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Foto: Stephan Radtke

Es ist schon immer schwer gewesen, den Spagat zwischen Leben, Sterben, Tod und Trauer zu bewältigen. Allein noch mehr, als mit einem tröstenden Menschen an der Seite. „Corona und sämtliche Einschränkungen, die damit verbunden sind, machen es nicht einfacher. Aber in unserem Neustrelitzer Hospiz haben wir einen Weg gefunden, der uns bereits seit der Eröffnung vor zehn Jahren in der Hospizarbeit begleitet“, erklärt Sozialarbeiterin Yvonne Bendrich.

„Schon in den ersten Jahren entwickelten wir das Projekt ,Hospiz macht keine kalten Füße‘“, ergänzt Hospizleiterin Yvonne Neumann und fügt hinzu: „Das begleitet uns auch durch die Corona-Zeit“. Zwar müssen die beiden Rotkreuzler aus dem Luisendomizil eingestehen, dass es schwieriger in den zurückliegenden Monaten geworden ist, aber nicht zwingend wegen der Pandemie selbst. „Das Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeheimen hat viele Schwerstkranke und ihre Angehörigen verunsichert“, so Yvonne Neumann, die genau weiß, dass sich Menschen in ihrer letzten Lebensphase, sowie ihre Angehörigen allein oft überfordert fühlen.

„Es geht um das Gefühl der Geborgenheit, der Sicherheit, der Ruhe und um Zeit für Trost, Worte oder einfach nur ums Zuhören“, erläutert die Hospizleiterin die letzte Phase des Lebens. Das kann im stationären Hospiz Luisendomizil weiterhin trotz Covid19 gewährleistet werden. „Zwar mussten wir unsere Hygienestandards erhöhen, doch ein Besuchsverbot gibt es bei uns nicht!

Der Kontakt zur Familie und zu Freunden wird den Hospizbewohnern zu jeder Zeit ermöglicht. „Es zählen die Wünsche unserer Hospizgäste“, so die Sozialarbeiterin Yvonne Bendrich, die mit ihrem Team eng mit Palliativmedizinern und Hausärzten zusammenarbeitet. „Genau jetzt, wenn unsere verantwortungsvollen Hausärzte und ihre Praxen durch das Impfen und Testen stark belastet sind, wollen wir unsere Beratung anbieten.“ Damit sollen die Kooperationspartner entlastet werden. „Wir schaffen damit ein Angebot für Betroffene und ihre Familien ergänzend zum hausärztlichen Hausbesuch oder Besuchen der Bereitschaftsdienste in Krisensituationen.“

In der Beratung wird versucht, gemeinsam mit den Beteiligten Fragen zu beantworten und lebensbejahende, gute Lösungen für den Lebensabend zu finden, wenn die Situation zu Hause nicht mehr ausreichend händelbar ist. Die beiden Hospizmitarbeiterinnen stehen mit ihrer Erfahrung für ein Gespräch im Luisendomizil oder bei den Hilfesuchenden zu Hause zur Verfügung.

Für eine Terminabsprache oder eine telefonische Beratung ist Yvonne Bendrich unter der Telefonnummer 03981 34904229 zu erreichen