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Mein Tipp: das Kunsthaus Koldenhof.

Ich habe mit heute eine kleine Runde KunstOffen gegönnt. Erste Station war zum wahrscheinlichen Abschiedsbesuch die Kunsthalle Wittenhagen. Sie soll beklagenswerterweise ja in diesem Jahr zu Gunsten eines Hotelprojektes geschlossen werden (Strelitzius berichtete). Die aktuelle Ausstellung „Mannsbilder“ hat mich enttäuscht, genauer geschrieben gelangweilt. Zehn Künstler versprechen Vielfalt, die sich aber nicht einstellt, wenn die Mehrheit von ihnen jeweils lediglich mehrere Variationen des gleichen Sujets präsentiert. Mit meiner Auffassung war ich offenbar nicht allein. KunstOffen ist immer auch Austausch mit anderen Besuchern.

Sehr angenehm überrascht war ich vom noch jungen Kunsthaus Koldenhof, dem ich zum ersten Mal einen Besuch abgestattet habe. Seit 2015 wird hier ausgestellt, inzwischen gibt es auch Übernachtungsmöglichkeiten, zum Beispiel im Rahmen von Seminaren. Schönes Haus samt Garten, anheimelnde Galerieräume, nettes Gespräch. Dazu Malerei und Grafik von Wolfgang Behrendt sowie Bildhauerei von Wolfgang Friedrich. Die Arbeiten beider Künstler haben mich sofort angesprochen. Ich habe dem abgelegenen Kunsthaus spontan meine Kooperation in der Öffentlichkeitsarbeit angeboten, mal sehen, was daraus wird.

Dann habe ich nach ein paar Jahren Unterbrechung wieder einmal einen Abstecher zur Schmuckdesignerin Beate Böhme in Bergfeld gemacht. Sie bietet in ihrem malerischen Domizil immer einen ganz tiefen Einblick in ihre Werkstatt der schönen Dinge. Zum Finale eine Stippvisite in der Kirche Thurow, wo mich eine Videoinstallaion von Marieken Matschenz fesselte. Leider war die Künstlerin, die auch am Kunsthaus Neustrelitz wirkt, selbst nicht anwesend.

Fazit: Eine Landpartie zu KunstOffen lohnt sich alle Jahre wieder. Schade, dass der Pfingstsonntag 2017 so dermaßen ins Wasser gefallen ist.