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Oft genug habe ich mich an dieser Stelle schon verärgert bis entsetzt über den Umgang mit unser aller Muttersprache Deutsch im öffentlichen Raum ausgelassen. Neben dem schludrigen Gebrauch sind es vor allem englische Begriffe, die sie torpedieren und von denen geglaubt wird, dass sie eine höhere Werbewirkung erzielen (Strelitzius berichtete). Gerade gestern bedurfte es längerer Recherchen meinerseits um herauszubekommen, was wohl einen Toilettensitz auszeichnet, der über Quick-Release und ein Wrap-over-Design verfügt. So viel sei verraten: Man muss die Klobrille nicht schnell wieder verlassen… Aber, ich schweife ab.

Es gibt doch noch Beispiele von Sprachakrobatik, die mich freuen und ebenfalls ein paar Strelitzius-Zeilen verdienen. In diesem Fall habe ich gar nicht erst weit fahren müssen, die Wortgewandtheit sprang mich in meiner Heimatstadt Wesenberg in der Straße Vor dem Wendischen Tor an. Hier ist die Mirower Dachdeckerei Krumm derzeit zu Gange und grüßt vom Gerüst mit einen „Guten Dach!“. Dabei werden auf ebenso kurze wie geniale Weise ein freundlicher Gruß und das eigene Gewerk einschließlich Qualität der Arbeit verbunden. Hundert Punkte an den, der sich das ausgedacht hat, auch ich ziehe den Hut, und beste Grüße in die Nachbarstadt. Geht dach, äh, doch!