Schlagwörter

, , , , , ,

Die Grünen in Neustrelitz schlagen vor, die klassischen Geräte auf den Spielplätzen der Stadt mit innovativen und kreativen zu ergänzen. Hintergrund der Stellungnahme ist ein von der Verwaltung vorgelegtes Entwicklungskonzept. Noch bis zum 15. Mai können Bürger dazu Vorschläge einreichen.

„Bisher existieren auf den Neustrelitzer Spielplätzen zumeist weit verbreitete, allgemein bekannte Spielgeräte, bei denen den Nutzerinnen und Nutzer relativ klare Vorgaben gemacht werden. Diese sind zwar beliebt, gleichzeitig können weniger klassische Formen und Materialen die Kinder verstärkt zu kreativen Ideen, fordernden Kletteraktionen oder Rollenspielen motivieren. Wir würden uns wünschen, dass Inklusion, kreatives Spielen und Klettern einen höheren Stellenwert erhalten“, heißt es in der Stellungnahme des Ortsverbandes.

Hier biete zum Beispiel die „Berliner Seilfabrik“, deren Konzept zudem nachhaltig und ökologisch sei, tolle Anregungen. Der Seilturm, der am Katersteig geplant ist, umfasse diese Ideen schon, eine Ausweitung der Form mit z.B. Seilbrücke und Plateau könnte dazu dienen,  dass sowohl kleinere als auch größere Kinder dort auf ihr Kosten kommen.

Durch die „Berliner Seilfabrik“ würden auch integrierte Schattenspender angeboten, so die Bündnisgrünen. Ein Großteil der Neustrelitzer Spielplätze liege in der prallen Sonne. Es gebe wenig Begrünung. Grünanlagen, Bäume und Hecken könnten kreativ in das Spielen einbezogen werden, zum Beispiel, um sich dahinter zu verstecken oder Fangen zu spielen.

Besonders gut hebe sich die am Venusberg geplante Rutsche ab, die die Treppe nach unten begleiten soll. Auch dieses Format könne durch begleitende „Spielgeräte“, die sich an von Familien und Kindern hoch frequentierten Spazierwegen und Straßen befänden, weiter gesponnen werden. Diese könnten zum Klettern, als Hindernisse oder zum kurzen Verweilen einladen. Zum Beispiel könne man sich darunter einige hintereinander angeordnete Poller oder große Steine vorstellen, auf denen von einem zum anderen balanciert werden kann, ein Balancier-Balken oder ein Sprachrohr. An Hügeln könnte ein kleiner Tunnel zum Durchkrabbeln gebaut werden. Um diese kleinen „Attraktionen“ zu vernetzen, könnte ein farblich markierter Rundweg entstehen, an dem Besucherinnen und Besucher sowie Einheimische diese kleinen Attraktionen vorfinden.

Die Grünen bedauern, dass der kleine Spielplatz in Fürstensee zurückgebaut werden soll. Dieser werde gerade im Sommer von ortsansässigen Kindern, Ausflüglern und Touristen genutzt. Der innerörtliche Spielplatz stelle für Ortsfremde und Badegäste keine Alternative dar. Es sollten insbesondere die Bänke erhalten bleiben, denn für die Jugendlichen zähle ein Ort zum Kommunizieren in schöner Umgebung genauso wie für Kinder die Spielmöglichkeit am Badestrand.