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Tagesarchiv 23. September 2016

Rackernde Duray-Elf unterliegt im Parkstadion nach desolater Abwehrleistung

23 Freitag Sep. 2016

Posted by Strelitzius in Sport

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Fußball, Mecklenburg-Strelitz, TSG Neustrelitz

Das 3:5 (2:4) der TSG Neustrelitz im Regionalliga-Heimpiel gegen Babelsberg 03 ist mit zwei Sätzen auf den Punkt zu bringen: Die Residenzstädter warteten mit einer Defensivabteilung auf, die man getrost in den Skat drücken konnte. Aus dem desolaten Auftritt ragte TSG-Keeper Christopher Hanf noch heraus. Der nahm dann einen Zusammenprall zum Anlass, um sich zur Halbzeit von Coach Benjamin Duray auswechseln zu lassen.

Ersatztorsteher Sven Lissek machte seine Sache in der zweiten Hälfte dann wesentlich besser. Schmerzlich vermisst wird in der Abwehr der zum Transferende verpflichtete Bosnier Mehmedalija Covic, Erstligist in seiner Heimat. Die TSG und er warten nach wie vor auf eine Spielberechtigung. Unterdessen werden Zweifel laut, ob es der TSG gegen die bürokratischen Hürden überhaupt noch gelingt, Covic auf den Rasen zu bringen.

Dennis Rothenstein steuerte ein sehenswertes Tor bei. Foto: M. Schütt

Dennis Rothenstein steuerte ein sehenswertes Tor bei. Foto: M. Schütt

Gute Noten haben sich Mittelfeld und Angriff der TSG verdient, die unermüdlich rackerten. Da war kein Klassenunterschied gegenüber den Gästen zu erkennen, die bereits in der 3. Minute nach Abstimmungsproblemen zwischen Verteidigung und Keeper der Neustrelitzer in Führung gingen. Die richtige Antwort hatte Dennis Rothenstein in der 10. Minute, der mit einem tollen Distanzschuss in den Dreiangel für den Ausgleich sorgte.

Das 1:2 in der 17. Minute einigermaßen kurios, als eine vom Strafraumrand angesetzte Bogenlampe der Babelsberger über den TSG-Schlussmann hinweg im Kasten landete. Ein klarer Stellungsfehler. „Das ist doch nicht normal“, ärgerte sich TSG-Präsident Hauke Runge lautstark. Nur vier Minuten später verwandelte Mustafa Zazai einen Foulelfmeter zum erneuten Ausgleich, und im Parkstadion keimte wieder Hoffnung auf. Aber bereits in der 35. Minute gingen die Gäste nach einer Ecke wieder in Führung, von Deckung keine Spur. Noch ein krasser Abwehrfehler ließ in der 43. Minute das 2:4 folgen.

Kapitän Schulz kann nur noch per Elfer verkürzen

Nach dem Seitenwechsel fingen sich die Platzherren in der 68. Minute nach einer kurz getretenen eigenen Ecke, in die der Gegner lief, per blitzschnellem Konter auch noch das 2:5 ein. Das 3:5 durch den inzwischen eingewechselten TSG-Kapitän Philip Schulz wieder per Foulelfmeter taugte nur noch zur Ergebnis-Kosmetik. Zu allem Überfluss kassierte in der 85. Minute nach einer Notbremse Jan-Ove Edeling Gelb-Rot. Pfiffe von den TSG-Rängen, rund 600 Zuschauer sahen das Spiel im strömenden Regen, waren unüberhörbar.

Fast noch versöhnliche Töne von CDU-Stadtvertreter Ralf Milbredt nach Abpfiff gegenüber Strelitzius: „Zumindest ein Unentschieden wäre verdient gewesen. Die Jungs holen alles aus sich heraus. Es fehlen einfach zwei, drei Leute, die die Truppe lenken.“ Am kommenden Freitag, dem 30. September, spielt die TSG als Tabellenletzter erneut daheim, diesmal gegen den Berliner AK. Anstoß ist bereits um 18.30 Uhr.

