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Unterschriften gegen den Bau der Legehenneanlage werden gesammelt.

Die zwischen Mirow und Peetsch geplante Legehennenanlage für 12.000 Tiere ist nach Einschätzung des BUND Brandenburg und der Bürgerinitiaive Mirow gegen Massentierhaltung mit den bestehenden gesetzlichen Auflagen nicht kompatibel und damit auch nicht genehmigungsfähig. Gunnar Redmer, Sprecher und Gründungsmitglied der BI, überreichte den Mirower Stadtvertretern am gestrigen Abend dazu eine 15-seitige Begründung, die er mit Rederecht auf der Sitzung auch kurz zusammenfasste. „Es gibt jede Menge Versagungsgründe“, so der Peetscher, der zuvor auch vor rund 100 Demonstranten am Unteren Schloss in Mirow gespochen hatte, wie hier bereits vermeldet.

Strelitzius hat sich mit mehreren der besorgten Bürger unterhalten. Sie fürchten die Gefahren für Natur und Umwelt und damit für das Allgemeinwohl. Massentierhaltung sei nicht artgerecht. „Wir sehen uns als Tourimusregion und nicht als Hühnermastparadies“, hieß es auf einem der vielen Transparente.

Die bei der Sitzung der Stadtvertreter anwesenden Vertreter des Investors verzichteten sowohl vor dem Unteren Schloss als auch im Saal auf einen Auftritt. Bürgermeister Henry Tesch hob hervor, dass es der Kommune nur obliegt, das gemeindliche Einvernehmen mit dem Bauprojekt zu erklären. Dieses wurde mit drei Stimmen für, neun dagegen und zwei Enthaltungen verweigert. Zuvor hatte sich bereits der Bauausschuss mehrheitlich gegen das Vorhaben ausgesprochen. Das von der Bürgerinitiative übergebene Dokument wird an den Landkreis als Genehmigungsinstanz weitergeleitet. Unten noch eine Videobotschaft von Matthias Rackwitz vom BUND Brandenburg, die den Mirower Stadtvertretern vorgespielt wurde.

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Gunnar Redmer spricht vor den Demonstranten am Unteren Schloss.