Am kommenden Freitag, den 25. März, findet in Neustrelitz eine Klimademonstration anlässlich des globalen Fridays for Future Klimastreiks statt. Die Demo startet um 13.30 Uhr am Gymnasium Carolinum, führt über die Elisabethstraße und Strelitzer Straße entlang bis zum Markt, wo sie mit einer Kundgebung endet.
Bereits im vergangenen Herbst gab es in Neustrelitz die erste Fridays for Future Klimademonstration. Dieses Mal ist die Demo auch ein Veranstaltungspunkt im Rahmen der Weltwasserwoche in Neustrelitz (Strelitzius berichtete). Für die Organisation haben sich der Jugendbeirat Neustrelitz und Schüler*innen des Gymnasiums Carolinum zusammengeschlossen. Sie wollen damit erneut ein Zeichen im Kampf gegen den Klimawandel setzen.
„Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz“ – unter diesem Motto steht der diesjährige Weltwassertag. Schon seit 1993 wird dieser begangen, um die Bedeutung des Wasser und besonders dessen Schutz in das Bewusstsein der Menschen zu rufen. Nun ist der Tag mit passenden Aktionen auch in Neustrelitz angekommen. Für Jung und Alt öffnet die Alte Kachelofenfabrik zusammen mit dem Jugendbeirat Neustrelitz ihre Türen und lädt zu Veranstaltungen ein: Unter dem Motto des Weltwassertages bietet die Kachelofenfabrik am kommenden Dienstag, den 22. März, einen Film und ein anschließendes Gespräch mit dem Experten Michael Bender.
Vom 9. bis zum 29. Mai sind die Vier-Tore-Städter aufgefordert, beim Stadtradeln wieder in die Pedale zu treten. Bei der Aktion für Klimaschutz, Radförderung und für eine saubere Stadt, mehr Bewegung und eine Menge Spaß gehen Kommunen und Gemeinden an den Start, um Kilometer zu sammeln. Im vergangenen Jahr konnte Neubrandenburg mit 401 aktiven Fahrradfahrenden in 44 Teams insgesamt 127.357 Kilometer erradeln. Das entsprach einer CO²-Einsparung von 18.721 Kilogramm. Knackt Neubrandenburg in diesem Jahr die 150.000 Kilometermarke?
Ab sofort können sich Radfahrerinnen und Radfahrer allein oder in der Gruppe unter https://www.stadtradeln.de/registrieren anmelden. In diesem Jahr können sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg über eine kleine Überraschung freuen.
Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg ist Mitglied im Klima-Bündnis der europäischen Städte mit den indigenen Völkern der Regenwälder. Mit einer Urkunde des Bündnisses wurde dies in dieser Woche besiegelt. Somit hat sich die Vier-Tore-Stadt auf die Fahnen geschrieben, „sich für lokalen Klimaschutz einzusetzen sowie Klimawandelanpassung mit globaler Verantwortung in der Planung und Umsetzung von Maßnahmen zu verknüpfen“, heißt es in der Beitrittserklärung (siehe Anhang). Für Neubrandenburg bedeutet dies, darauf hinzuarbeiten 2050 als klimaneutrale Kommune zu gelten.
Der Wasserhaushalt im Boden von Mecklenburg-Vorpommern hat sich in seiner Gesamtheit betrachtet im vergangenen Jahr leicht erholt. Dies ist das Ergebnis einer Bilanz des hydrologischen Jahres (November 2020 bis Oktober 2021), die vom Umweltministerium vorgenommen wurde.
„Die Summe der Niederschläge entsprach in großen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns in etwa dem langjährigen Mittel. Nach den eher trockenen letzten zwei Jahren zeigt der Dürremonitor des Helmholtz-Instituts nunmehr nur noch für den äußersten Nordosten, insbesondere die Insel Usedom, und den äußersten Südwesten, wo die geringsten Niederschläge zu verzeichnen waren, eine außergewöhnliche oder extreme Dürre im Gesamtboden an“, erklärte der zuständige Minister Dr. Till Backhaus.
Die Niederschläge in den vergangenen Tagen hätten dazu geführt, dass der Oberboden in ganz MV weitestgehend wassergesättigt ist, sagte er weiter. Teilweise seien im Osten des Landes bereits Anfang November deutlich über 50 bis fast 100 Prozent des üblichen Niederschlags für diesen Monat gefallen. Die starken, von West nach Ost zunehmenden Regenfälle hätten zudem weitgehend zu einer Erhöhung der Wasserführung der Fließgewässer geführt. „So liegen deren Wasserstände landesweit im Mittelwasserbereich oder vor allem im Osten des Landes sogar darüber“, so Backhaus.
Auch in den Standgewässern zeichne sich eine Verbesserung der Lage ab: „So liegt der Wasserstand des Schweriner Sees mit aktuell 99 cm am Pegel im Zielbereich für den Monat November. In den Mecklenburger Oberseen stieg der Wasserstand gegenüber dem Vorjahr um 20 cm und erreichte damit das Niveau des langjährigen mittleren Niedrigwasserstandes, nachdem er in den vergangenen Jahren seit 2018 stark abgesunken war“, erläuterte der Minister.
„Unsere Welt neu denken“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem Theater Bonn, ausgehend von Maja Göpels gleichnamigem Buch. Es ist fünf vor zwölf – das Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit geht uns alle etwas an. Daher widmet die Theater und Orchester GmbH dem Thema zwei Abende im Schauspielhaus Neubrandenburg. Gemeinsam mit dem Publikum sollen Fragen rund um Möglichkeiten einer klimaneutralen und gerechten Welt diskutiert werden.
Unsere Welt neu denken: GLOBAL
Was wäre ein ideales Verhältnis zur Natur? Kann der Mensch sich überhaupt natürlich auf der Erde einrichten? Was können wir tun, um unseren Planeten zu retten?
In einem spannenden Vortrag entführt der renommierte Kulturwissenschaftler Hartmut Böhme gemeinsam mit Schauspieler*innen des Ensembles in eine nachhaltige Welt. Neben der Geschichte unseres Verhältnisses zur Natur geht es auch um die Frage, wie eine globale Antwort auf den Klimawandel aussehen könnte.
Konzept / Moderation: Joris Löschburg Es lesen: Felix Erdmann, Lisa Scheibner Gast: Prof. em. Hartmut Böhme So., 3.10., 19.30 Uhr, Schauspielhaus Neubrandenburg – Der Eintritt ist frei!
Unsere Welt neu denken: LOKAL
Was kann jeder Einzelne von uns tun, um den Klimawandel aufzuhalten? Wie können wir unser Leben ändern, um unseren Enkeln eine saubere Zukunft zu sichern?
Gemeinsam mit inspirierenden Gästen aus regionalen Initiativen werden Möglichkeiten einer nachhaltigen Lebensweise diskutiert. Dabei soll auch darüber gesprochen werden, was falsch läuft: etwa über die abgebrannte Schweinemastanlage in Alt Tellin. Dabei ist das Publikum den ganzen Abend über herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.
Konzept / Moderation: Joris Löschburg Es lesen: Felix Erdmann, Karen Kanke Gäste: Julia de Chaupin (Longo Mai), Tina Eichner (Fotografin), Leo Kraus (#Nie wieder Alt Tellin), Luca Voigt (FSJ). Markus Poland (Solawi Klein Trebbow) So. 17. 10., 19.30 Uhr, Schauspielhaus Neubrandenburg – Der Eintritt ist frei!
Heute zogen circa 200 Aktivistinnen und Aktivisten anlässlich des weltweiten Klimastreiks durch Neustrelitz und verkündeten bei einer Kundgebung auf dem Marktplatz ihre Forderungen nach einem schnellen und konsequenten Handeln, um dem Klimawandel Einhalt zu bieten. Auflagen hatten dafür gesorgt, dass der Demonstrationszug stets auf dem Bürgersteig zu verbleiben hat, offenbar, um den Autoverkehr nicht zu stören, wie Dr. Thomas Fiß von den LINKEN in Neustrelitz am Abend gegenüber Strelitzius anmerkte. Er kommentierte auch, „dass sich ‚betroffene‘ Direktoren bereits im Vorfeld zu Wort meldeten und den Beginn der Demo nach Schulschluss begrüßten– dies hat mich schon gewundert, da ein Klimastreik ja auch merkliche Folgen haben sollte“.
Der Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren Schüler des Neustrelitzer Gymnasiums Carolinum, die zu der Demonstration aufgerufen hatten, (Strelitzius berichtete), aber auch deren Eltern und Großeltern. Neben „Fridays for Future“ gab es Transparente von „Omas for Future“ und auch „Psychologists for Future“. Von den Bundestagskandidaten nahmen Amina Kanew (DIE LINKE) sowie Falk Jagszent (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) teil sowie die Landtagskandidaten Friederike Fiß (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) und Martin Henze (DIE LINKE). Auch Stadtpräsident Ernst-August von der Wense sowie einige Stadtvertreter waren anwesend, um dem Protest ein Gesicht zu geben.
Am kommenden Freitag, den 24. September, findet in Neustrelitz eine Klimademonstration anlässlich des globalen Fridays for Future Klimastreiks statt. Die Demo startet um 13.15 am Carolinum, führt die Elisabethstraße und Strelitzer Straße entlang bis zum Markt, wo sie mit einer Kundgebung endet.
Bisher gab es in Neustrelitz keine Aktion zum Globalen Klimastreik. Daher haben nun die Schülerinnen Muriel Rappold und Fabia Klein vom Gymnasium Carolinum eine Demonstration für diesen Tag organisiert. Auch in Neustrelitz soll damit ein Zeichen im Kampf gegen den Klimawandel gesetzt werden. Die Initiatorinnen rufen dazu auf, dass sich der Demonstration alle Menschen anschließen, denen das Klima als lebenswichtige Grundlage der kommenden Generationen am Herzen liegt. Für die Kundgebung auf dem Markt sind Beiträge von Schüler*innen des Carolimuns geplant. Daneben gibt es ein offenes Mikrofon, welches für weitere, spontane Beiträge zur Verfügung steht.
