Am heutigen Freitag wurden die Verkehrssicherungsmaßnahmen auf der Peenebrücke in Wolgast schrittweise zurückgebaut und ab 15.30 Uhr beide Spuren mit eingeschränkter Fahrspurbreite wieder für den Fahrzeugverkehr freigegeben. Ursprünglich sollten die Arbeiten bis Sonntag, den 10. September, andauern.
„Die Arbeiten an der Peenebrücke in Wolgast können nach fünf Tagen vorzeitig beendet werden. Planer, Bauteams, die Rettungsdienste und viele weitere Beteiligte haben hervorragend zusammengearbeitet, um die Auswirkungen der Sperrung so schnell wie möglich zu verkürzen – dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken! Die guten Wetterverhältnisse hatten ebenfalls den erhofften positiven Einfluss auf den Verlauf der Arbeiten an der Peenebrücke“, so Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer am Nachmittag vor der Freigabe für den Fahrzeugverkehr.
In den letzten Tagen haben die Brückenklappe eine neue Schicht Spezialbelag bekommen, die festen Brückenfelder neuen Asphalt erhalten, Schadstellen wurden beseitigt und neue Schutzplanken sind aufgebaut. Ebenso sind die Sicherheitseinrichtungen eingerichtet, die notwendig sind, weil das Brückengeländer auf der nördlichen Seite demontiert ist. Damit sind alle Voraussetzungen erfüllt, den Verkehr wieder über die Peenebrücke zu leiten.
„Es hatte alles gepasst. Alle am Bau beteiligten Personen haben super Arbeit geleistet und sich ins Zeug gelegt, damit die Einschränkungen so kurz wie möglich andauern. Auch die Pendler und Gäste der Region haben sich hervorragend auf die Situation eingestellt“, erklärte die verantwortliche Ingenieurin Annemarie Schaak vom Straßenbauamt Neustrelitz. Zudem wurden die Arbeitsprozesse während der Instandsetzung immer weiter optimiert.
Den Aktivisten, die seit Jahren für die Wiedererrichtung des Neustrelitzer Schlossturms als „Leuchtturm für Demokratie“ kämpfen, reißt allmählich der Geduldsfaden. Bei dem ambitionierten Projekt gibt es seitens der Verantwortungsträger bei Stadt und Land jede Menge Ausreden, aber keine Fortschritte zu verzeichnen. Und die Rahmenbedingungen werden nicht besser. Jetzt wurde ein parteiunabhängiger Einwohnerantrag gemäß Kommunalverfassung angeschoben, zu dessen Untermauerung Unterschriften gesammelt werden.
Beantragt werden soll, dass die Stadtvertretung beschließt, den Schlossturm zum „Leuchtturm für Demokratie“ zu entwickeln. Prinzipiell wird dort die demokratische Entwicklung von Mecklenburg-Strelitz vom 18. Jahrhundert bis heute betrachtet. Der Bürgermeister wird verpflichtet, zu jeder Stadtvertretersitzung über den Sachstand „Schlossturm Neustrelitz“ zu berichten. Im Anhang zum Ausdrucken der Einwohnerantrag nebst Unterschriftenliste und das Nutzungskonzept für den „Leuchtturm für Demokratie“.
Heute hat das Straßenbauamt Neustrelitz die B 104 zwischen Malchin und Stavenhagen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wieder für den Verkehr freigegeben. Damit ist die Strecke eine Woche früher als angenommen wieder nutzbar. Eine neue Asphaltdecke auf acht Kilometer Länge und drei neue Durchlässe befinden sich nun auf dem Streckenabschnitt. Da noch keine Fahrbahnmarkierung aufgetragen ist, gilt vorerst Tempo 50 auf der neuen Fahrbahn.
Wie angekündigt dauern die Restarbeiten bis voraussichtlich Ende September an. Dann werden die vorhandenen Bushaltestellen barrierefrei umgebaut, die Schutzplanken erweitert und die endgültige Fahrbahnmarkierung aufgetragen. Für diese Arbeiten ist in den betroffenen Streckenabschnitten eine halbseitige Verkehrsführung vorgesehen.