Betrüger bringt Rentner in Neustrelitz um 3000 Euro

23 Freitag Sep. 2016

Posted by Strelitzius in Polizei

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Kriminalität, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz

Man sollte es eigentlich nicht glauben, aber es passiert immer wieder. Ein 78-jähriger Neustrelitzer ist am Donnerstag um 3000 Euro geprellt worden. Der Rentner hatte nach Polizeiangaben auf einer Bank an der Bushaltestelle in der Zierker Straße, als ihn ein ihm unbekannter Mann mit Namen ansprach und sich auf eine frühere Bekanntschaft berief. Nach und nach baute der Betrüger ein Vertrauensverhältnis auf, fing plötzlich an zu weinen und erzählte vom Tod seiner Mutter. Er sei in finanzieller Not und benötigt dringend Geld.

Der Angesprochene stieg mit dem vermeintlichen Bekannten zu einem weiteren Mann in ein Auto und ließ sich erst zu seiner Wohnung fahren, um sein Sparbuch zu holen. Dann ging es weiter zur Sparkasse, wo der Rentner 3000 Euro abhob und sie dem Betrüger aushändigte. Eine Angestellte der Sparkasse hatte noch gefragt, wofür das Geld benötigt werde, worauf sich der alte Mann eine Geschichte ausdachte. Die beiden Täter führen den Neustrelitzer dann wieder nach Hause, hinterließen eine Tüte mit zwei Uhren und Jacken als Pfand und versprachen, in ein bis zwei Wochen wieder vorbeizukommen, um das Geld zurückzuzahlen.

Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung

Einige Stunden später ist dem Neustrelitzer die Sache doch komisch vorgekommen. Er hat sich seinem Sohn anvertraut und eine Anzeige bei der Polizei erstattet. Der Haupttäter kann wie folgt beschrieben werden: 30 bis 40 Jahre alt, ca. 1,80 Meter groß, Glatze, dunkle Kleidung, weiße Turnschuhe, korpulentes und gepflegtes Erscheinungsbild, hat hochdeutsch gesprochen. Bei dem Fahrzeug hat es sich um einen beigefarbenen VW älteren Baujahres, wahrscheinlich mit Dresdner Kennzeichen.

Die Polizei bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung. Wer kann Angaben zu den beschriebenen Personen oder dem Fahrzeug machen? Wer hat am 22. September zwischen 9 und 11 Uhr in Neustrelitz zwischen der Zierker Straße, der Semmelweisstraße und der Strelitzer Straße Beobachtungen zu den Tätern und dem Geschädigten gemacht, welche der Polizei bei den Ermittlungen hilfreich sein könnten? Bitte melden bei der Polizei in Neustrelitz unter Telefon 03981 258224.

Naturfilmfestival in der Kachelofenfabrik findet zum siebenten Mal statt

23 Freitag Sep. 2016

Posted by Strelitzius in Film

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Kino, Mecklenburg-Strelitz, Natur, Neustrelitz, Umwelt

Prof. Hans Dieter Knapp. Foto: Succow Stiftung

Schirmherr Prof. Hans Dieter Knapp. Foto: Succow Stiftung

Das 7. Neustrelitzer Naturfilmfestival „MENSCH! NATUR!“ sollten sich Kinogänger schon immer einmal rot im Kalender anstreichen. Es findet vom 13. bis zum 16. Oktober am angestammten Platz in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz statt. Die Schirmherrschaft hat Prof. Hans Dieter Knapp von der Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur übernommen. „Es geht beim Naturfilmfestival nicht um romantische Idylle. Es geht um unser Verhältnis als Menschen zur Natur in einer sich dramatisch wandelnden Welt. Es geht um unsere Lebensgrundlagen“, betonte Knapp in einem Grußwort.

Als Veranstalter fungieren in bewährter Partnerschaft der Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation sowie das Nationalparkamt. Gezeigt werden wieder Kurz- und Langfilme, Spiel- und Dokumentarfilme. Die Zuschauer entscheiden auch diesmal, welcher Langfilm den mit 1000 Euro dotierten Publikumsadler und welcher Kurzfilm das mit 300 Euro dotierte Adlerei erhält. Im vergangenen Jahr hatten „Buena Vida“ von Jens Schanze und „Der Hirte seines Glücks“ von Andrzej Klamt die Preise abgeräumt (Strelitzius berichtete).

