Schlagwörter
Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Neustrelitz, Verkehr

Die Hanseatische Eisenbahn GmbH (HANS) hat die Bedeutung der Kleinseen-Bahnstrecke zwischen Neustrelitz und Mirow erkannt und Interesse an ihrem weiteren Ausbau signalisiert. Ausdruck dessen ist eine Vereinbarung, die heute beim 2. Mirower Gespräch zu Fragen des öffentlichen Personennahverkehrs im Unteren Schloss von dem Bahnunternehmen, dem Landkreis und der Stadt Mirow unterzeichnet wurde.
Danach wird in der Saison abends ein weiteres Zugpaar zwischen beiden Städten verkehren. Außerdem ist vorgesehen, bei Höhepunkten wie dem Neustrelitzer Immergut Festival und dem Fusion Festival in Lärz zusätzliche Züge einzusetzen.
Das 2. Mirower Gespräch ist auf großes Interesse gestoßen. Im Saal des Unteren Schlosses, das sich erneut als Tagungsstätte bewährte, blieb kaum ein Stuhl frei. Rund 70 Personen beteiligten sich an der Veranstaltung. Viele äußerten sich voll des Lobes über das gefundene Gesprächsformat, darunter Warens Bürgermeister Norbert Möller und Wesenbergs Stadtoberhaupt Steffen Rißmann. Eine Zusammenfassung der drei Termine beim „Mirow-März“ (Strelitzius berichtete) gibt es am Freitag hier im Blog zu lesen.

Zu diesem Beitrag schreibt mir Prof. Helmut Böhme aus Neustrelitz:
Da gibt es Schlagwörter wie Mobilität im ländlichen Raum und Anbindung der Seenplatte – und die Kleinseenbahn mit Endstation Mirow kämpft um das Überleben? Da schwafelt man von 50 oder 100 Jahre ist Mecklenburg zurück – aber wie kommt es, daß es eine vielbefahrene und genutzte durchgehende Verbindung zwischen den beiden Großherzogtümern Mecklenburgs und der Provinz Brandenburg des Staates Preußen von vor über 100 (!) Jahren, die auch noch zu DDR-Zeiten weitgehend – bis auf nach Kriegsende demontierte Teile – existierte, verschwunden ist?
Es war die Strecke Wittenberg-Perleberg-Pritzwalk-Wittstock-Mirow-Wesenberg-Neustrelitz, weiter nach Woldegk bis Strasburg! Was war das für eine Lebensqualität damals, denn es gab damals noch viele andere Verbindungen in Mecklenburg und heute muß um Mini-Verbesserungen bei der „Kleinseenbahn“ – ach, klingt das niedlich – der Infrastruktur mühsam kämpfen? Dabei braucht man doch wirklich nicht viel Sachverstand, um die Notwendigkeit der engen Verbindung zum Großraum Berlin-Brandenburg zu favorisieren und endlich wieder den Weg nach Hamburg zu öffnen!