Nachdem am vergangenen Sonntag wiederum bei einer Badeleiter am Weißen See in Wesenberg eine Stufe durchgebrochen ist (Strelitzius berichtete), hat Bürgermeister Steffen Rißmann auf Grund der Verkehrssicherung den Rückbau der verbliebenen zwei Leitern durch den Regiehof veranlasst. Am Montag erfolgte dann die Montage einer Ersatzleiter als Probeexemplar. Nach Begutachtung durch das Bauamt der Kleinseenplatte wurde grünes Licht für die weitere Lieferung und Montage der fehlenden drei Leitern gegeben. „Nunmehr sind wieder alle vier Leitern montiert und machen nach eigener Inaugenscheinnahme am heutigen Morgen einen sehr soliden und stabilen Eindruck“, meldet der Bürgermeister mir soeben Vollzug. „Auch die Plattform ist nun wieder jedermann zugänglich und nicht den sehr Sportlichen vorbehalten.“
Bauleistungen vergeben
Und noch eine gute Nachricht in Sachen Weißer See gibt es. Eine wichtige Entscheidung für den Tourismus im Allgemeinen und das Strandbad im Besonderen war die Vergabe der Bauleistungen für den Ersatzneubau des Sanitär- und Umkleidegebäudes bei der jüngsten Stadtvertretersitzung. Die Bauarbeiten sollen nach der Saison im Herbst dieses Jahres aufgenommen werden. Die Fertigstellung ist schon für das kommenden Jahr zur nächsten Saison geplant. Damit wird auch der provisorisch aufgestellte Sanitärcontainer überflüssig.
Auf Grund der Vollsprerrung der B198 in Richtung Below (Strelitzius berichtete) im Zuge der Bauarbeiten ab 27. Juli ist mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen in der Straße Vor dem Wendischen Tor in Wesenberg zu rechnen. Zum Schutz der Anrainer und anderer Verkehrsteilnehmer ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h dringend geboten, so Bürgermeister Steffen Rißmann auf der jüngsten Stadtvertretersitzung.
Diese verkehrsrechtliche Anordnung soll unverzüglich beim LK MSE durch das Ordnungsamt des Amtes Mecklenburgische Kleinseenplatte beantragt werden. Ergänzend soll während dieser Zeit eine Tempo-Anzeigetafel angebracht werden.
Silvio Browarczik, Jennifer Deparade und Steffen Rißmann (von links) beim Durchschneiden des symbolischen Bandes.
Das war gestern ein großer Tag für Wesenbergs Feuerwehrnachwuchs, natürlich auch für die gestandenen Kameradinnen und Kameraden, ja für die ganze Woblitzstadt. Viele Gäste waren in das direkt an der B 198 gelegene Gewerbegebiet Am Pump gekommen, um bei der feierlichen Einweihung des schmucken Hauses für die Kinder- und Jugendfeuerwehr dabei zu sein. Es dürfte weit und breit seinesgleichen suchen, Bürgermeister Steffen Rißmann sprach sogar von einem Alleinstellungsmerkmal. 268.000 Euro sind in das Vorzeigeobjekt geflossen, davon hat dankenswerterweise 80.000 Euro der Landkreis beigesteuert. „Diese Investition ist mit Blick auf eine neue Generation von Feuerwehrleuten jeden Cent wert, nur wer sät, kann auch ernten“, bekräftigte das Stadtoberhaupt.
Das im September 2021 eröffnete neue Feuerwehrgerätehaus in unmittelbarer Nachbarschaft hat eigentlich den Stein ins Rollen gebracht. Gesundheitsauflagen im Zusammenhang mit dem gefürchteten Feuerkrebs zogen einen erhöhten Raumbedarf nach sich, und da war plötzlich kein Platz mehr für die Kinder und Jugendlichen. Das Thema eines separaten Gebäudes hat sich seinerzeit der Wesenberger Feuerwehrverein zu eigen gemacht und vorangetrieben, im März 2022 erfolgte die Projektübernahme durch die Stadt. Nach Ausschreibung im September des gleichen Jahres, den Zuschlag erhielten das Wesenberger Baugeschäft Splett, die Neustrelitzer Sanitär- und Heizungsfirma Hauke Runge und das Mirower Elektrounternehmen Ganter, war am 16. November vergangenen Jahres Baubeginn.
Dank an beteiligte Firmen und Projektbegleiter
Steffen Rißmann würdigte das hohe Tempo und die Qualitätsarbeit bei der Errichtung des Hauses, aber auch die Kostentreue der beteiligten Firmen. Zugleich dankte er Bauamtsleiter Thomas Reggentin und dessen Mitarbeiter Peter Vorwerk für die fachliche Begleitung des Vorhabens. Der Bürgermeister verlas abschließend ein Grußwort des Innenministers a.D. Lorenz Caffier, der gestern leider verhindert war.
