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Userins Bürgermeister Axel Malonek nennt es eine „Provinzposse“, räumt aber zugleich ein, dass der Gemeinde da die Hände gebunden sind. Auch andere Bürger, vornehmlich in Groß Quassow, können nur die Köpfe schütteln, wie Strelitzius erfuhr.
Da hat ein Neustrelitzer Geschäftsmann an der Woblitz nahe dem Dorf mitten in einem Schutzgebiet ein Grundstück erworben und bemüht sich dem Vernehmen nach nun nachträglich per Klage gegen den Grundstücksnachbarn um ein Notwegerecht.
Bevor diese aber überhaupt entschieden ist, wird dem Mann bereits ein privater Bahnübergang über das Gleis gebaut, das die Kleinseenbahn befährt. Kaum zu glauben, das wollte ich genau wisen. Frank Brechler hat es mir auf Anfrage bestätigt, die Umsetzung erfolge „zeitnah zur erteilten bahnbehördlichen Genehmigung“. Brechler ist Eisenbahnbetriebsleiter bei der Regio Infra Nord-Ost GmbH & Co. KG. Derartige Bauvorhaben auf Wunsch von Privatpersonen zu realisieren, sei in seinem Unternehmen durchaus üblich, erfahre ich. Die Kosten trage selbstverständlich der Antragsteller.
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