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Freizeit, Kultur, Mecklenburg-Strelitz, Mirow, Neustrelitz, Vortrag

Sandra Lembke ist wieder da. Am kommenden Freitag, den 31. Mai, lädt die Neustrelitzer Historikerin um 19 Uhr zum Start der nunmehr dritten historischen Vortragsreihe in das 3 Königinnen Palais Mirow ein. Wie immer, ich weiß das sehr zu schätzen, gibt es exklusiv für die Strelitzius-Leser eine ausführliche Vorschau.
In „Das Haus Mecklenburg-Strelitz und die Fürstengruft: von Regenten, Kavalieren und starken Frauen“ berichtet Sandra Lembke diesmal über das Leben und Wirken der Persönlichkeiten, die in der Fürstengruft der Johanniterkirche auf der Schlossinsel beigesetzt wurden. Hierfür hat sich die Neustrelitzerin wieder in die Tiefen regionaler und auch internationaler Archive begeben, um ihren Zuhörern so manchen vermutlich unbekannten Fakt präsentieren zu können. Insgesamt sind bis Februar 2020 wieder acht Vorträge geplant, die wie gewohnt an jedem letzten Freitag im Monat stattfinden sollen. Im August und Dezember wird jedoch wieder eine Pause eingelegt.
Preuße spottet über die „Mirokesen“
Im ersten Vortrag „Gar gute Damen & ein Prinz Cajuca: Am kleinen Hof der Mirokesen“ kommt zunächst der engste Familienkreis der Prinzessin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz zu Wort. Vom preußischen Kronprinzen Friedrich spöttisch als „Mirokesen“ bezeichnet, verliehen die Großmutter sowie die Eltern der späteren britischen Königin dem kleinen Ort Mirow etwas fürstliches Gepränge.
Christiane Aemilie Antonie von Schwarzburg-Sondershausen, die Matriarchin der Mirokesen, kam im Jahr 1705 nach Mecklenburg-Strelitz, um die dritte Gemahlin des Herzogs Adolph Friedrich II. zu werden. Doch bereits nach knapp dreijähriger Ehe fand sich die junge Frau als Witwe wieder. Da ihr das Amt Mirow als Wittum zugewiesen war und sie zudem ein Anrecht auf eine standesgemäße Residenz hatte, ließ sie sich dort ein Schloss errichten. Hier erzog sie gemeinsam mit ihrer ledigen Schwester Louise Albertine von Schwarzburg-Sondershausen ihren Sohn Carl Ludwig Friedrich, der als Prinz von Mirow in die Geschichte einging. Der Filius führte dann im Jahr 1735 mit der Prinzessin Elisabeth Albertine von Sachsen- Hildburghausen eine sehr patente Gemahlin heim, die sich dereinst als fähige und kluge Regentin erweisen sollte.
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