Die Bewegung Fridays for Future agiert seit mehreren Jahren auf internationaler Ebene und hat sich zum Ziel gesetzt, die sich aktuell zuspitzende Klimakrise in Politik und Gesellschaft stärker zu thematisieren. Vor allem junge Menschen fordern dabei die Politik auf, jetzt aktiv Entscheidungen zu treffen, die den Klimawandel noch rechtzeitig stoppen können. Die Schülerschaft des Gymnasiums steht hinter der geplanten Aktion und beteiligt sich zum großen Teil. Zudem begrüßt und unterstützt die Schulleitung das Projekt.
Die Schülerinnen rufen zu reger Teilnahme der Neustrelitzer Bürger*innen auf, denn der Klimawandel betreffe jeden einzelnen – heute und in den kommenden Jahren!
Dr. Annette Teltewskoi hat den Workshop entwickelt. Fotos: Daniel Falk/Leea GmbH
In der vergangenen Woche waren Schüler*innen der 9. und 10. Klassenstufe zu Besuch im EnergieLabor des Leea. Die Schüler*innen sind Teilnehmer des Mint Camps der Günther Weber Stiftung. Sie bekamen als erste Gruppe die Möglichkeit, den neuen Workshop des Leea „KEEP COOL – Rettet das Klima“ auszuprobieren. Während des Workshops haben Sie sich interaktiv mit den Themen Klimawandel und Klimaschutz auseinandergesetzt. In kleinen Gruppen erarbeiteten sie Hintergründe vielfältiger Themen wie Treibhauseffekt und Treibhausgase, Klimawandel und Klimapolitik bis hin zu erneuerbaren Energien und Nachhaltigkeit. Dabei wurden mit Hilfe verschiedener Materialien und Medien die Ursachen erforscht, aber auch die Folgen betrachtet, die durch das menschliche Handeln entstehen.
Der Workshop besteht aus einzelnen Modulen. Eines der Module ist das Planspiel „Keep Cool“. Dieses Spiel baut auf das zuvor erworbene Wissen auf. Hierbei müssen die Teilnehmenden das Klima wortwörtlich aufs Spiel setzen – als Vertreter*innen verschiedener Weltregionen, die ihre wirtschaftlichen Interessen durchsetzen wollen. Ziel des Spieles ist es das Klima und die Belange der Menschheit in Einklang zu bringen. Dies hat den Teilnehmer*innen sichtlich Spaß gemacht und sie wollten am liebsten noch eine Runde spielen, doch war der Nachmittag dafür zu kurz.
Entwickelt wurde der Workshop von Dr. Annette Teltewskoi, durchführende Pädagogin im Leea und Lehrerin am Carolinum in Neustrelitz. Der Workshop ergänzt das Angebot des Leea sehr gut, denn er zeigt Zusammenhänge auf, die aktueller nicht sein könnten. So machte der sechste, im August 2021 erschienene IPCC-Sachstandbericht deutlich, wie verheerend die Auswirkungen werden können, wenn nicht schnellstmöglich global Maßnahmen für den Klimaschutz umgesetzt werden.
Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH feiert Geburtstag. Sie unterstützt und berät seit fünf Jahren erfolgreich Unternehmen, Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger zu erneuerbaren Energien und Klimaschutz im Auftrag der Landesregierung. Gegründet wurde die LEKA MV im Sommer 2016. Heute verteilt sich das zwölfköpfige Team auf drei Standorte in Stralsund, Neustrelitz (Leea) und Schwerin. „Wir sind Lotse und neutraler Berater in Sachen Klimaschutz, Erneuerbare Energien, Akzeptanz, Energieffizienz und Elektromobilität“, sagt Gunnar Wobig, Geschäftsführer der LEKA MV. Unsere Teammitglieder informieren und begleiten die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern auf ihrem Weg durch die Energiewende und vernetzt die Akteure untereinander.
Zum Beispiel bietet das Team „MVeffizient“ kostenfreie Initialberatungen für Unternehmen zur Machbarkeit von Energieeffizienzmaßnahmen und zu Fördermöglichkeiten. Für Kommunen bietet das zweite Team der LEKA MV Orientierungshilfe zum Ausbau von Windenergie und Photovoltaik an, informiert über Grundlagen und Vorteile informeller Bürgerbeteiligung und über Möglichkeiten der finanziellen Beteiligung nach dem Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz MV. Und für Fragen von Privathaushalten bietet die LEKA MV den Bürgerservice unter der Telefonnummer: 0385 3031645.
„Der Dialog ist und bleibt für uns ein wichtiges Instrument,“, so Wobig, „denn Klima- und Energiewendethemen sind auch in Zukunft aktuell wie nie. Wir werden uns darum auch weiterhin engagieren, um die Menschen in MV zu informieren und zu inspirieren.“