Zum Festival gehören Exkursionen in den Müritz-Nationalpark und ein Ausflug in die Regionale Küche. Ausstellungen mit Fotografien des Brasilianers Sebastiao Salgado, einer der besten Fotoreporter der Welt, und von Schülern des Neustrelitzer Gymnasiums Carolinum begleiten das Festival. Das Programm und weitere Informationen finden sich unter

www.basiskulturfabrik.de/spezial/Natur2016/ProgrammheftNaturFilmFestival

Tanzepos ersatzlos abgesagt

23 Freitag Sep. 2016

Posted by Strelitzius in Kultur

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Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Tanz, Theater

Die für heute angesetzte Aufführung des Tanzepos  „Die Nibelungen“ um 19.30 Uhr im Schauspielhaus Neubrandenburg muss leider kurzfristig abgesagt werden. Zwei Tänzer der Deutschen Tanzkompanie Neustrelitz sind erkrankt, hieß es zur Begründung.

Die geplante Vorstellung entfällt ersatzlos, teilte die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz am Freitag mit. Bereits gekaufte Tickets werden natürlich zurückgenommen.

Nichts für Kopfarbeiter: Milch führt zur Ladehemmung

23 Freitag Sep. 2016

Posted by Strelitzius in Leben

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Leute

Manchmal wünschte ich mir, meine Denkmaschine ausschalten zu können. Zum Beispiel beim Einkaufen. Aber das ist für einen Kopfarbeiter gar nicht so einfach. Zum Beispiel habe ich heute bei der Wochenendbevorratung im Wesenberger Netto-Markt wieder völlig sinnlos jede Menge wertvollen Gehirnschmalzes vergeudet.

Als Angehöriger der Generation Milasan und Babysan habe ich mich per Fernsehwerbung geraume Zeit mit dem Begriff Folgemilch des Herrn Hipp bombardieren lassen. Da der Milchkrug so lange zu Wasser geht, bis er bricht, habe ich mich irgendwann dann doch schlau gelesen und bin um die Erkenntnis reicher gewurden, dass es sich bei Folgemilch um die Milch für das Baby handelt, die der Anfangsmilch folgt, bevor es dann zur Kindermilch übergeht. Davon abgesehen, dass sowohl Anfangs- als auch Folgemilch mit weiteren Unterarten den Aufzugserfolg garantieren. Und irgendwo dazwischen bzw. parallel gibt es auch noch die Muttermilch. Ach so!

Nun aber stehe ich erstaunt vor der Kühltheke und zerbreche mir den Kopf über Hemme Milch. Seit ich in einem Alter bin, in dem ich fast jeden Tag Gesundheitsrezepte aus dem Briefkasten ziehe, erfahre ich, dass es Mittel gegen fast alles gibt. Wie erfolgreich die sind, steht auf einem anderen Blatt. Also gibt es offenbar auch Milch, die irgendetwas hemmt. Und da vollzieht sich in und an meinem Luxuskörper ja so einiges, dem Einhalt zu gebieten wäre. Wie lautete die Werbebotschaft Anfang der 90-er: „Die Milch macht’s!“ Also Griff ins Regal. Erst nach einigem Studium der Packung dämmert es, dass es sich um den Milchproduzenten Hemme handelt.

Lieber Herr Hemme, natürlich verstehe ich ihren unternehmerischen Stolz. Und der bekannte Herr Müller ist ja mit seiner Milch auch eine familiäre Verbindung eingegangen. Dennoch führen Sie den einen oder anderen Kunden auf Abwege. Wo Sie doch Ihre Milch noch zusätzlich mit der Herkunft aus dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin bewerben. Das allein hätte doch gereicht, zumal wir auf diese Weise erfahren, dass es dort auch Rinder gibt und nicht die Hirschkühe gemolken werden. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur ein bisschen zu verkopft und hatte mal wieder Ladehemmung.

76-jähriger Neubrandenburger nach Unfall in Polen gefunden

23 Freitag Sep. 2016

Posted by Strelitzius in Polizei

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Fahndung, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Polen

Der seit dem 18. September vermisste Karl Gregori aus Neubrandenburg ist gefunden. Der 76-jährige verwirrte Mann, der mit seinem Renault Clio in unbekannte Richtung verschwunden war, hat nach Angaben des deutschen Generalkonsulats in Polen zwei Tage später einen Unfall gehabt. Der Neubrandenburger aus der Ihlenfelder Vorstadt ist in der Wojewodschaft Westpommern in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Da die Angehörigen vor Ort nicht ermittelt werden konnten, erfolgte die Infomationsweitergabe über das Generalkonsulat, das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt an die örtlich zuständige Polizeidienststelle. Die Polizei dankt allen Bürgern für die eingegangenen Hinweise.

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71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

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