Im vergangenen Jahr wurde das Projekt „Insektenpflanzenkirchhof Granzin“ als „Land:Gut2021-Projekt“ möglich gemacht und gefördert (Strelitzius berichtete). Durch die Fördergelder konnte auch in diesem Jahr ein kleines Programm auf dem Hof zusammengestellt werden, welches ich im Anhang veröffentliche.
Mit vereinten Kräften wird das Waldgrundstück von Schrott befreit.Foto: NPA-Müritz
Metall, Elektroschrott, Müll und ganze Gebäudereste. Auch wenn man es zwischen den Erlen und Ahornen nicht auf den ersten Blick sieht: Ein am Südufer des Granziner Sees gelegenes Waldgrundstück wurde vor 1990 über Jahre als innoffizieller Schutt- und Schrottplatz genutzt. Heute liegt das Areal – mit allen Altlasten – mitten im Müritz-Nationalpark.
Diesem Missstand hat sich nun eine Gruppe Schülerinnen und Schüler aus Asperg bei Ludwigsburg in Baden-Württemberg angenommen. Im Rahmen der Initiative Voluntourismus der Nationalen Naturlandschaften (NNL) und in Partnerschaft mit dem Müritz-Nationalpark haben die Jugendlichen in den vergangenen Tagen ganz ohne schweres Gerät einen großen Teil des Schrottes weggeräumt. Gemeinsam mit den begleitenden Schul- und Jugendhaussozialarbeitenden haben die 13- bis 17-Jährigen dabei Gebäudereste in ihre Einzelteile zerlegt und so manche Kuriosität zutage befördert: von einer alten Singer-Nähmaschine bis hin zu einem ganzen Autowrack.
Am gestrigen späten Mittwochabend begann im Bereich des Neustrelitzer Polizeihauptreviers eine groß angelegte Suche nach einer vermissten Pilzsammlerin. Die 68-Jährige hatte sich mit Einbruch der Dunkelheit beim Pilzesammeln in einem Waldgebiet zwischen Granzin und Krienke verirrt. Die eingesetzten Beamten aus Neustrelitz forderten umgehend Unterstützung aus dem benachbarten Warener Polizeihauptrevier, der Rettungs- und Hubschrauberstaffel und der Freiwilligen Feuerwehren Kratzeburg und Neustrelitz an.
Letztlich konnte die vermisste Frau dank eines ständigen Telefonkontakts und des Einsatzes von Blaulicht und Martinshorn gegen 2 Uhr aus dem Wald herausgeführt werden. Bis auf ihre durchnässte Kleidung war die Pilzsammlerin wohlauf und froh, in ihre eigenen vier Wände zu kommen.
Am 8. April wird in Granzin der Insekten-Kirchhof eröffnet.
Derzeit bereitet das Kulturbüro des Rates der EKD (Berlin) in zwanzig Orten in sieben Bundesländern das Projekt »Land:Gut2021« vor – ein Projekt, das von Klaus-Martin Bresgott im Kulturbüro des Rates der EKD initiiert wurde und wesentlich durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert wird.
Als einer der insgesamt zwanzig Orte bundesweit konnte das Projekt zur Erhaltung der Artenvielfalt Insekten-Kirchhof Granzin, den Eckhard Geier und Pfarrerin Katharina Rosenow mit vielen Aktivistinnen und Aktivisten der Kirche und Gemeinde Granzin mit Beetpatenschaften etc. initiieren, überzeugen. Deswegen wurde es ausgewählt.
Am 8. April werden um 13 Uhr zur Eröffnung der Anlage als Zeichen des Werdens und Wachsens gemeinsam von allen Projektpartnerinnen und -partnern ein Projektbaum gepflanzt und die Projektplakette an der Dorfkirche Granzin angebracht.
Die Kirchengemeinderäte der verbundenen Ev.-Luth. Kirchengemeinden Kiefernheide und Kratzeburg haben die Präsenzgottesdienste zu Weihnachten abgesagt. „Diese Entscheidung ist uns wirklich nicht leicht gefallen, doch nach viel Austausch und gemeinsamen Überlegens und Abwägens per Videokonferenz haben sie sich jeweils schweren Herzens dazu entschieden, keine Gottesdienste in Zeiten dieses strengen Lockdowns mit den hohen Coronazahlen auch in der Mecklenburgischen Seenplatte verantworten“, heißt es in einer Mitteilung von Pastorin Katharina Rosenow.
Am Heiligen Abend sind die Kirchen offen, mit Weihnachtsbaum, Krippe und Licht, Weihnachtsmusik, in Granzin und Kratzeburg von 10 bis 20 Uhr, in Neustrelitz-Kiefernheide von 14 bis 18 Uhr. In allen drei Kirchen wird ab 14 Uhr bis einschließlich 18 Uhr stündlich die Weihnachtsgeschichte vorgelesen von Konfirmanden, Kirchenältesten und der Pastorin. In Kiefernheide wird passend zur Weihnachtsgeschichte eine Foto-Dia-Show von Krippenspielern an der Kirchenwand zu sehen sein.