„Wesenberg und seine Feuerwehr können stolz sein auf das neue Haus“, betonte der 1. Stellvertretende Landrat und Feuerwehrmann Thomas Müller in seiner Ansprache. „Feuerwehrausbildung prägt Kinder und Jugendliche, und sie macht auch noch Spaß.“ Viel Glück im neuen Gebäude wünschte die Amtswehrführerin der Kleinseenplatte Anke Krüger. Sie überreichte einen Gutschein für Armbinden, mit denen der Nachwuchs der Wesenberger Feuerwehr beispielsweise bei Übungen oder auch Wettkämpfen die unterschiedlichen Funktionen im Löschtrupp ausweisen kann. Dean Kehnscherper, Sprecher der Jugendfeuerwehr, bedankte sich für das neue Gebäude, das mit einem ordentlichen Strahl Wasser aus der Spritze ans Garagentor gemeinschaftlich getauft wurde.
An Steffen Rißmann sowie den Nachwuchsbetreuern Jennifer Deparade und Silvio Browarczik war es dann, den Schlüssel vom Bürgermeister zu übernehmen und mit ihm das symbolische Band durchzuschneiden, bevor die Lütten ihren Eltern stolz ihre neuen Spinde vorführen konnten. Von den Umkleideräumen bis zum Sanitärbereich, von der offenen Küche im gemütlichen Gemeinschaftsraum bis zur überdachten Terrasse bietet die neue Adresse der Kinder- und Jugendfeuerwehr beste Bedingungen. Und auch die Erwachsenen werden das neue Haus für die eine oder andere Zusammenkunft zu schätzen wissen. Nach dem offiziellen Akt wurden der von Thomas Splett gebackene Streuselkuchen angeschnitten, der Grill angeworfen, die Getränke aus dem Kühlschrank geholt und die Hüpfburg aufgeblasen. Zum schönen Anlass gesellte sich ein nicht minder schöner Abend.
Thomas Müller bei seiner Ansprache.Amtswehrführerin Anke Krüger (rechts) kam nicht mit leeren Händen.Ein Dankeschön an Hauke Runge, Thomas Splett, Marcel Beyer vom Feuerwehrverein und den Wesenberger Unternehmer Ols Plantikow (von links).Den kühlen Schluck aus der Pulle haben sich Wehrführer René Deparade (Mitte) und seine Kameraden mehr als verdient.
Jeden Tag treffen neue Pakete im alten Feuerwehrhaus ein. Es gibt viel auszupacken. Und die Vorfreude bei Andrea und Alexander Borchard steigt, und steigt, und steigt…
Es ist schon begeisternd, wie Andrea und Alexander Borchard mit dem alten Feuerwehrhaus in der Wesenberger Bahnhofstraße (Strelitzius berichtete) umgehen. Besseres könnte dem Gebäude nicht passieren, das die Hoteliers besenrein von den Kameradinnen und Kameraden übergeben bekommen haben und nun Stück für Stück für ihre Zwecke umgestalten. Seit ein paar Tagen ist es eingerüstet und glänzt bereits in seiner neuen leuchtend grauen Fassadenfarbe, die dem FamilyHus der Hoteliers in der Wesenberger Innenstadt angepasst ist. Die drei Tore bleiben übrigens rot, sie sollen an die Feuerwehr erinnern, wie Strelitzius heute bei einem Baustellenbesuch erfuhr. Dieser Tage erhält das Haus noch eine Photovoltaikanlage.
Auch innen sind die Arbeiten weit vorangeschritten. Inzwischen sind die ersten Mieter, ein Paar, im ersten Stockwerk eingezogen. Eine weitere Familie mit vier Kindern wird folgen, gegenwärtig richten die Handwerker die attraktive Wohnung auf der kompletten Dachetage her. Wobei die Mieter selbst, sämtlich Mitarbeiter bei den Borchards, letzte Hand anlegen. „Sie dürfen ihr Zuhause selbst gestalten, schließlich sollen sie sich hier wohlfühlen“, so Andrea Borchard. Personal heute sei wertvoller denn je, entsprechend pfleglich müsse man es auch behandeln, sonst könne man sein Unternehmen gleich aufgeben. Das Familotel Borchard’s Rookhus beschäftigt ein Team von 46 Mitarbeitern aus einem halben Dutzend Ländern. Den Angestellten stehen unter anderem 14 Personalwohnungen zur Verfügung, aber auch beispielsweise Dienstwagen, um zum zwischen Wesenberg und Zwenzow liegenden Hotel und wieder nach Hause zu kommen. Kinder mit zur Arbeit bringen, auch kein Problem.
