
In der ersten Woche des neuen Jahres hat der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wieder Asylbewerber aufgenommen, nachdem über den Jahreswechsel alle Ankommenden in den Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes geblieben waren. So sind seit dem 6. Januar 50 Asylbewerber in Gemeinden des Kreises untergebracht worden, teilte die Kreisverwaltung mit. Für die nächste Woche ab 11. Januar sind weitere 100 angekündigt.
Daneben erhalten nach Angaben des Landkreises wöchentlich nunmehr durchschnittlich 25 bis 30 Asylbewerber einen anerkannten Status als Flüchtling und damit eine Aufenthaltsgenehmigung. Die Asylbewerber werden daraufhin von der Ausländerbehörde zum Gespräch ins eingeladen. Dort werden alle notwendigen amtlichen Vorgänge zur Ausstellung von persönlichen Papieren erledigt.
Von der Ausländerbehörde zum Jobcenter
Damit bekommen sie auch keine weiteren Geldleistungen vom Landkreis, sondern müssen sich jetzt beim Jobcenter melden. Verbände wie die Arbeiterwohlfahrt oder das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands geben Unterstützung, wenn es um Hartz-IV-Anträge und die Wohnungssuche geht. Der Landkreis räumt ein, dass sich nicht alle Flüchtlinge bei den Jobcentern melden.
Ämter und Gemeinden stehen vor der großen Aufgabe, Wohnraum für die Menschen bereitzustellen, die in der Region bleiben möchten. Zwar sind die Flüchtlinge dafür selbst verantwortlich, jedoch ist allen Beteiligten bewusst, dass die Lage auf dem Wohnungsmarkt inzwischen eng geworden ist, heißt es in der Mitteilung der Kreisverwaltung. Deshalb werden Gespräche mit den örtlichen Wohnungsgesellschaften geführt, um Reserven zu erfassen. Niemand aber wolle die Menschen aus ihren bisherigen Quartieren weisen, solange sie keine eigene Bleibe gefunden haben.