Am gestrigen Sonnabend um 9 Uhr war es wieder so weit: Schichtbeginn für Wesenbergs Brandschützer und Retter von morgen. Einen ganzen Tag lang wurde der Schichtdienst einer hauptamtlichen bzw. Berufsfeuerwehr kindgerecht nachgespielt. Unter Anleitung und Betreuung der Jugendwart*innen und Kamerad*innen gab es für den Feuerwehrnachwuchs der Woblitzstadt und die Nachbarn in Wustrow viel zu tun und zu erleben.
So wurden die Wesenberger Jungen und Mädchen zu mehreren (Übungs)einsätzen alarmiert, welche teilweise an reale Ernstfälle der jüngeren Vergangenheit angelehnt waren. Die Alarmierung erfolgte dann in der Feuerwehr, indem aus den Boxen der Musikanlage lautstark der bekannte dreimalige Sirenenton jaulte. Dazu zählten Alarmmeldungen wie „Baum auf Fahrbahn“, „Feuer groß – unklare Rauchentwicklung“ wo es zur Unterstützung nach Mirow gehen sollte. Jedoch wurde der Einsatz noch auf der Anfahrt abgebrochen und es konnte zurück zum Standort gefahren werden. So im laufenden Jahr übrigens in der Realität bereits mehrfach geschehen. Auch das gehört dazu.
Und plötzlich kam es dann für die junge „Wachschicht“ zu einem realen Einsatz, welcher aber durchaus für Kinder und Jugendliche vertretbar war: Beim Vorbereiten eines Einsatzszenarios verlor ein Feuerwehrangehöriger vom aktiven Dienst seinen Funkmelder, und die gesamte Truppe hatte nun einen ungeplanten und ernsthaften Folgeeinsatz. Zum Glück mit erfolgreichem Ausgang, denn der Funkmelder wurde gefunden und von einem jungen Brandschützer ganz stolz seinem Besitzer zurückgegeben.
Für diejenigen meiner Leser, die am Wochenende noch nichts vorhaben, ist das vielleicht ein Tipp: Im Rahmen des landesweiten „Tages der Baukultur Brandenburg“ öffnet das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Oder-Havel am morgigen Sonnabend, den 23. September, in Niederfinow die Tore zu zwei der wichtigsten Wahrzeichen der deutschen Ingenieurkunst und bietet ein interessantes Begleitprogramm mit Ausbildungsmesse. Zwischen 10 und 17 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen, kostenfrei das bereits seit 1934 in Betrieb befindliche Schiffshebewerk und das 2022 eröffnete neue Schiffshebewerk Niederfinow zu besichtigen.
Um 14 Uhr hält Rolf Dietrich, Leiter des Wasserstraßen-Neubauamtes Berlin, einen einstündigen Vortrag zum Thema „Technische und konstruktive Gestaltung des neuen Schiffshebewerkes“. Anschließend ist ein Vortrag des Architekten Udo Beuke zur Architektur des neuen Schiffshebewerkes Niederfinow geplant.
Den ganzen Tag über können die Besucherinnen und Besucher an kostenfreien Fahrten mit einem der modernen Eisbrecher des WSA Oder-Havel oder dem historischen Salonboot „Funtensee“ des Vereins „Unser Finowkanal e. V.“ teilnehmen. An Bord der Schiffe können Besucherinnen und Besucher ab 14 Jahren bei einer Trogfahrt die Schiffshebewerke erfahren. (Angebote leider nicht barrierefrei.)
113 junge Frauen und Männer beginnen ihre Ausbildung am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg. Einige von ihnen sind bereits zum 1. August gestartet, für die meisten fängt die Ausbildungszeit am 1. September an. Das Krankenhaus gehört zu den größten ausbildenden Einrichtungen in der Region und bietet Ausbildungsstellen in zahlreichen Berufen an.
