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Was gibt es eigentlich von Sandra Lembke zu berichten? Nachdem die Neustrelitzer Historikerin zuletzt im Februar zum Finale ihrer Vortragsreihe im 3 Königinnen Palais auf der Mirower Schlossinsel dafür gesorgt hatte, dass auch noch die letzte Sitzgelegenheit im Haus ausgereizt war, scheint es ruhiger um meine Blogfreundin geworden zu sein.

Dabei hat Sandra Lembke die Schlossinsel und das Palais, das ihr zum zweiten Wohnzimmer geworden ist, nie wirklich verlassen. Als sich die Corona-Epidemie und die damit einhergehende längere Schließung der Kultureinrichtungen abzeichnete, wurde vor Ostern auf Initiative des Palais-Teams noch rund ein Dutzend Videos gedreht. „Die freundlichen Mitarbeiter dort sind an mich herangetreten, und für mich war es klar, dass ich mitmache“, so die Historikerin.

In der Robe der Queen Sophie Charlotte schon bekannt, gibt sie diesmal deren langjährige Kammerfrau Johanna Luise Hagedorn. Vor der Kamera von Romy Kiebel von der MuSeEn gGmbH der Mecklenburgischen Seenplatte liest die Neustrelitzerin aus Briefen von einst, mal drinnen, mal draußen, oder sie kocht historische Rezepte nach, die teilweise aus ihrem 2017 erschienenen Buch „Königspastete und Schusterstippe“ stammen (Strelitzius berichtete). Auch eine Handcreme hat Sandra Lembke schon vor laufender Kamera hergestellt, während die Nation begann, sich die Hände zu desinfizieren.

Unlängst habe ich mir mit Vergnügen angeschaut, wie in der ehemaligen Schlossküche ein royales Compote de pomme à la Strelitz entsteht. „Ich habe das total gern gemacht“, gesteht mir Sandra Lembke. Wir dürfen uns auf die nächsten Folgen freuen, die sich sämtlich auf der Facebook-Seite des 3 Königinnen Palais und im YouTube-Kanal des Hauses finden.

Das Palais hat übrigens seit dem 13. Mai mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr wieder geöffnet, obwohl noch nicht alle Angebote zur Verfügung stehen. Auch an Christi Himmelfahrt empfängt die Einrichtung auf der Schlossinsel ihre Besucher, und das bei freiem Eintritt.