden im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau die Rahmenbedingungen festgezurrt.

„Ein dermaßen deutliches Ergebnis hatte ich gar nicht erwartet“, so SPD-Fraktionschef Helge Oehlschläger im Gespräch mit Strelitzius erleichtert. Nachdem es zunächst heftigen Gegenwind unter anderem aus der CDU-Fraktion und der Verwaltung gegeben habe, sei die Stimmung in der Diskussion nach und nach gekippt. „Für uns als SPD ist das Abstimmungsergebnis erst einmal ein Erfolg, so weit waren wir in den vergangenen zwanzig Jahren bei diesem Thema noch nie“, betonte Oehlschläger. Seine Fraktion hatte die Vorlage wegen Wahlkampfvorwürfen vom Mai bis zur vergangenen Woche vertagt (Strelitzius berichtete).

Was eine kommunale Schwimmhalle angeht, so verweist die SPD auf das Beispiel Anklam, wo bereits mehr als zehn Jahre eine solche Einrichtung betrieben und jetzt sogar ein Ersatzbau errichtet wird. Die Studie dazu hat 20.000 Euro gekostet. Der SPD gehe es auch nicht um irgendeine Schwimmhalle, unterstreicht Helge Oehlschläger. Die Fraktion hat sich vom Baukastenprinzip holländischer Entwickler inspirieren lassen, die für 4,5 Millionen Euro ein komplettes Schwimmbad mit acht 25-Meter-Bahnen errichtet haben. Ohne Luxus, nur zum Schwimmen. Das Magazin „Swim“ wirft die berechtigte Frage auf, ob das nicht die Lösung für klamme Kommunen auch in Deutschland sei. Hier der Bericht:

https://swim.de/aktuell/schwimmbad-nach-baukastenprinzip-67933