Die Pflege bildet wie in jedem Jahr den Schwerpunkt. 75 neue Auszubildende starten als Pflegefachfrauen/Pflegefachmänner, weitere 11 als Kranken- und Altenpflegehelfer*innen. Außerdem beginnen junge Menschen ihre Ausbildung zu Operationstechnischen bzw. Anästhesietechnischen Assistent*innen, Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistent*innen, Physio- und Ergotherapeut*innen sowie Kauffrauen für Büromanagement. Zudem nehmen drei junge Frauen ein Studium der Hebammenwissenschaften auf.
Die feierliche Eröffnungsveranstaltung für das neue Ausbildungsjahr findet am 1. September um 14.30 Uhr in der St. Johanniskirche statt.
Im Juli waren in der Seenplatte 54 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Juni, insgesamt 10.657. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,3 Prozent. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sind es 253 Arbeitslose weniger. Arbeitsagenturchef Besse: „Im Juli ist die Arbeitslosigkeit im Seenplattelandkreis bereits den fünften Monat in Folge gesunken, trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten, einsetzender Sommerpause und nachlassender Dynamik im längerfristigen Vergleich. Vor allem die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt weiterhin hoch und führt zu Engpässen in einigen Berufen und Regionen. Gleichwohl bleiben Herausforderungen – mit denen sowohl die heimische Wirtschaft als auch die Arbeitsuchenden konfrontiert sind – bestehen.“
Thomas Besse. Foto: B4B MV
Besse erklärte, „dass die nachlassende Dynamik auf dem Arbeitsmarkt in der Region hauptsächlich auf die Folgen des Krieges in der Ukraine, die Inflation und den Problemen in den Lieferketten zurückzuführen ist.“ Zusätzlich machen sich Demografie und der Fachkräftemangel bemerkbar. Der Agenturchef nannte außerdem drei weitere Gründe für die nachlassende Dynamik die für den Julimonat typisch sind: „Erstens ist der 30. Juni ein Kündigungstermin, an dem traditionell (befristete) Beschäftigungsverhältnisse enden. Zweitens laufen auch Ausbildungsverhältnisse aus, und viele junge Menschen beginnen erst nach den Sommerferien ihre berufliche Laufbahn. Drittens warten viele Unternehmen oft bis zum Ende der Sommerferien, bevor sie neue Mitarbeiter einstellen. All diese Faktoren tragen zur Situation auf dem Arbeitsmarkt in diesem Monat bei.“
Weniger als zwei Monate vor Ausbildungsbeginn sind noch Hunderte Ausbildungsplätze im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte unbesetzt. „Es gibt noch so viele Unternehmen, die interessante Ausbildungsplätze anbieten – aktuell noch über 600 freie Ausbildungsplätze in verschiedenen Branchen und Unternehmen. Darum kann ich denen, die bisher vergeblich eine Lehrstelle gesucht haben, nur empfehlen: Meldet euch bei der Berufsberatung“, betont der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur Thomas Besse.
Hier die TOP 10 der 669 unbesetzten Ausbildungsstellen
Auf der Seite www.arbeitsagentur.de/m/ausbildungklarmachen finden Jugendlich gebündelt und übersichtlich alle wichtigen Informationen und Angebote rund um das Thema Ausbildung. Das reicht von Tipps für die Berufswahl und dem Online-Berufserkundungstool „Check-U“ über das persönliche Gespräch mit der Berufsberatung – zum Beispiel per Videoberatung – bis hin zu mehr als 100.000 Ausbildungsplatzangeboten aus der BA-Jobbörse. Außerdem finden die Jugendlichen in einer Veranstaltungsdatenbank virtuelle Ausbildungsmessen, Speed-Datings und weitere (digitale) Events in ihrer Region.
Auch Arbeitgeber, Eltern und Lehrkräfte finden auf der digitalen Informationsplattform Hinweise und weiterführende Links. Unternehmern, aber auch allen Spätentscheidern, die noch einen Ausbildungsplatz suchen oder sich über ihren beruflichen Weg noch nicht sicher sind, empfiehlt der Agenturchef: „Schnell zum Telefonhörer greifen und Kontakt zu unseren Spezialisten aufnehmen.“ Personalverantwortliche wählen hierfür die kostenlose Arbeitgeberservice-Rufnummer 0800 4 5555 20 und Jugendliche die gebührenfreie Service- Rufnummer 0800 4 5555 00 oder die lokale Rufnummer 0395 766-1010.
