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Haben vor der Johanniter Kirche Platz genommen: Henry Tesch, Hartwig Grählert, Werner Matzke, Ulla Pape (von links). Auch für diese Sitzgelegenheit hat sich der Verein engagiert.

Wenn der Begriff „Bauhistorie“ im Zusammenhang mit Mirow fällt, denken viele sofort an die zwei Schlösser. Aber weit gefehlt, denn als überragend im wahrsten Sinne des Wortes kann und muss der Kirchturm der Johanniterkirche in Mirow genannt werden. Ein Turm, dessen Höhe bis zur Spitze 41 Meter misst. Und nicht nur das. In einer Höhe von 29 Metern kann der Besucher auf einer Aussichtsplattform zu jeder Jahreszeit die wunderschöne Aussicht genießen, was bisher weit über 200.000 Besucherinnen und Besucher genutzt haben.

Werner Matzke, Ulla Pape, Hartwig Grählert und Henry Tesch (von links) bei der Übergabe der Mirow-Münze an den Kirchturmverein Mirow.

Zu verdanken ist das engagierten Frauen und Männern, die bereits im März 1989 unter anderen Umständen sich sagten: Es muss etwas passieren! Und so kam es dann auch. Sie gründeten am 17. August 1989 den Förderverein Mirow e.V. Anliegen dieses Vereins war es, die 1945 zerstörte Kirchturmspitze in ihrer ursprünglichen Form wieder aufzubauen. Am 27. März 1990 erfolgten die Anerkennung des Vereins und die Eintragung unter Nr. 1 des Vereinsregisters des Kreises Neustrelitz in der DDR.

Der Aufbau des Turmes dauerte bis zum 12. November 1993, um dann in einer spektakulären Endphase, nämlich der Aufsetzung der Kirchturmspitze durch spezielle Bautechnik, zum Höhepunkt zu gelangen. Der Verein hat hiermit einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt eines kulturhistorischen Baus in Mirow beigetragen und sein großes Ziel erreicht, betont Bürgermeister Henry Tesch bei der Übergabe der Mirow-Münze des Monats Juli an den Kirchturmverein.

Vorsitzender Hartwig Grählert berichtet, dass seinerzeit die Idee entstand, den Kirchturm für die Öffentlichkeit begehbar zu machen. Deshalb startete der Mirower Kirchturmverein am 3. März 1997 eine große Spendenaktion „Jeder kauft eine symbolische Stufe im Wert von 100 DM“. Diese Aktion hatte eine so starke Resonanz, dass schon am 16. August 1997 die öffentliche Treppe eingeweiht werden konnte.

Ulla Pape ist unter anderem stolz darauf, dass, wie sie sagte, unsere Turmreferenten sich für den sicheren Besuchsablauf und die Führungen engagieren. Das Programm des Vereins ist äußerst vielfältig und geht vom Johanniter-Museum, über Ausstellungen, den Bücherbasar, das Turmblasen bis zum Kirchturmfest, welches in diesem Jahr für den 15. August ansteht. Organisiert werden darüber hinaus Konzerte in der Kirche, und auch für das Außengelände wurden und werden Initiativen entwickelt.