„Willkommen in Mo“ war auf dem besten Weg, ein sogenannter „running gag“, also ein immer wiederkehrender Witz zu werden. Mehr als zwei Buchstaben waren an Mirows Bahnhofsgebäude vom Stadtnamen nämlich unter dem Zahn der Zeit nicht übriggeblieben. Was weniger humorige Bürger auch wurmte.
Strelitzius-Korrespondent Kevin Lierow-Kittendorf hat jetzt eine gute Nachricht in die Redaktionsstube übermittelt. Aus „Mo“ ist wieder „Mirow“ geworden. Bürgermeister Henry Tesch hatte sich am Rand der Mirower Gespräche zum Verkehr im ländlichen Raum mit dem Geschäftsführer der Hanseatischen Eisenbahn Tino Hahn ins Benehmen gesetzt, die die Kleinseenbahn betreibt.
Hahn wiederum hatte zugesagt, den Missstand bis Ende September abzustellen. Und hat Wort gehalten. Natürlich braucht das Bahnhofsgebäude weit mehr Zuwendung, aber ein Anfang ist gemacht.
Ein 71-jähriger Pkw-Fahrer ist heute Nachmittag mit seinem vollbesetzten Peugeot 308 am unbeschrankten Bahnübergang Fleesensee auf der Verbindungsstraße von Silz in Richtung Ferienanlage Heidepark mit einem Triebwagen der Hanseatischen Eisenbahn kollidiert. Der Mann missachtete seine Wartepflicht.
Der herannahende Triebwagen gab vorschriftsmäßig akustische Warnsignale vor dem Passieren des Bahnüberganges ab. Trotz eingeleiteter Notbremsung durch die 50-jährige Triebwagenführerin kam es zum Zusammenstoß mit dem querenden PKW. Dieser wurde ins angrenzende Gleisbett geschoben. Der Fahrzeugführer wurde schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber in ein örtliches Krankenhaus geflogen. Der 71-jährige Beifahrer sowie die beiden 64 und 68 Jahre alten Mitfahrerinnen wurden durch den Zusammenstoß leicht verletzt und durch Rettungskräfte in umliegende Krankenhäuser verbracht.
An dem PKW entstand ein Sachschaden von ca. 6000 Euro. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und wurde durch ein örtlich ansässiges Abschleppunternehmen geborgen. In dem mit sieben Personen besetzten Triebwagen wurde eine 17-Jährige leicht verletzt. An dem Schienenfahrzeug entstand ein Sachschaden von 10.000 Euro. Der Triebwagen konnte seine Fahrt eigenständig fortsetzten. Die Unfallstelle war für die Dauer von drei Stunden voll gesperrt.
Zum Wochenende erfolgt die vorübergehende Verkehrsfreigabe der Wesenberger Chaussee in Neustrelitz. Die Angleichung in Richtung der vorhandenen Kreuzung Strelitzer/Woldegker Chaussee wurde entsprechend der Geometrie des geplanten Kreisverkehrsplatzes vorgenommen. Die Bauleistungen für den Neubau des Kreisverkehrs sind derzeit öffentlich ausgeschrieben. Mit den Bauarbeiten wird voraussichtlich Ende Mai begonnen. Noch in diesem Jahr will außerdem die Deutsche Bahn die Brücke erneuern. Mit weiteren Sperrungen ist also in absehbarer Zeit zu rechnen.
Die Bauarbeiten für die Sanierung der Wesenberger Chaussee wurden im Zeitraum vom 16. Januar bis zum 7. April durch die Firma STRABAG AG/NL Neubrandenburg realisiert. Es wurde ein ca. 125 Meter langer Abschnitt zwischen der Bahnunterführung und der Zufahrt zur Bauschlosserei neu gebaut. „Die Arbeiten wurden planmäßig, termingerecht und in sehr guter Qualität ausgeführt“, schätzt das Amt für Hoch- und Tiefbau der Stadt Neustrelitz ein.