Ältere neu.sw Azubis berichteten aus ihrem Alltag im Unternehmen. Rund 80 Gäste waren zur feierlichen Lehrvertragsübergabe geladen – neben den Azubis auch deren Eltern, Ausbilder und Führungskräfte von neu.sw. Foto: Neubrandenburger Stadtwerke
18 junge Frauen und Männer starten in diesem Jahr ihre Ausbildung oder ihr Studium bei den Neubrandenburger Stadtwerken (neu.sw). In feierlichem Rahmen erhielten sie ihre Lehrverträge im Beisein ihrer Eltern aus den Händen von neu.sw Geschäftsführer Ingo Meyer. Die jungen Kolleginnen und Kollegen lassen sich zu Industriekauffrauen ausbilden, zu Anlagenmechanikern, Informationselektronikern, Mechatronikern, Elektronikern für Betriebstechnik, Fachinformatikern für Systemintegration und zu Fachkräften für Abwassertechnik. Vier von ihnen beginnen ein Duales Studium in Wirtschaftsinformatik und Industrieller Elektrotechnik.
neu.sw setzt auf eine konsequente Personalplanung, um Fachkräfte selbst auszubilden und für die Zukunft zu sichern. Die Unternehmensgruppe ist für ihre besonderen Leistungen in der Berufsausbildung und Weiterbildung, bei der Berufsorientierung und der Fachkräfteentwicklung kürzlich zum 11. Mal in Folge von der IHK als TOP-Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet worden. Traditionell begrüßt neu.sw den beruflichen Nachwuchs in der Unternehmensfamilie mit einer Festveranstaltung mit Livemusik und Catering. Ausbilderinnen und Ausbilder stellen sich vor, Azubis der älteren Jahrgänge berichten aus ihrem Alltag und die Geschäftsführung gibt einen Einblick in die verantwortungsvollen Aufgaben des kommunalen Unternehmens. Die Stadtwerke beschäftigen mehr als 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Im Juni waren in der Seenplatte 299 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Mai, insgesamt 10.711 Bürer. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,4 Prozent. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres sind es 194 Arbeitslose mehr. „Im Juni ist die Arbeitslosigkeit im Seenplattelandkreis den vierten Monat in Folge gesunken. Der saisonal typische Rückgang ist ein ermutigendes Zeichen, das auf eine gewisse Stabilität hinweist. Trotzdem sollten wir die gegenwärtige Situation mit Vorsicht betrachten, da die Dynamik am Arbeitsmarkt nicht mehr so stark ist, wie vor der COVID-19 Pandemie“, sagte der Neubrandenburger Arbeitsagenturchef Thomas Besse heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.
Der längerfristige Vergleich der Entwicklung der Arbeitslosigkeit – von Mai auf Juni – macht die saisonale Dynamik sichtbar: „Im Juni 2021 verzeichneten wir einen bemerkenswert starken Rückgang der Arbeitslosigkeit mit einem Minus von 819 Personen. Dies war der stärkste Rückgang in den vergangenen acht Jahren. Im Vergleich dazu ist der Rückgang der Arbeitslosenzahlen in diesem Jahr – mit einem Minus von 250 Personen – deutlich geringer ausgefallen“, betonte Besse.
