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Wendisches_Tor_Mirower_ChausseeDie Querelen um den Gehwegbau in Wesenbergs Straße Vor dem Wendischen Tor nehmen kein Ende. Als „extrem peinlich“ bezeichnete der Stadtvertreter Martin Bork (BfW) in der gestrigen Sitzung der Abgeordneten die neueste Situation. Danach ist  es den Planern offensichtlich entgangen, dass sie es bei der Straße eigentlich mit zwei Straßen zu tun haben. Während es sich bei dem zur B 198 führenden Abschnitt um die Durchgangsstraße Vor dem Wendischen Tor handelt, ist das Stück zum Netto Markendiscount die Mirower Chaussee und eine Anliegerstraße. Entsprechend fallen auch verschiedene Anliegerbeiträge für die beiden Bauabschnitte an, die gesondert abgerechnet werden müssen.

Dem musste die Stadtvertretung nun zunächst einmal mit einem sogenannten Kostenspaltungsbeschluss Rechnung tragen. Während sich für die Supermarktkette der Beitrag mit Sicherheit erhöht, konnte zur finanziellen Belastung der Anlieger im Durchgangsverkehrsbereich der Straße gestern keine Aussage getroffen werden. Es müsse erst neu berechnet werden, was nun auf die Bürger zukommt, hieß es. Man wolle sich aber um höchstmögliche Transparenz bemühen.

Bürgermeister Helmut Hamp kündigte eine kritische Auseinandersetzung mit dem Planungsbüro an. Auch die Amtsverwaltung sei zur Stellungnahme aufgefordert.  Die Anlieger hatten bereits darauf aufmerksam gemacht, dass es in der Bauausführung Abweichungen von ihnen gemachten Zusagen gebe (Strelitzius berichtete). Darüber hinaus musste ein Teilstück des Gehweges noch einmal aufgenommen werden, da es Probleme mit dem Gefälle gab. Auch sind Teile der Regenentwässerung nicht mehr funktionstüchtig.

Eines scheint allerdings klar: Eine Absenkung der Borde unter eine Höhe zwölf  Zentimetern wird es nicht geben, wie den Bürgern in Aussicht gestellt. Bürgermeister Hamp erläuterte noch einmal, dass alles andere bei Unfällen rechtlich anfechtbar sei. Auch habe der Landkreis die Einrichtung eines Fußgängerüberweges abgelehnt.