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Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Parteien, Politik, Radsport, Verkehr

Nach den GRÜNEN (Strelitzius berichtete) beteiligen sich auch die Neustrelitzer LINKEN mit einem eigenen Team am eben gestarteten Stadtradeln, um beim Klimaschutz mit gutem Beispiel voranzugehen, und werben um Mitfahrer. Am Wochenende seien die ersten Kilometer zusammengekommen, heißt es.
„Wir wollen alle unseren Kindern eine lebenswerte Welt hinterlassen“, begründet Marco Süldt die. „Außerdem können wir uns dadurch fit halten, sofern wir nicht von den schlechten Radwegen ausgebremst werden“ ergänzt Thomas Fiß und kritisiert den Zustand der Kopfsteinpflasterstraßen, den engen Streifen in der Zierker Straße und die lebensgefährlichen Schlaglöcher in Richtung Altstrelitz. „Es mag zwar sein, dass viele Radwege in die Stadt hineinführen – wie zum Start des Stadtradelns behauptet -, diese enden aber auch gern mal im Nirgendwo oder sind eine Buckelpiste.“
Vor allem solle aber der Spaß für die LINKEN im Vordergrund stehen, und durch die Messung der Wegstrecke entstehe ein sportlicher Anreiz, der sicherlich auch positiv sei. „Wir hoffen, gemeinsam mit interessierten Bürgern viel CO2 einzusparen, um einen kleinen Beitrag für eine ökologisch-soziale Wende zu leisten“, heißt es in der Mitteilung.
Oh ja, dem kann ich leider nur aus vollstem Herzen zustimmen! Wann endlich wird ein gut durchdachtes Radwegekonzept für Neustrelitz erarbeitet? Und dann vielleicht sogar umgesetzt? Traumhaft wäre auch eine Radwegekarte für unsere Stadt, in der u. a. auch angegeben wird, in welche Richtung man fahren darf. Zur Zeit sind manche Regelungen einfach nur chaotisch und sehr unvollständig. Bei allen Vorschriften sollte man nicht nur an Meter und Zentimeter (Radwegbreite usw.) denken, sondern auch an die durchschnittliche Anzahl der Radfahrer und Fußgänger! Wo pro Stunde gefühlte drei Radfahrer bzw. Fußgänger verkehren, muss der Rad/Fußweg m.E. keinen bundesweiten Normen entsprechen!
Schon vergangenes Jahr habe ich mich anlässlich des „Stadtradelns“ mit meinen diesbezüglichen Fragen, Vorschlägen und Kritik an die Stadt gewandt. Im Antwortschreiben wurden die Mängel lediglich bestätigt, geändert hat sich nichts. Irgendwie kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, dass mal wieder das Pferd am Schwanz aufgezäumt wird.
Mit Ihrer Kritik sind sie nicht allein. Jetzt, wo ganze Fraktionen der Stadtvertretung stadtradeln, sollten die geforderten Verbesserungen im Radwegenetz vielleicht näherrücken.