„Die niedrigeren Rückgänge der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum langfristigen Trend zeigen, dass wir uns möglicherweise in einer Phase des Plateaus befinden. Diese Entwicklung erfordert unsere gesamte Aufmerksamkeit und gemeinsame Anstrengungen – aller relevanten Akteure am Arbeitsmarkt. Dazu werden wir weiterhin eng mit den Unternehmen und anderen relevanten Akteuren zusammenarbeiten, um die Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region zu stärken und Arbeitsuchende bestmöglich zu unterstützen.“
Thomas Besse. Foto: B4B MV
„Es ist interessant zu beobachten“, stellte Besse heraus, „dass im Vergleich zum Juni 2021 die Anzahl der Menschen, die ihre Arbeitslosigkeit durch eine Beschäftigung beenden konnten, im Juni dieses Jahres deutlich gesunken ist.“ Von 1.169 im Vorjahresmonat auf 692 im aktuellen Juni. Das zeigt die veränderte Dynamik am Arbeitsmarkt aber auch, dass Betriebe im schwierigen Umfeld zurückhaltender bei der Neueinstellung von arbeitslosen Menschen geworden sind.“
Besse erklärte, dass die Ursachen für die nachlassende Dynamik auf dem Arbeitsmarkt in der Region vor allem auf die Folgen des Krieges in der Ukraine, der Inflation und den Problemen in den Lieferketten zurückzuführen sind. Auch machten sich Demografie und der Fachkräftemangel bemerkbar.
Erfreulich sei, so der Agenturchef, dass sich die Zahl der Stellenmeldungen weiterhin auf einem hohen Niveau bewegt. Das zeige die relativ hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. Seit Jahresbeginn wurden den beiden Arbeitgeberservice-Teams von Arbeitsagentur und Jobcentern im Landkreis knapp 2.950 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. „Allein im Juni haben unsere Arbeitgeberservice-Teams 469 freie Stellen akquiriert. Nur 43 weniger als im Vorjahreszeitraum“, so Besse
Verarbeitendes Gewerbe, Pflege- und Gesundheitsbranche am stärksten von Fachkräfteengpässen betroffen
Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mangelt es an Fachkräften. Vor allem im Bau- und verarbeitenden Gewerbe sowie in sozialen und technischen Berufen fehlen qualifizierte Menschen. Um dieser Situation erfolgreich zu begegnen, intensivieren die Arbeitsagentur und die Jobcenter im Landkreis ihre Bemühungen zur Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten. „Die Pflege sowie das verarbeitende Gewerbe gehören seit vielen Jahren zu den Engpassberufen im Seenplattelandkreis. Nicht viel besser sieht es aus bei den Verkehrs- und Logistikberufen, Bau- und Ausbauberufen sowie IT- und naturwissenschaftlichen Dienstleistungsberufen sowie bei den Lebensmittel- und Gastgewerbeberufen. Auch hier ist der Bedarf an Fachkräften ungebrochen hoch“, sagte Besse. Seit Monaten übersteigt die Zahl der gemeldeten Stellen – für Fachkräfte – die Zahl der Arbeitslosen. Allerdings: Bei den weniger qualifizierten Hilfskräften ist die Situation umgekehrt. Hier gibt es mehr Bewerber als Stellen. Deshalb ist die Qualifizierung für den Arbeitsagenturchef „eine entscheidende Säule.“ Wir müssen uns noch mehr auf die Förderung von Bildung – auch im Betrieb – konzentrieren, um sicherzustellen, dass die Arbeitskräfte den Anforderungen des sich wandelnden Arbeitsmarktes gerecht werden können.“
Zum Abschluss ging Besse auf die Entwicklung am Ausbildungsmarkt im Seenplattelandkreis ein. „Es sind nur noch wenige Wochen bis zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres. Aber: Der Ausbildungsmarkt bietet weiterhin Chancen für alle, die noch auf der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle sind. Es gibt noch so viele Unternehmen, die interessante Ausbildungsplätze anbieten. Darum kann ich denen, die bisher vergeblich eine Lehrstelle gesucht haben, nur empfehlen: Meldet Euch bei der Berufsberatung. Nutzt darüber hinaus für die Ausbildungssuche die AzubiWelt-App der Bundesagentur für Arbeit. Die App ist kostenlos und wurde gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern entwickelt. Es gibt die App für Smartphones mit Apple oder Android Betriebssystem. Und wer noch Tipps rund um das Thema Bewerbung benötigt, ist auf der Seite www.planet-beruf.de genau richtig.