Die Stadtvertretung Wesenberg tritt am kommenden Donnerstag, den 13. Juli, um 19 Uhr, im Rathaus zu ihrer nächsten öffentlichen Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung stehen neben dem Bericht von Bürgermeister Steffen Rißmann zu wichtigen Angelegenheiten der Woblitzstadt und ihrer Ortsteile und einer Einwohnerfragestunde die Änderung des B-Planes „Wohngebiet am Hölkowschen Berg“, der vorhabenbezogene B-Plan „Alte Brennerei“ und die Sanierung des letzten Mauerabschnitts der denkmalgeschützten Burg Wesenberg.
Außerdem wird sich die Stadtvertretung zum Mobilitätskonzept „Seenplatte rundum“ (Strelitzius berichtete) positionieren. Von diesem Votum der Abgeordneten erwartet Steffen Rißmann eine Signalwirkung in der Kleinseenplatte, wie er mir im Vorfeld sagte.
Am vergangenen Montag, 26. Juni, ist die einmonatige Rechtsbehelfsfrist für den westlichen Abschnitt der Ortsumgehung Mirow abgelaufen. Bis dahin konnten Bürgerinnen und Bürger gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Westabschnitt der Ortsumgehung Mirow West beim Oberverwaltungsgericht Greifswald Klage einreichen. Nach Prüfung der Eingänge wurde festgestellt, dass es für den westlichen Teil der Ortsumgehung keine Klagen gibt. Damit ist der Planfeststellungsbeschluss für Mirow-West bestandskräftig. Der aktuelle Planfeststellungsbeschluss umfasst den Neubau der Bundesstraße 198 Ortsumgehung von Mirow, Abschnitt West, sowie den zugehörigen Kompensationsausgleich.
Der Neubau dieses Abschnittes der Ortsumgehung beginnt westlich der Stadt Mirow in der Gemarkung Mirow an der vorhandenen B 198 und endet an der Kreuzung mit der Landesstraße L 25 Mirow – Schwarz. Der Südabschnitt führt von dieser Kreuzung bis zum Ende der Umgehung, östlich von Mirow an der B 198 in der Gemarkung Leussow.
Der bestandskräftige Beschluss ist jedoch noch nicht ausreichend, um mit dem Bau der Ortsumgehung zu beginnen. Zuerst müssen die Teilabschnitte Mirow-West und Mirow-Süd vollziehbar sein. Derzeit wird der Abschnitt Mirow-Süd noch beklagt. Nur wenn beide Abschnitte vollziehbar sind, kann der Bau der Ortsumgehung beginnen.
Die Straßenbauverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat indes bereits planerische Anstrengungen unternommen, um im Falle des Abschlusses des Rechtsstreites und Bestandskraft des Planfeststellungsbeschlusses Mirow-Süd mit der baulichen Umsetzung der Ortsumgehung Mirow beginnen zu können.
Gruppenfoto mit Oberbürgermeister Daniel Bullinger (rechts): von links Karin Eiserle-Kraft, Ralf Milbredt, Frank Weißbach, Karina Luchs und Dirk Walde.
Der letzte Tag des wohnungswirtschaftlichen Erfahrungsaustausches der Neustrelitzer Delegation (Strelitzius berichtete) startete in Schwäbisch Hall mit einem gemeinsamen Arbeitsfrühstück mit dem Oberbürgermeister Daniel Bullinger und mit Karin Eiserle-Kraft, verantwortlich für die Städtepartnerschaft in Schwäbisch Hall. Die Neustrelitzer bekamen anschließend die Gelegenheit einer kleinen Führung durch das Rathaus.
Bei einem abschließenden Gespräch mit der Geschäftsführung der gastgebenden GWG Schwäbisch Hall, vertreten durch Wolf Gieseke, Klaus Wackenheim und Oscar Gruber, besprachen die Neustrelitzer Vertreter Karina Luchs, Frank Weißbach und Dirk Walde aktuelle betriebswirtschaftliche Vorgänge und künftige Entwicklungen ihrer Unternehmen. Übereinstimmend zeigten sich alle Beteiligten sehr zufrieden über die Inhalte und Offenheit in den geführten Gesprächen und vereinbarten einen Gegenbesuch der Wohnungswirtschaftler aus Schwäbisch Hall in Neustrelitz für das nächste Jahr, um diesen Austausch fachorientiert fortzuführen. Besonderer Dank gilt nach Einschätzung beider Seiten dem Initiator und Organisator dieses Treffens in Schwäbisch Hall, Ralf Milbredt, Vorstandsvorsitzender des Vereins StädteBANDE eV in Neustrelitz.
Erfahrungsaustausch mit den Gastgebern Klaus Wackenheim und Wolf Gieseke (von links). Abschied der Neustrelitzer von Schwäbisch Hall.