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Tagesarchiv 2. September 2016

Hydrologen müssen Woblitzinsel noch vor deren Entstehung begutachten

02 Freitag Sep. 2016

Posted by Strelitzius in Bauen

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Schlagwörter

Kommunales, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Stadtentwicklung, Tourismus, Wesenberg

In Wesenbergs Stadthafen ist nach Saisonende wieder Ruhe eingezogen.

In Wesenbergs Hafen ist nach Saisonende wieder Ruhe eingezogen.

Wesenbergs Rückkehr ans Wasser dürfte noch ein langer Weg sein, wenn er überhaupt jemals ans Ziel führt. Die Altstadt, deren Burg im 16. Jahrhundert von der Woblitz umspült wurde, liegt inzwischen weit im Hinterland. Vor allem in den letzten 40 bis 60 Jahren ist von der Havel so viel Biomasse herangeführt worden, dass der Verlandungsbereich an der Wasserkante jährlich um rund zwei Meter wächst, wie Experten herausgefunden haben. Vom Wasser aus sind nur noch die Spitzen von Kirchturm und Burg zu sehen, der „Rest“ der Woblitzstadt ist hinter Wildwuchs verschwunden..

Insofern hat die Idee, aus diesem angeschwemmten Bereich eine Insel zu machen, der von einem Woblitzarm umflossen wird, zwar jede Menge Charme. Hier wären auch brütende Wasservögel geschützt vor Marder & Co. Damit sind selbst hartgesottene Öko-Krieger zu ködern. Aber momentan ist ungeklärt, ob sich nicht auch die neue Wasserstraße direkt vor der Villa Pusteblume, wo unter anderem ein Anleger für die momentan räumlich weit abgeschlagene Fahrgastschifffahrt geplant ist, wieder zusetzt. Dann würde das ohnehin finanziell und gegen die Widerstände der Naturschützer nur schwer zu stemmende Projekt auch noch mit hohen Folgekosten verbunden sein. Ein hydrologisches Gutachten muss her. Kostet auch wieder.

Immerhin ist es gelungen, Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) bei seiner jüngsten Fördermittelübergabe in Wesenberg In Sachen Straßenbau auf dem Holzindustrie-Areal für die Wiederöffnung der Stadt zum Wasser zu erwärmen. Ob das Wert hat, die neue Legislaturperiode wird es zeigen.

Immerhin ein Anfang: Stadthafen soll ausgebaut werden

Also bäckt Wesenberg vergleichsweise kleine Brötchen und baut seinen Stadthafen aus, im offiziellen Sprachgebrauch auch Wasserwanderrastplatz. Der Förderantrag für das 2,1 Millionen teure Projekt ist auf dem Weg nach Schwerin. Geplant sind 30 Liegeplätze und ein Sanitärgebäude unmittelbar am Hafenbecken. In dem Becken  können kleinere Boote oder auch Flöße wie bisher anlegen.

Dem folgt seewärts ein fester Steg, flankiert beidseitig von schwimmenden sogenannten Fingerstegen. In die so entstehenden Boxen passen dann je zwei größere Boote hinein, wie sie auf den Gewässern der Seenplatte immer häufiger werden. Und ein Stück vom Verlandungsbereich müsste schon mal weichen. Immerhin ein Anfang!

Wesenberger suchen Fördertöpfe für neues Feuerwehrhaus

02 Freitag Sep. 2016

Posted by Strelitzius in Feuerwehr

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Schlagwörter

Bauen, Finanzen, Kommunales, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Wesenberg

Wesenbergs neues Feuerwehrhaus soll 999 005 Euro kosten, wer auch immer diese doch sehr genau anmutende Summe prognostiziert hat. Mit Sicherheit kann man sie ohnehin vergessen, das lehrt die Erfahrung. Der Bauantrag ist fix und fertig, wie auf der jüngsten Stadtvertretersitzung zu erfahren war.

2017 und 2018 soll das neue Gebäude im Gewerbegebiet Am Pump direkt an der Bundesstraße 198 entstehen. Nur dem den aufzubringenden Eigenmitteln können sich die Volksvertreter nicht so richtig anfreunden, genauer gesagt, mit deren Höhe. Denn bei aller durch Land und Landkreis in Aussicht gestellten Fördermitteln bleiben satte 400 000 Euro aufzubringen – ein erheblicher Aufwand für die Kommune.

Insofern haben die Stadtvertreter zwar die Finanzierung in zwei Jahresscheiben von 100 000 und 300 000 Euro beschlossen, waren sich aber zugleich einig, nach weiteren Geldtöpfen zu suchen. Anderswo würden schließlich Feuerwehrgerätehäuser wesentlich üppiger gefördert, hieß es.

Manuela Schwesig spricht auf die Schnelle mit Genossen im Slawendorf

02 Freitag Sep. 2016

Posted by Strelitzius in Politik

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Schlagwörter

Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Parteien, Wahl

Andreas Butzki, Manuela Schwesig und das Neustrelitzer SPD-Urgestein Dieter Zscheischler. Foto: SPD

Andreas Butzki, Manuela Schwesig und das Neustrelitzer SPD-Urgestein Dieter Zscheischler. Foto: SPD

Gut eine Stunde Zeit hat sich Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) gestern genommen, um am Donnerstag im Neustrelitzer Slawendorf beim traditionellen Sommerfest des Ortsvereins und des Kreisverbandes der SPD vorbeizuschauen und ihren Genossen Andreas Butzki im Landtagswahlkampf zu unterstützen.