Fachkräftesicherung: Berufsabschlüsse erfolgreich gestalten – mit Assistierter Ausbildung
„Ich möchte an die Personalverantwortlichen appellieren“, unterstrich Besse, „nutzen Sie, neben der Einstiegsqualifizierung (EQ), das Instrument der ‚Assistierten Ausbildung‘. Mit der Assistierten Ausbildung unterstützen wir Sie und Ihre Nachwuchskräfte auf dem Weg zum Berufsabschluss. Wir helfen Ihnen dabei, dass Ihre Auszubildenden ihre Lehre erfolgreich abzuschließen. Auch Ihr Unternehmen kann davon entscheidend profitieren! Wenden Sie sich bei Fragen gerne an unsere Arbeitgeberservice-Teams von Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis. Dort werden Sie kompetent beraten.“
Für ihre besonderen Leistungen in der Berufsausbildung und Weiterbildung, bei der Berufsorientierung und der Fachkräfteentwicklung zeichnet der Präsident der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Wolfgang Blank, gemeinsam mit Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte heute Vormittag 66 TOP-Ausbildungsbetriebe aus der Mecklenburgischen Seenplatte und Vorpommern-Greifswald aus. Das ist ein neuer Rekord seit der ersten Auszeichnungsveranstaltung vor zwölf Jahren. Damals wurden 21 geehrt, im vergangenen Jahr waren es bereits 51 an der Zahl.
„Die beachtliche Anzahl ist ein ganz hervorragendes Signal für die berufliche Bildung in der Wirtschaft und für unsere Region“, würdigt der IHK-Präsident die ausgezeichneten Betriebe zur Stunde. Bevor er sie einzeln auf die Bühne im Neubrandenburger Haus für Kultur und Bildung ruft, um ihnen jeweils ihre TOP-Ausbildungsskulptur, ihre Urkunde und Blumen zu überreichen, bedankt sich Dr. Wolfgang Blank ausdrücklich bei den vielen Unternehmen, die die IHK bei der beruflichen Bildung unterstützen, sei es als ehrenamtliche Akteure in den vielen Gremien der Berufsbildung oder indem sie ehrenamtliche Prüfer stellen. Überdies würdigt er die Arbeit der Ausbilder in den Betrieben als „Herz der Ausbildung“.
Um den Titel „TOP-Ausbildungsbetrieb 2023“ konnten sich alle Ausbildungsbetriebe bewerben, die mindestens seit fünf Jahren durchgehend in sehr guter Qualität in IHK-Berufen in der Region ausbilden. Pluspunkte gab es diesmal für die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Nach einem formalen Check der Bewerbungsunterlagen von Seiten der IHK Neubrandenburg u. a. zu Ausbildungszeiten und Einhaltung von Gesetzlichkeiten sichtete eine unabhängige Jury die Einreichungen – und entschied über die Vergabe des Titels „TOP-Ausbildungsbetrieb“.
Im Mai waren in der Seenplatte 384 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im April. Insgesamt 11.010. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,6 %. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres sind es 975 Arbeitslose mehr.
Stephan Bünning
Stephan Bünning, Vizechef der Agentur für Arbeit Neubrandenburg, auf der monatlichen Pressekonferenz: „Im Mai ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Seenplattelandkreis wie für den Monat üblich gesunken. Trotz vieler Unwägbarkeiten, die derzeit die Wirtschaft in der Seenplatte und auch global bewegen, hat sich der Arbeitsmarkt bislang saisonüblich entwickelt – vom leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar und Februar, dann der spürbare Schub für die Beschäftigung durch die Frühjahrsbelebung im April und die dadurch in den vergangenen beiden Monaten sinkenden Arbeitslosenzahlen. Das ist eine gute Nachricht für uns in der Seenplatte.“
„Erfreulich sei“ – so der Vizeagenturchef – „dass die Arbeitslosigkeit bei allen Alters- und Personengruppen sinkt. Speziell die Arbeitslosigkeit bei den älteren Arbeitslosen – 55 Jahre und älter – hat im Vormonatsvergleich mit einem Minus von 137 oder 4,4 % – deutlich abgenommen. Damit ist die Arbeitslosigkeit bei dieser Personengruppe im Mai am kräftigsten gesunken.“
Bedarf an zusätzlichem Personal ungebrochen hoch
Über 3.100 freie Arbeitsstellen haben Unternehmen den Arbeitgeberservice-Teams gemeldet. „Zum überdurchschnittlich hohen Niveau des Vorjahres fehlen damit allerdings gut 240 Stellen in der Seenplatte“, so Bünning. Besonders im Baugewerbe, im verarbeitenden Gewerbe; im Gesundheits- und Sozialwesen; im Gastgewerbe; im Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie im Gastgewerbe werden Mitarbeitende gesucht.
Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mangelt es an Fachkräften. Vor allem im Bau- und verarbeitenden Gewerbe sowie in sozialen und technischen Berufen fehlen qualifizierte Menschen. Um dieser Situation erfolgreich zu begegnen, intensivieren die Arbeitsagentur und die Jobcenter im Landkreis ihre Bemühungen zur Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten.
„Die Arbeitsagentur und die Jobcenter im Seenplattelandkreis erkennen die dringende Notwendigkeit“, sagte Bünning, „Arbeitslose und Beschäftigte gezielt in ihren Qualifikationen zu fördern, um ihnen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. Dabei ist es von großer Bedeutung, die vorhandenen Potenziale zu nutzen und die Kompetenzen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu stärken. Denn die Fachkräftesicherung stellt eine der größten Herausforderungen für die kommenden Jahre dar, der wir uns im Landkreis verstärkt widmen müssen. Darum setzen die Arbeitsagentur und die Jobcenter auf eine intensive Qualifizierungsoffensive, um das Ungleichgewicht am Arbeitsmarkt auszugleichen und den Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften zu decken.“
Breites Spektrum an Maßnahmen
Die Qualifizierungsmaßnahmen umfassen ein breites Spektrum an Angeboten, die individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgestimmt werden. Dazu zählen berufliche Weiterbildungen, Umschulungen, Praktika und Coachings. „Unser Ziel ist es“, betonte Bünning, „die vorhandenen Fähigkeiten zu erweitern, neue Kompetenzen zu erwerben und somit die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmenden nachhaltig zu verbessern.“ Und weiter sagte Bünning: „Durch die Qualifizierungsmaßnahmen erhalten Arbeitslose die Möglichkeit, sich auf dem Arbeitsmarkt neu zu positionieren und attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Beschäftigte können durch gezielte Weiterbildungen ihre Karrierechancen erhöhen und den steigenden Anforderungen in der Arbeitswelt gerecht werden.“
Die Arbeitsagentur und die Jobcenter stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern während des gesamten Qualifizierungsprozesses beratend und unterstützend zur Seite. Gemeinsam werden individuelle Bildungswege erarbeitet und passende Qualifizierungsangebote vermittelt.
Arbeitgeber im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte werden ermutigt, von den Qualifizierungsmaßnahmen zu profitieren und eng mit den Arbeitgeberservice-Teams – von Arbeitsagentur und den beiden Jobcentern im Landkreis -zusammenzuarbeiten. „Durch die gezielte Förderung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern können Unternehmen ihre Fachkräftesicherung langfristig gewährleisten und gleichzeitig den regionalen Wirtschaftsstandort stärken“, ist sich Bünning sicher.
Antragsformulare für BAföG und AFBG sind über das Schulverwaltungsamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte erhältlich. Schüler, die nach der Schule beabsichtigen eine schulische Ausbildung zu beginnen bzw. bereits eine Ausbildung absolvieren werden gebeten, Neu- oder Wiederholungsanträge für das Schuljahr 2023/2024 beim Amt für Ausbildungsförderung abzufordern. BAföG-Anträge müssen auf den vorgeschriebenen Formblättern oder über das neue Portal www.bafoeg-digital.de gestellt werden. Die Anträge auf Ausbildungsförderung sind in der Regel an das Amt für Ausbildungsförderung des Landkreises/der kreisfreien Stadt zu richten, in dessen Bezirk die Eltern des/der Auszubildenden ihren ständigen Wohnsitz haben.