Wichtiger Meilenstein für die neue Ortsumgehung Wolgast im Landkreis Vorpommern-Greifswald: Mit den ersten Arbeiten für die Brückenpfeiler hat heute der Bau der neuen Brücke über den Peenestrom begonnen. Geplant ist eine sogenannte Zügelgurtbrücke: Bei dieser besonderen Konstruktion werden die vorgesehenen Stahlhohlkästen nicht im Boden verankert, sondern direkt mit dem Fahrbahnträger verbunden. Mit einer Gesamtlänge von rund 1,4 Kilometern, einer lichten Höhe von 42 Metern über dem Peenestrom und etwa 70 Meter hohen Pylonen wird sie die größte Brücke ihrer Art in Europa sein.
Seit November 2025 steht fest, dass eine Bietergemeinschaft um das Schweizer Unternehmen Implenia die neue Peenebrücke im Zuge der Ortsumgehung Wolgast errichten wird. Die Bietergemeinschaft hat nun einen detaillierten Bauzeitenplan vorgelegt. Aktuell werden Schwimmbagger eingesetzt, um den Peenegrund an den künftigen Pfeilerstandorten von Schlick zu befreien. Parallel starten an Land die Vorbereitungen für die ersten Bohrungen der landseitigen Pfeiler.
Die neue Brücke über den Peenestrom bei Wolgast soll 421 Millionen Euro kosten. Foto: DEGES
Heute hat das Land Mecklenburg-Vorpommern den Auftrag für den Neubau der Brücke über die Peene im Rahmen der Ortsumgehung Wolgast vergeben. Zuvor hatte der Bund die notwendigen finanziellen Mittel freigegeben.
Die Peenebrücke zwischen Wolgast und Usedom ist ab Montag wieder im vollen Umfang im Einsatz. Die geplante Vollsperrung in der kommenden Nacht vom 7. zum 8. November entfällt. Die für diese Nacht geplanten Testfahrten der Brücke konnten bereits in der Nacht vom 6. November zum 7. November durchgeführt werden.
Die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich zufrieden: Der Bau der neuen Brücke im Zuge der Ortsumfahrung Wolgast kommt. „Ich bin sehr froh, dass die massive Kritik der IHK zum Erfolg geführt hat. Mit dem Engagement insbesondere von Philipp Amthor stehen die Signale zum ungehinderten Weiterbau auf Grün“, sagt Kammerpräsident Krister Hennige.
Der Neubau der Brücke im Rahmen der sich im Bau befindlichen Ortsumfahrung bei Wolgast zur Insel Usedom war in Gefahr geraten. Der Bund hatte die dafür notwendigen Mittel bislang nicht freigegeben – sehr zum Ärger von Wirtschaft, Pendlern und Touristen.
Das Straßenbauamt Neustrelitz beginnt am Montag, 15. September, mit Instandsetzungsarbeiten auf der Peenebrücke in Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Anlass ist ein Fahrzeugbrand im März diesen Jahres, der Fahrbahn, Gehweg sowie den reaktionsharzgebundenen Belag (RHD-Belag) am Fahrbahnrand erheblich beschädigt hat.
Saisonbedingt ändern sich ab Sonntag, 16. März, die Klappzeiten der Peenebrücke Wolgast an der Bundesstraße 111 für den Schiffsverkehr. Der zweite Brückenzug findet nun nicht mehr um 8.45 Uhr, sondern bereits um 7.45 Uhr statt.
Die Öffnungszeiten der Peenebrücke Wolgast bis zum 15. Oktober auf einen Blick:
Ein unter der Flagge von Norwegen fahrendes, ca. 88 Meter langes Frachtschiff kollidierte am gestrigen Sonnabend um 17.48 Uhr kurz vor der Brückenpassage in Fahrtrichtung Südhafen Wolgast mit dem Leitwerk der Peenebrücke Wolgast. An Bord des Schiffes kam es dabei zu keinen Personenschäden. Die Höhe des Sachschadens an der Brücke ist bisher noch nicht bekannt. Am Schiff entstand ein nicht unerheblicher Sachschaden. Es kam zu keinem Wassereinbruch am Schiff bzw. einer Gewässerverunreinigung im Bereich.
Aufgrund der Kollision wurde durch die zuständige Schiffssicherheitsbehörde eine Festlegeverfügung für das Schiff ab dem Südhafen Wolgast ausgesprochen. Durch die eingesetzten Beamten der Wasserschutzpolizeiinspektion Wolgast wurde der Seeunfall aufgenommen und Ermittlungen zu Verstößen gegen die Seeschifffahrtsstraßenordnung geführt. Im Rahmen der Seeunfallaufnahme wurde bei dem russichen Schiffsführer eine Atemalkoholkonzentration von 1,92 Promille festgestellt und in der Folge eine Strafanzeige gem. §315a StGB wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs aufgenommen und weitere Ermittlungen dazu geführt.
Bei der neuen Brücke über den Peenestrom bei Wolgast an der B 111 sind keine Brückenöffnungen mehr erforderlich. Foto: DEGES
Die Ausführungsplanung für den Bau der Peenestrombrücke an der Bundesstraße 111 ist an das Ingenieurbüro Leonhardt, Andrä und Partner vergeben worden. „Damit nehmen wir den nächsten Meilenstein, um den Zeitplan für den Neubau der Ortsumgehung Wolgast einzuhalten“, sagt der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer. Die Auftragssumme für die Ausführungsplanung beläuft sich auf 4,8 Millionen Euro. Der Baubeginn ist für das Jahr 2025 geplant.
Auch die Bauleistung für die Überführung der Kreisstraße VG 27 über die künftige Ortsumgehung zwischen Wolgast-Mahlzow und Neeberg ist vergeben worden. Den Zuschlag hat die ARGE Meyer Tiefbau/Fritz Spieker erhalten. Die Auftragssumme beträgt 7,7 Millionen Euro. Mit dem Beginn des Baus der örtlichen Umfahrung an der K 27 sind die ersten Arbeiten in dieser Woche gestartet.
Bereits weit fortgeschritten ist der Bau der Überführung der Kreisstraße VG 26 über die künftige Umgehungsstraße im Bereich der Gemeinde Sauzin auf der Insel Usedom. Nach derzeitigem Planungsstand soll das neue Bauwerk – vorbehaltlich der Witterung – noch in diesem Jahr einspurig in Betrieb genommen werden.
Für den Neubau der Ziesebrücke auf der Festlandseite sind zuletzt rund 746 Mörtelstopfsäulen mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern für die Standsicherheit der Straßendämme beidseitig der Ziese in den Boden gebracht worden. Nun werden die Spundwandkästen für die neue Brückengründung eingebaut und der zweite Trockendurchlass errichtet. Im kommenden Jahr wird dann mit der Bohrpfahlgründung der Bau der neuen Ziesebrücke fortgesetzt.