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Jochen Mewes vom gleichnamigen Landwirtschaftsbetrieb in Retzow.

Der „Mirow-März“ hat der Stadt und ihrem Umland in dieser Woche drei sehr erfolgreiche Veranstaltungen im und am Unteren Schloss mit einer hohen Resonanz beschert, wie Bürgermeister Henry Tesch heute gegenüber Strelitzius zusammenfasste. Im Ergebnis des 1. Bürgerdialogs prüft die Stadt jetzt die Aufhebung aller aktuellen Flächenausschreibungen. Der Pachtzins soll nicht der alleinige Maßstab sein, sondern es müsse die Frage gestellt werden, „wie wir mit Pachtflächen in diesen Zeiten umgehen, wie wir es mit der Langfristigkeit der Verpachtung halten“, so das Stadtoberhaupt. Dabei sollen „verschiedene Kriterien der konventionellen wie der ökologischen Bewirtschaftung zugrunde gelegt werden“.

Sarah Moschner während des Vortrages des IGES Instituts im Unteren Schloss.

Die Teilnehmer des 2. Mirower Gespräches (Strelitzius berichtete) – Bürgerinnen und Bürger, Abgeordnete, Behördenvertreter – wollen sich in Sachen eines „Bürgerbudgets“ zur Entwicklung des ländlichen Raums an das Verkehrsministerium des Landes wenden. Das Land hatte seine Förderung der Kleinseenbahn zwischen Neustrelitz und Mirow 2012 von 1,3 Millionen Euro jährlich auf 300.000 Euro zurückgefahren. Damit sind bislang sieben Millionen Euro plus X in der Folge für den Öffentlichen Personennahverkehr in der Kleinseenplatte verloren gegangen, über die Schwerin eigentlich auch dank der Bundeszuwendungen verfügt, so die Argumentation.

Außerdem gelte es unbedingt, den Verkehrsverbund der Mecklenburgischen Seenplatte mit Berlin-Brandenburg voranzutreiben. „Wir unterstützen da insbesondere unseren Landkreis. Außerdem wollen wir heute in einem Jahr das 6. Mirower Gespräch im Partnerlandkreis Osnabrück durchführen, in den wir eingeladen worden sind“, so Tesch. Beide Landkreise beabsichtigen, ein gemeinsames Verkehrsprojekt beim Bund zu beantragen. Zum 2. Mirower Gespräch hänge ich für Interessierte die Vorträge des IGES Instituts Berlin und der Panungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück an.

Wir können auch ungehorsam protestieren“

Anlässlich des 10. Geburtstages der Bürgerinitiative für die Mirower Umgehungsstraße hat der Bürgermeister die Männer und Frauen der ersten Stunde gewürdigt, insbesondere ihr Durchhaltevermögen. „Sie haben sich seinerzeit sicherlich nicht gedacht, dass es ein Jubiläum 10 Jahre BI geben wird. Heute in einem Jahr muss klar sein, wie es los geht und wo der 1. Spatenstich gemacht wird“, betonte der Bürgermeister. „Das ist hier alles noch gehorsamer Protest, aber wir können am Ende auch ungehorsam protestieren.“

Werner Linnenbrinck von der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück