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Freizeit, Kultur, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Schauspiel, Tanz

Ganz großes Theater gestern Abend am Landestheater Neustrelitz! „Solaris“, das Requiem für einen Planeten, in der Theaterfassung von Gregor Edelmann nach dem gleichnamigen Roman von Stanislaw Lem erlebte seine Uraufführung. Mit minutenlangem Beifall und Jubelrufen wurde das spartenübergreifende Kooperationsprojekt von Schauspiel und Opernchor der Theater und Orchester GmbH, Deutscher Tanzkompanie und des PMD Art Labors für darstellende Kunst und Digitalität bedacht. Die Inszenierung hat Schauspieldirektorin Tatjana Rese besorgt, die Choreografie Lars Scheibner.
Eine Produktion, die einmal mehr die hohe Leistungskraft am Theaterstandort Neustrelitz belegt und geeignet ist, für ihn über die Region hinaus zu werben. Zugleich macht „Solaris“ in seiner bestechenden künstlerischen Qualität uns Strelitzer, die wir unser Theater vor noch nicht so langer Zeit gegen die „Reformer“ in Schwerin verteidigt haben, auch ein bisschen stolz. Bessere Argumente für die kürzlich verkündete Verlängerung des Theaterpaktes mit dem Land kann es nicht geben. Schade, dass die Hygieneauflagen nur gelichtete Reihen im Parkett und auf dem Rang zuließen. Dieser Höhepunkt in der noch jungen Theatersaison hätte ein volles Haus verdient.
Bei aller Vorfreude auf den Theaterabend nach langer, coronabedingter Abstinenz und bei allem Applaus für die überaus gelungene Aufführung waren es bedrückende eineinhalb Stunden, nach denen wir fast befreit und aufgewühlt das Bühnenhaus verließen. Noch heute Morgen am Frühstückstisch hat uns das Stück beschäftigt. „Solaris“, das ist nichts weniger als der Abgesang auf unseren Heimatplaneten. Wir werden gewesen sein. Immerhin, der Psychologe Kris Kelvin, toll gespielt von Jonas Münchgesang, hat uns ein kleines bisschen Hoffnung mit auf den Weg gegeben, indem er sich nicht mehr an die „Spielregeln“ hält.
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