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Tobias Thiele und Schlagzeuger Robin Gehlhar bei ihrem Auftritt in Diemitz.
Die „Seentaucherin“ mit Tobias Thiele (links) und Robin Gehlhar.

Ob es im kommenden Jahr einen 3. Mirower Liederabend gibt, steht momentan noch in den Sternen. Die Bilanz der zweiten Auflage jedenfalls fällt mehr als durchwachsen aus. Und das liegt nicht nur am miserablen Wetter am vergangenen Wochenende. „Kunst und Kultur sind ohne Förderung einfach nicht zu stemmen, schon gar nicht privat“, so Organisatorin Christine Ratei am Sonntagabend im Gespräch mit Strelitzius. Den wenigen Sponsoren sei sie über alle Maße dankbar, aber sie bleibe zwiegespalten, was die Zukunft des von ihr ins Leben gerufenen Events angeht. Da sei auch viel in Aussicht gestellt gewesen, was dann nicht eintraf.

Das Festival hatte am Freitag in Diemitz hoffnungsvoll begonnen. Kurzfristig war man wetterbedingt in die Scheune der Cider Manufaktur von Heike und Tobias Müller-Deku umgezogen. Kein Platz blieb leer, auch draußen standen noch die Leute und freuten sich an den Auftritten von Tobias Thiele und der „Seentaucherin“ Christine Ratei. „Wir wurden vom Publikum sehr gut angenommen und haben sehr wohl den Wunsch notiert, solche Angebote öfter zu machen“, berichtete die Liedmacherin. Wenig los dann am Sonnabend, wieder Regen, kaum 60 Leute vor der Kulturbühne in Mirow. Hinzu kam noch die Absage von Franziska Günther, deren Autofähre auf dem Weg nach Rügen liegengeblieben war. Kurzfristig sprang der Neubrandenburger Liedermacher Harald Wandel ein und lieferte eine sehr beeindruckende Darbietung ab. Das traf auch auf das Felix-Meyer-Trio und Thomas Putensen zu, die es verstanden, die wenigen Zuhörer in ihren Bann zu ziehen.

„Es hat sehr viele Dankeschöns vom wirklich tollen Publikum und von den Künstlern gegeben, die sich in Mirow trotz der widrigen Umstände wohlgefühlt haben“, blickte die „Seentaucherin“ zurück. Besonders schön sei es nach Ende des Programms gewesen, als Zuhörer und Liedermacher an der Bühne noch einmal zusammengekommen seien. „Das war eine tolle Atmosphäre, und mir sind schon die Tränen gekommen vor Freude“, gestand Christine Ratei.

Das Kinderprogramm am heutigen Sonntag ist dann, wie hier bereits berichtet, komplett ins (Regen)Wasser gefallen. „Das war sehr, sehr schade“, bedauerte die Organisatorin die notgedrungene Absage. Und natürlich schreibe ich auch noch auf, dass sie Tontechniker Holger Schade und meinem Mirower Blogpartner Kevin Lierow-Kittendorf sehr dankbar sei, die sie in den zurückliegenden Tagen enorm unterstützt haben.

Das Felix-Meyer-Trio auf der Mirower Kulturbühne