125 Gäste waren der Einladung an den Zierker See gefolgt. Die Bundespolitikerin nutzte die kurze Zeit, um möglichst viele Fragen zu beantworten und Anliegen Einzelner entgegenzunehmen.

Justizministerin sorgt für moralische Rehabilitierung von Josef Jakubowski

02 Freitag Sep. 2016

Posted by Strelitzius in Politik

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Schlagwörter

Geschichte, Justiz, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz

Uta-Maria Kuder bei ihrem Vortrag im Kulturquartier.

Uta-Maria Kuder bei ihrem Vortrag im Kulturquartier.

Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) hat am Donnerstag im Neustrelitzer Kulturquartier den polnischen Landarbeiter Josef Jakubowski moralisch rehabilitiert. Jakubowski war 1925 unschuldig wegen Mordes zum Tode verurteilt und 1926  in Neustrelitz hingerichtet worden. Kuder erklärte nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Fall in ihrem Haus, dass es sich bei diesem Gerichtsurteil nach dem damaligen Prozessverlauf um Unrecht handelt.

„Das ist mehr, als es je zuvor gegeben hat“, betonte in einem Statement für Strelitzius Rajko Lippert, Vorsitzender des Vereins Kulturgut Mecklenburg-Strelitz. Selbst in der „klassenkampfmäßigen Auseinandersetzung der Nachkriegszeit“ sei es nicht so weit gekommen – und das, „obwohl die DDR die Machtmittel dazu gehabt hätte“. Ob es eine formaljuristische Rehabilitierung Jakubowskis geben werde, sei offen. Trotzdem sei ein wesentlicher Teil des Anliegens seines Vereins erfüllt, betonte Lippert. Kulturgut Mecklenburg-Strelitz sei dem CDU-Landtagsabgeordneten Vincent Kokert sehr dankbar, „dass er der Ministerin unser Anliegen, das wir im November vergangenen Jahres auf unserer Mitgliederversammlung formuliert haben, so eindringlich nahe gelegt hat. Dadurch wurde in so kurzer Zeit ein wirklich gute Ergebnis erreicht.“

Vereinsvorsitzender: Der Fall ist nicht vergessen

Der Verein Kulturgut Mecklenburg-Strelitz hat in diesem Jahr „Gerichte, Justiz und Kriminalität“ zum Thema seiner Veranstaltungen gewählt. Dies geschah mit einem Blick in die Geschichte, denn die Hinrichtung von Josef Jakubowski ist genau 90 Jahre her. Zwei der insgesamt drei Filme, die sich dieses Falles annehmen, hat der Verein schon zeigen können. In einer Veranstaltung hat Dr. Annette Linkhorst, Berliner Fachanwältin für Strafrecht, die Ergebnisse ihrer Akteneinsicht in das historische Material vortragen lassen. „Jede dieser Veranstaltungen führte zu einer für mich überraschend engagierten Diskussion“, so Lippert. „Der Fall ist nicht vergessen.“

Extrem peinlich: Neue Lage in Wesenbergs Straße Vor dem Wendischen Tor

02 Freitag Sep. 2016

Posted by Strelitzius in Bauen

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Schlagwörter

Bürger, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Verkehr, Wesenberg

Wendisches_Tor_Mirower_ChausseeDie Querelen um den Gehwegbau in Wesenbergs Straße Vor dem Wendischen Tor nehmen kein Ende. Als „extrem peinlich“ bezeichnete der Stadtvertreter Martin Bork (BfW) in der gestrigen Sitzung der Abgeordneten die neueste Situation. Danach ist  es den Planern offensichtlich entgangen, dass sie es bei der Straße eigentlich mit zwei Straßen zu tun haben. Während es sich bei dem zur B 198 führenden Abschnitt um die Durchgangsstraße Vor dem Wendischen Tor handelt, ist das Stück zum Netto Markendiscount die Mirower Chaussee und eine Anliegerstraße. Entsprechend fallen auch verschiedene Anliegerbeiträge für die beiden Bauabschnitte an, die gesondert abgerechnet werden müssen.

Dem musste die Stadtvertretung nun zunächst einmal mit einem sogenannten Kostenspaltungsbeschluss Rechnung tragen. Während sich für die Supermarktkette der Beitrag mit Sicherheit erhöht, konnte zur finanziellen Belastung der Anlieger im Durchgangsverkehrsbereich der Straße gestern keine Aussage getroffen werden. Es müsse erst neu berechnet werden, was nun auf die Bürger zukommt, hieß es. Man wolle sich aber um höchstmögliche Transparenz bemühen.

Bürgermeister Helmut Hamp kündigte eine kritische Auseinandersetzung mit dem Planungsbüro an. Auch die Amtsverwaltung sei zur Stellungnahme aufgefordert.  Die Anlieger hatten bereits darauf aufmerksam gemacht, dass es in der Bauausführung Abweichungen von ihnen gemachten Zusagen gebe (Strelitzius berichtete). Darüber hinaus musste ein Teilstück des Gehweges noch einmal aufgenommen werden, da es Probleme mit dem Gefälle gab. Auch sind Teile der Regenentwässerung nicht mehr funktionstüchtig.

Eines scheint allerdings klar: Eine Absenkung der Borde unter eine Höhe zwölf  Zentimetern wird es nicht geben, wie den Bürgern in Aussicht gestellt. Bürgermeister Hamp erläuterte noch einmal, dass alles andere bei Unfällen rechtlich anfechtbar sei. Auch habe der Landkreis die Einrichtung eines Fußgängerüberweges abgelehnt.

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71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

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