Ab Donnerstag, den 19. März 2020, gilt für die Busse im regionalen Linienverkehr der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG) der Ferienfahrplan.
Der Stadtverkehr in Neubrandenburg fährt ab dem 19. März nach dem Sonntagsfahrplan. Weiter werden die Stadtverkehre Waren und Neustrelitz ebenfalls ab dem 19. März 2020 wie sonntags fahren. Auch die Züge der Hanseatischen Eisenbahn GmbH verkehren zwischen Neustrelitz und Mirow sowie zwischen Waren und Malchow ab diesem Tag nach einem eingeschränkten Fahrplan.
Der Öffentliche Personennahverkehr der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft mbH (MVVG), der Stadtwerke Neubrandenburg (Stadtverkehr Neubrandenburg) und der Schienenpersonennahverkehr der Hanseatischen Eisenbahngesellschaft GmbH im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte stehen am Montag und Dienstag, 16. und 17. März 2020, planmäßig zur Verfügung. Auch individuelle Transporte für Menschen mit Beeinträchtigungen fahren wie gewohnt.
Änderungen im Fahrplan sind ab dem Mittwoch, 18. März, möglich. Der Landkreis wird in diesem Fall darüber informieren. Er veröffentlicht alle wichtigen Hinweise und Änderungen laufend auf seiner Internetseite
Jochen Mewes vom gleichnamigen Landwirtschaftsbetrieb in Retzow.
Der „Mirow-März“ hat der Stadt und ihrem Umland in dieser Woche drei sehr erfolgreiche Veranstaltungen im und am Unteren Schloss mit einer hohen Resonanz beschert, wie Bürgermeister Henry Tesch heute gegenüber Strelitzius zusammenfasste. Im Ergebnis des 1. Bürgerdialogs prüft die Stadt jetzt die Aufhebung aller aktuellen Flächenausschreibungen. Der Pachtzins soll nicht der alleinige Maßstab sein, sondern es müsse die Frage gestellt werden, „wie wir mit Pachtflächen in diesen Zeiten umgehen, wie wir es mit der Langfristigkeit der Verpachtung halten“, so das Stadtoberhaupt. Dabei sollen „verschiedene Kriterien der konventionellen wie der ökologischen Bewirtschaftung zugrunde gelegt werden“.
Sarah Moschner während des Vortrages des IGES Instituts im Unteren Schloss.
Die Teilnehmer des 2. Mirower Gespräches (Strelitzius berichtete) – Bürgerinnen und Bürger, Abgeordnete, Behördenvertreter – wollen sich in Sachen eines „Bürgerbudgets“ zur Entwicklung des ländlichen Raums an das Verkehrsministerium des Landes wenden. Das Land hatte seine Förderung der Kleinseenbahn zwischen Neustrelitz und Mirow 2012 von 1,3 Millionen Euro jährlich auf 300.000 Euro zurückgefahren. Damit sind bislang sieben Millionen Euro plus X in der Folge für den Öffentlichen Personennahverkehr in der Kleinseenplatte verloren gegangen, über die Schwerin eigentlich auch dank der Bundeszuwendungen verfügt, so die Argumentation.
In Mirow laufen die Vorbereitungen auf den 1. Bürgerdialog (3. März), das 2. Mirower Gespräch (4. März) und die Jubiläumsdemo anlässlich des 10. Jubiläums der Bürgerinitiative für die Umgehungsstraße (5. März) auf Hochtouren (Strelitzius berichtete). Inzwischen künden auch Banner an der Tagungsstätte Unteres Schloss davon. Im Anhang noch einmal der offizielle Programmflyer, der mich dieser Tage erreicht hat.
Im „Mirow-März“ wird das Untere Schloss wieder mit Leben erfüllt.
Der Monat März bringt in Mirow gleich drei richtungsweisende Veranstaltungen. Bürgermeister Henry Tesch hat im Kontakt mit Strelitzius sogar vom „Mirow-März“ gesprochen. „Wir sehen die drei Termine schon in einem Zusammenhang.“ Nicht von ungefähr rückt das Untere Schloss, dass die Gemeinde nicht mehr um jeden Preis verkaufen will, dabei als Tagungsstätte erneut in den Mittelpunkt. Interessierte sind herzlich zu den terminen eingeladen.
Zum Auftakt wird am Dienstag, den 3. März, zum 1. Mirower Bürger-Dialog eingeladen. Treffpunkt ist um 19 Uhr im Unteren Schloss. Thema ist die aktuelle und zukünftige Nutzung städtischer Grundstücke mit Schwerpunkt Acker- und Grünland. Nach der Eröffnung durch Henry Tesch wird es einen Impulsvortrag von Stefan Engberink von der LMS Agrarberatung „Rahmenbedingungen für die Nutzung von Acker und Grünland in Mecklenburg-Vorpommern“ geben. Im Anschluss stellen Pächter der Stadt Mirow ihre Betriebe vor: Joachim Gawlik für die Gaarzer Naturprodukte GmbH mit Sitz in Krümmel und Jochen Mewes für den Landwirtschaftsbetrieb Mewes mit Sitz in Retzow.
Thomas Lehmann, Biberferienhof Diemitz, spricht zum Thema „Landwirtschaft und Tourismus mit Schwerpunkt auf nachhaltige Landwirtschaft“ und Christine Jantzen vom Biohof Solf zum Thema „Ökologische Pachtverträge – ein Praxisbeispiel.“ Im Anschluss Diskussion und Gespräche bei Getränken und Snacks.
Als einen „guten Start für das neue Jahr“ hat Bürgermeister Henry Tesch (CDU) das „1. Mirower Gespräch“ zu Fragen der Mobilität im ländlichen Raum am Mittwoch bezeichnet. An der Tagung im Unteren Schloss hatten rund 40 Akteure aus der Region teilgenommen, die laut Tesch gegenüber Strelitzius „einen grandiosen Querschnitt“ repräsentierten. Schwerpunkt des Gespräches war es, sich mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Entwicklung der regionalen Bahnstrecken im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und die damit verbundenen Umweltaspekte auszutauschen. Dabei wurden von Experten auch innovative Ansätze zum Schienenverkehr vorgetragen.
Henry Tesch eröffnet das „1. Mirower Gespräch“.
Im Vordergrund stand die Zukunft der Mecklenburgischen Kleinseenbahn, die vom Land chronisch unterfinanziert ist. In dieser Frage hatten die Landtagsabgeordneten Vincent Kokert (CDU), Andreas Butzki (SPD) und Torsten Koplin (DIE LINKE) in Grußadressen ihre Unterstützung signalisiert. „Wir denken aber weiter, tief in den Raum hinein, bis nach Berlin-Brandenburg, und ich bin sehr froh, dass so viele Enthusiasten zusammengekommen sind“, betonte der Bürgermeister und gemeinsam mit dem Landkreis Initiator. Das nächste „Mirower Gespräch“ zur Mobilität wird es am 4. März geben.
Mit der Wahl der Tagungsstätte Unteres Schloss wurde der Feudalbau, den die Kommune nicht mehr um jeden Preis verkaufen will, aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Die Revitalisierung hatte Symbolkraft und ist bei den Gesprächsteilnehmern nach Einschätzung von Tesch richtig gut angekommen. Viele fleißige Helfer hatten bei der Vorbereitung der früheren Schulaula als Konferenzraum geholfen. Seit dem 1. Dezember ist das Untere Schloss auch in allen seinen Räumen beleuchtet, um mehr Aufmerksamkeit für das historisch wertvolle Gebäude herzustellen.
Das wird auch Pendler aus unserer Region interessieren: In vollem Gange sind derzeit die Bauarbeiten für die Erweiterung der Park-and-Ride-Anlage am Fürstenberger Bahnhof. Voraussichtlich bis Juli werden sie dauern, informierte Bürgermeister Robert Philipp in der Märkischen Oderzeitung. Im Sommer erfolge noch die Bepflanzung. Weiterlesen →