„Weihnachten ist diese Jahr – so wie vieles – anders als gedacht. Das Licht der Welt brauchen wir noch dringender als vielleicht in anderen Jahren. Die gute Nachricht ist: Weihnachten findet statt“, so die Pastorin. „Gott kommt trotzdem. Gott ist anders, als wir denken und wird einen Weg finden, wie es trotzdem Weihnachten wird. Darauf vertraue ich!“
Vom 12. November bis zum Jahresende lässt das Nationalparkamt Müritz durch externe Unternehmen Verkehrssicherungsmaßnahmen entlang der Gemeindestraßen zwischen Babke und Granzin sowie zwischen Granzin und Krienke durchführen. Wie das Amt mitteilt, kann es im Zuge der Baumfällarbeiten abschnittsweise zu Behinderungen des Straßenverkehrs kommen.
Eine Scheune ist heute Mittag in Granzin abgebrannt. In der Scheune waren durch den 84-jährigen Eigentümer unter anderem Brennholz und Briketts gelagert. Bei ersten eigenen Löschversuchen des Eigentümers zog dieser sich leichte Brandverletzungen zu, diese wurden vor Ort durch den anwesenden Rettungsdienst ambulant behandelt.
Durch die starke Hitzeentwicklung kam es auf dem angrenzenden Nachbargrundstück zu Beschädigungen am Wohnhaus. Hier platzten Fensterscheiben, weiterhin wurden eine Markise und eine Holztrennwand beschädigt. Die Schadenshöhe wird insgesamt auf etwa 30.000 Euro geschätzt.
Die Holzbrücke über den Pagelsee zwischen Granzin und Krienke ist in die Jahre gekommen. Der Belag und auch das Geländer sind schon länger nicht mehr verkehrssicher. Daher hat die Verwaltung des Nationalparks die Brücke seit geraumer Zeit für die Überquerung durch Wanderer und Radfahrer gesperrt.
Doch unter der Brücke verläuft auch eine Wasserwanderstrecke. Um hier die Gefahr von abstürzenden Teilen zu reduzieren und eine Befahrung für die Zukunft überhaupt zu ermöglichen, wurden die Bretter und Handläufe nun aus Sicherheitsgründen abgenommen. Dabei zeigte sich, dass auch die tragenden Elemente schon stark verwittert und angegriffen sind.
„Nur wenn wir die Verkehrssicherheit gewähren und verantworten können, bleibt die Wasserwanderstrecke geöffnet“, so Dr. Matthias Hellmund, Dezernent für die Gebietsbetreuung im Nationalparkamt. „Wir werden alles für eine sichere Durchfahrt der Wasserwanderer unternehmen“, bestärkt der Leiter der Ranger.
Im Rahmen einer Unfallaufnahme (ein Vorfahrtsunfall bei der Zarwitzer Kreuzung, wobei beide beteiligten Fahrzeuge nicht mehr fahrbereit waren und ein Schaden von ca. 15.000 Euro entstanden ist) kam am gestrigen Mittwoch gegen 20 Uhr ein Angehöriger der Unfallverursacherin zu der Unfallstelle auf der Gemeindestraße zwischen Granzin und Boeker Mühle, um sie bei der Bergung ihres Fahrzeuges zu unterstützen. Als der 46-jährige Fahrzeugführer aus seinem Auto ausstieg, bemerkten die Beamten zunächst den unsicheren Stand und kurz darauf deutlichen Alkoholgeruch bei dem Mann. Ein daraufhin durchgeführter Atemalkoholtest zeigte ein Ergebnis von 2,23 Promille.
Nach erfolgter Belehrung wegen der Trunkenheit im Straßenverkehr wurde der Mann zur Blutprobenentnahme in das Müritz-Klinikum gebracht und sein Führerschein wurde sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.
Traditionelle irische und schottische Musik bringt G. O’Neill wieder in unsere Gegend. Am kommenden Sonntag, den 21. Juli, tritt der Barde um 19 Uhr in der Kirche Ahrensberg auf.
G. O’Neill aus Thüringen (der Künstlername leitet sich von seinem bürgerlichen Namen Gunnar Nilson ab) beschreibt in eher unbekannten Songs die Schönheit, Fröhlichkeit, auch die Schrulligkeit und manchmal Traurigkeit Irlands und seiner Bewohner. Und er beweist damit, dass es viele Facetten dieser Kultur gibt, denen ebensolche Achtung gebührt wie den „Gassenhauern“. Der Gesang wird von seiner Gitarre begleitet, es kommen aber auch andere Instrumente zum Einsatz, wenn es zum Beispiel gilt, einen der schnellen Reels zu spielen.
Es gibt Lieder zum Träumen, zum Mitsingen/Mitklatschen oder auch nur einfach zum Zuhören und den eigenen Gedanken nachhängen. Und bei Bedarf gibt es Erklärungen, gespickt mit so manchen kleinen Anekdoten.
Am 25. Juli ist der Musiker dann mit Partnerin Irina unter dem Duonamen „Flaxmill“ um 14.30 Uhr in Granzin auf dem Töpferhof Steuer zu erleben. Tags darauf um 19 Uhr führt „Flaxmill“ seine irischen Weisen dann in der Kirche in Flecken Zechlin bei Rheinsberg auf. Und am 28. Juli tritt G. O’Neill wieder solo vor sein Publikum, diesmal um 17 Uhr im Vipperower Gotteshaus.