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REMONDIS hat nach Angaben der Gewerkschaft ver.di am heutigen Freitag gegen 15 Uhr die Ausweitung der Streiks (Strelitzius berichtete) „für den Moment“ abwenden können. Es werde ein besseres Angebot in Aussicht gestellt, welches die Interessen der ver.di Mitglieder bei der REMONDIS Seenplatte Logistik berücksichtigt.

„Wir haben immer gesagt, dass wir an den Verhandlungstisch zurückkehren, wenn REMONDIS ein verbessertes Angebot vorlegen will. Hier werden wir Wort halten. Gleichwohl müssen wir deutlich darauf hinweisen, dass wir keine Tarifverhandlung führen werden, die im Ergebnis Armut bedeutet.  Unsere Forderungen sind bekannt und mögliche Lösungsansätze haben wir in den Verhandlungen hinreichend dargestellt. Ein weiterer Vorschlag der REMONDIS, welcher nicht auf unsere Forderung eingeht, wird unweigerlich die deutliche Ausweitung der Streikmaßnahmen nach sich ziehen.“, macht der ver.di Verhandlungsführer, Mathias Bialuch, deutlich.

„Wir haben über die Medien die Haltung der politischen Vertreter der Seenplatte verfolgen können und begrüßen ausdrücklich die kritische Debatte zur Entsorgung im Landkreis. Für uns bleibt es trotzdem ein Rätsel, wie ein Landkreis, der mit 40 Prozent an einem Unternehmen (REMONDIS Seenplatte) beteiligt ist, in dieser Form überrascht sein kann über die Einkommen der Beschäftigten bei den Tochtergesellschaften (REMONDIS Seenplatte Logistik)“, so der Verhandlungsführer weiter. Armut im kommunalem Auftrag solle nicht das Ziel einer Vergabe sein, vor allem nicht, wenn einem ein Teil der Gesellschaft gehört.

Ver.di lädt die kommunalen Vertreter ein, bis zu den Verhandlungen ihren Einfluss geltend zu machen und für vernünftige Einkommensbedingungen bei der REMONDIS Seenplatte Logistik zu sorgen. Bialuch abschließend: „Niemand, der von Politik als systemrelevant bezeichnet wird, sollte ein niedriglohnähnliches Entgelt erhalten. Das ist auch im Landkreis Seenplatte unanständig und muss geändert werden.“