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Der Regisseur Volker Koepp kommt zum Gespräch über seinen Film „CHRONOS – FLUSS DER ZEIT“ am 17. Juni um 18 Uhr in das Fabrik.Kino der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz. Der Fluss Chronos, antiker Name der Memel, durchfließt die Region Sarmatien. Ihm folgt der Regisseur Volker Koepp auf der Suche nach den Schicksalen der Menschen, die an seinen Ufern leben – und kehrt dabei immer wieder zu jenen zurück, die seine früheren Filme geprägt haben.

„Sarmatische Zeit“ heißt der Gedichtband von Johannes Bobrowski, der für Volker Koepp zum poetischen wie persönlichen Leitmotiv für diese bildstarke, 198 Minuten lange, weitläufige Sondierung einer Region zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, entlang der Ströme Memel, Dnister und Pruth wird. Ein Herkunfts-, Sehnsuchts- und Tatort zugleich, ein Sammelbecken unterschiedlicher Kulturen und Zugehörigkeiten, Schauplatz immer wiederkehrender Grausamkeit und Vernichtung. Es ist aber auch das Porträt einer Region im Wandel: Die russische Invasion der Ukraine und die Covid-19-Pandemie prägen das Erleben genauso wie die sowjetische Vergangenheit und die Narben, die der Holocaust in den Gemeinschaften hinterlassen hat.

Es geht um Begegnungen mit Menschen, ihrem Alltag, ihren von den politischen Umbrüchen geprägten Biografien, um nationalsozialistischen Terror, die Ermordung der Jüdinnen und Juden, stalinistische Verfolgung und Hoffnungen auf gesellschaftliche Veränderungen. Trotz der Überlänge des Films werden auch die eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen und magischen Momente, die die Zeit stillstehen lassen, für einen denkwürdigen Kinoabend sorgen. Volker Koepp steht im Anschluss an den Film zum Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung.